ÖBB wandeln Areal nahe Hauptbahnhof in Wohngebiet um

21. Juni 2010, 14:35

1.400 Wohnungen für neun Hektar großes Gelände vorgesehen - Baubeginn 2012

Wien - Ungeachtet des projektierten neuen Stadtteils rund um den Wiener Hauptbahnhof wandelt die ÖBB Immobilienmanagement GmbH eine weitere Fläche nahe dem künftigen Verkehrsknotenpunkt in ein Wohn- und Büroareal um. Auf dem rund neun Hektar großen Gebiet in Dreiecksform, das durch die Stammstrecke der S-Bahn einerseits und durch die Landgutgasse und Laxenburger Straße andererseits begrenzt wird, sollen in den nächsten Jahren 1.400 Wohnungen und 45.000 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen entstehen. Baubeginn ist voraussichtlich 2012, teilten die Bundesbahnen am Montag mit.

Derzeit wird das Grundstück unter anderem noch von einzelnen ÖBB-Teilkonzernen genutzt, die dort ihre Büros untergebracht haben. Sie werden umziehen, wenn die ersten Bagger anrücken. Die Gestaltung des neuen Viertels folgt Plänen des deutschen Architekten Jörg Wessendorf, in Kooperation mit der Gesellschaft für Gesamtverkehrsplanung, Regionalisierung und Infrastrukturplanung sowie dem Berliner "Atelier Loidl". Deren Entwurf konnte sich in einem zweistufigen EU-Wettbewerb durchsetzen, bei dem ursprünglich 61 Bewerber um die Gunst der Jury buhlten.

Als nächsten Schritt werden die Wettbewerbssieger ein Leitbild erstellen, das laut ÖBB-Aussendung bis zum Frühjahr 2011 fertig sein soll. Nach dem Beschluss der Stadtentwicklungskommission soll das Leitbild dann Basis für die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die nötigen Flächenwidmungs- und Bebauungsbestimmungen sein. (APA)

eamon clever
00
28.6.2010, 11:54

alles, was die lebensqualität steigert ist für die anwohner angenehm. Ein mitzieheffekt ist, dass die grundstückspreise steigen, damit wird automatisch die wohnbevölkerung verändert. Vielleicht ziehen dann mehr leute mit geld zu, dann ist auch dieser stadtteil wieder lebenswert. Jetzt wohnt dort überwiegend leute, die kein geld haben, entsprechend schaut es auch aus - ein ramschladen neben dem anderen, die kebab läden kämpfen um jeden kunden, die friseurladendichte ist abnorm. Rund um den yppenmarkt hat es ja auch geklappt.

Zukunftsoptimist
30
22.6.2010, 15:59
Schuster bleib bei deinem Leisten

Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Gestaltung des neuen Viertels folgt Plänen des deutschen Architekten Jörg Wessendorf und dem Berliner "Atelier Loidl. Ihr Leitbild wird Basis für die nötigen Flächenwidmungs- und Bebauungsbestimmungen sein. Jetzt wissen wir endlich, wem was gewidmet wird. Die Stadt Wien widmet den ÖBB, was uns die Deutschen vorschreiben. Stadtpolitik Marke SPÖ.
Und die ÖBB wiederum täten nach dem Spekulationsdesaster besser, die Finger von Dingen zu lassen, von denen sie nichts verstehen, statt sich nun in die Immobilienspekulation zu begeben. Unsere Regierung wird sich zunehmend schwerer tun, die Folgen solcher Fehlspekulationen auszubügeln, mit unserem Steuergeld versteht sich.

Eckhausbesitzer
01

"Die ÖBB gibt es so nicht mehr. Und die Gesellschaft mit den Immobilienspezialsiten hat nicht mit den Spekulationen zu tun. Aber Pauschalisierungen sind halt furchtbar angenehm!

Zukunftsoptimist
20
10.8.2010, 09:17
Was auf dem Papier richtig ist,

ist deshalb in der Praxis noch lange nicht richtig. Fakt ist, dass die ÖBB als Immobilienentwickler sehr aktiv sind, und auch dies ist eine Form der Immobilienspekulation, gleich wo sie organisatorisch angesiedelt ist. So wie sie angegangen wurde, kann man ja nur hoffen, dass sie nicht voll in die Hose geht, nicht nur beim Hauptbahnhof.

Brunelleschi
01
24.6.2010, 10:38

Ich finde es positiv, wenn die ÖBB versuchen, den Wert des ganzen Gebietes zu steigern. Und was ist daran schlecht, wenn ein deutscher Architekt das Areal plant?

Zukunftsoptimist
10
24.6.2010, 15:06
Sie haben mich nicht verstanden:

Der Flächenwidmungsplan ist eine Verordnung, die einem demokratisch gewählten österreichischen (Wiener) Kollegialorgan (Landtag) alleine zusteht. Logischerweise habe ich was dagegen, dass ausländische Architekten vorgeben, was ein solches Organ zu beschließen hat. Alles andere würde an Hochverrat grenzen.
Und dass die ÖBB versuchen, duch spekualtive Geschäfte das Geld, das sie anderweitig vergeudet haben, wieder hereinzubekommen, war ja auch nicht gerade von berauschendem Erfolg gekrönt. Wir beide - ich nehme an, Sie zahlen auch Steuern - haben diesen Versuch mit zu bezahlen.

HerrUnmut
00
21.6.2010, 17:25

Gut, dass in dem Gebiet nicht nur ÖBB Nutzungsfläschen entstehen sondern auch Wohngebiet, das braucht Favoriten auf jeden Fall! Wertet das Zentralbahnhofsareal auch auf.

Poldi Fesch
00
25.6.2010, 17:24
ob Favoriten Wohnanlagen

"braucht" kann man sicher diekutieren, aber die Verhuettelungspolitk rund ums Arsenal wertet die Gegend sicherlich ab. Da entstehen zigtausend neue Wohneinheiten, wer soll dort noch leben wollen ?

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