Österreich im Spitzenfeld bei Auslandsstudenten

21. Juni 2010 13:57

EU-Rekord bei Auslandsstudenten, nur Luxemburg und Liechtenstein vor Österreich

Die EU verzeichnet einen neuen Rekord an Auslandsstudenten. Im Studienjahr 2008/2009 absolvierten 198.600 Studenten durch das EU-Programm "Erasmus" einen Studienabschnitt oder ein Praktikum im Ausland. Dies sei mehr als je zuvor, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Österreich ist mit einem Anteil von 1,9 Prozent der Studenten im Spitzenfeld hinter Luxemburg (15,5 Prozent) und Liechtenstein (3 Prozent). Im Durchschnitt kommt jedes der 31 an Erasmus beteiligten europäischen Länder nur auf einen Anteil von 0,9 Prozent.

Spanien ist beliebtestes Land bei Studenten

Die beliebtesten Länder für Erasmus-Studenten sind Spanien, gefolgt von Frankreich und Deutschland. In absoluten Zahlen stellten auch Frankreich, Deutschland und Spanien die meisten Auslandsstudenten.

Gegenüber dem Studienjahr 2007/2008 habe sich die Gesamtzahl an Erasmus-Studenten und -Praktikanten um 8,7 Prozent erhöht, teilte die EU-Kommission mit. Nur die ebenfalls an dem Programm beteiligten Drittstaaten Island und Liechtenstein schickten 2008/09 weniger Teilnehmer ins Ausland als zuvor.

Seit dem Start des Programms im Jahr 1987 hätten mehr als zwei Millionen junge Europäer von Erasmus und einer entsprechenden Förderung profitiert. Im Durchschnitt wurde jeder Studierende mit 272 Euro monatlich unterstützt. Die EU-Kommission schätzt, dass rund 4 Prozent der Studierenden in Europa im Laufe ihres Studiums ein Erasmus-Stipendium erhalten. Neben den EU-Ländern sind auch Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei an Erasmus beteiligt.

Zuwachs auch bei Erasmus-Praktika

Den größten Zuwachs wird bei Studenten verzeichnet, die über Erasmus Praktika in Unternehmen antraten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg diese Zahl um mehr als 50 Prozent auf 30.400 Studenten. Auch das akademische Personal machte stark Gebrauch von Erasmus. Mehr als 36.000 Mitarbeiter von Hochschuleinrichtungen nahmen an einem Austausch teil oder absolvierten eine Fortbildung in einem Unternehmen bzw. einer akademischen Partnereinrichtung im Ausland. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 44
1 2
Alfred Moosbrugger
22.06.2010 13:25

das ist das beste, was man tun kann: abhauen. in österreich kann man sowieso nicht mehr gescheit studieren, da ist es gescheiter, man haut sich in alicante in die fluten und macht ein paar multiple-choice tests und lässt sie sich hier für hispanistik anrechnen.

Fritz Meyer
22.06.2010 11:31
Nicht täuschen lassen! Österreich hat ausgezeichnete Hochschulen!


Und international einen sehr guten Ruf.

Auch wenn so Unsinn wie Bachelor und Master die klassischen Abschlüsse verdrängen sollen und die Universitäten damit in eine sinnlose Konkurrenz zu den Fachhochschulen zwingen und bestimmte Fächer systematisch zu Tode gespart werden. Ganz zu schweigen von den kontraproduktiven und sozialfeindlichen Studiengebühren.

Fritz Meyer.

dr.ban cok
23.06.2010 07:38

korrekt

Firen
22.06.2010 00:04

Hoffe ich kann dann im dritten Studienjahr n Auslandsemester in Schweden machen - allerdings habe ich momentan noch ein wenig Angst, dass ich dadurch ein wenig zurückfallen könnte im Stoff...

Das ist das Problem an aufbauenden Studiengängen - es ist halt alles schön geordnet und man kann nicht selbst aussuchen was man wann macht (was mir eh wesentlich lieber ist, nur bei Erasmus ist es dann halt ein Nachteil)

Turbinenreiter
21.06.2010 21:09
Auslandsstudent != Auslandsstudent

studiere in deutschland, weil meine fachrichtung an österreichischen unis nicht existiert. tu muss ja zugunsten anderer totgespart werden^^

ein erasmus-auslandssemesterer braucht halt nich nicht von auslandsstudium reden. das is was anderes. für echte auslandsstudenten gibts das mobilitätsstipendium - was gut aber nicht gerade perfekt ist. für die, die 's kriegen is es zu wenig, und die meisten kriegen nix.
das is halt bitter, weil vom Ö-unisystem hast genau nix und hier musst nochmal zahlen weil es in D eben studiengebühren gibt.
ich finde da könnt man mehr machen. ich z.b. bin ja auch nicht aus spaß und luxus ins bildungsexil gegangen sondern weil die Ö-unis halt meinen studiengang nicht kennen.

h h h
21.06.2010 22:20

Ja, aber wenn Sie nicht nach Österreich nach dem Studium zurückkommen (kann ja vorkommen), warum soll es dann ein Stipendium aus Österreich für Sie geben?

Turbinenreiter
22.06.2010 07:29

was glauben Sie wer daheim schon lange brav steuern zahlt und auch jetzt mein studium unterstützt?

außerdem, versuchen Sie nochmals zu verstehen, warum muss ich draufzahlen nur weil keine Ö-uni meinen studiengang anbietet?

und nicht das mich wer falsch versteht - finde erasmus sehr gut; auch das mobilitätsstipendium ist eine gute einrichtung - finde nur das wenn man ausandssemester zwecks kulturelle horizonterweiterung so stark unterstützt man durchaus aus mehr für auslandsstudenten machen kann.

und, wenn mir die gegenfrage erlaubt ist, warum sollte jemand in Ö studieren dürfen wenn die möglichkeit besteht das er hernach auswandert?

Schurli Schorsch
 
21.06.2010 18:20

naja, die meisten erasmus studenten(und innen) treiben viel im ausland und meistens treiben sie es bunt. mit allen möglichen dingen und leuten. nur studieren tut dort keiner wirklich irgendwas. was glauben denn hier alle warum spanien so beliebt ist? aufgrund seines akademischen rufes? doch wohl kaum. eher schon wegen der urlaubsstimmung und den spanieren bzw spanierinnen...
insofern sind die 272 € schon gerechtfertig. warum soll der staat studenten einen halbjährigen urlaub finanzieren? auch gut, dass nur 2 % davon gebrauch machen. wissenschaftlich arbeiten im ausland kann man ja sowieso nicht als student, es fehlt einem einfach das wissen dazu. hierzu muss man auf diss oder postdoc warten. dann ist es auch voll bezahlt, aus gutem grund!!

Wiener Wolken
27.07.2010 12:39
bezahlte Diss-Stelle?!

Also wenn Sie wirklich glauben, dass Diss- und Post-Doc-Stellen prinzipiell und voll bezahlt sind, dann tut es mir leid Sie mit der Realität konfrontieren zu müssen. In einigen technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen bestehen mehr oder weniger gute Chancen auf bezahlte Stellen, jedoch sind auch die nicht zwingend mit einer Vollanstellung mit 40 Std./Woche verbunden. Alle anderen müssen froh sein, wenn sie neben ihrem Vollzeitjob zum Lebenserhalt noch Zeit und Energie für die Dissertation aufbringen können. Und das ist in Österreich genauso wie im Ausland.

Don't kill the messenger.

captain__ingwer
05.07.2010 09:42

das kann ich aus eigener Erfahrung und den Erzählungen von Kollegen nach vollumfänglich bestätigen... Das studieren steht da in der Prioritätenlist gaaanz weit unten...

Round'n'round it goes
22.06.2010 09:44

Hast du ein Erasmus-Semester gemacht?

Also scheinbar habe ich wirklich etwas falsch gemacht, denn ich musste an der Sorbonne tatsächlich studieren...

Quintus Beckloeffel
22.06.2010 08:34

Ähnliches gilt übrigens für den Kongresstourismus der Dozenten.

Bolschewik
21.06.2010 17:59

dieses programm ist das beste was die EU bis dato hervor gebracht hat, da können freundschaften über kontinente entstehen, ein besseres friedenswerk kann es gar nicht geben, natürlich gibt es schwierigkeiten bei der finanzierung aber dazu sind die eltern halt auch da, mir ist es als gewöhnlichen lohnempfänger auch nicht leicht gefallen aber ich habe in diesen fall gern bezahlt

obibiber
21.06.2010 16:26

"272 Euro monatlich"

das muss sich mal wer leisten können. ich kenn nur leute, die erasmus machen konnten, weil sie von eltern zusätzl. finanziert wurden - job währenddessen (und den mal finden, nen existenzsichernden) und gleichzeitig auflagen für lehrveranstaltungen (meist in fremdsprache, was nochmal verlangsamt) wird da schwierig

Round'n'round it goes
22.06.2010 09:44

Ein Job währenddessen ist sogar verboten - siehe Erasmus-Vereinbarung!

Der Österreicher
21.06.2010 17:52

Man bekommt Geld geschenkt und sogar dann regt sich wieder jemand auf! Was erwarten sie? Das ein Student 1500 Euro netto bekommt damit er in Spanien studieren kann??

Round'n'round it goes
22.06.2010 09:45

Was ist denn das bitte für eine Einstellung?!? Die Leute erbringen noch genug Leistung für Österreich, spätestens nach dem Abschluss.

Aktuell kann jemand ohne Bonzen-Eltern entweder schwarz arbeiten im Ausland (das machen die meisten, weil das Stipendium einfach nicht ausreicht) oder man bleibt eben zuhause. Tolle Alternativen, nicht?

Litt eratus
 
04.11.2010 13:31

Also ich bin gerade auf Erasmus und habe die Erfahrung gemacht, dass z.B. die Deutschen nur die Hälfte der Förderung erhalten von Österreichern.

Natürlich reicht das Stipendium nicht zum Überleben, aber österreichischische Studierende sind noch verhältnismäßig gut subventioniert.

Und das Argument, "Studierende leisten später genug für den Staat", kann sich schnell als Eigentor herausstellen. Denn nach der Logik dürften wirklich hauptsächlich nur mehr Studien gefördert werden, wo der Staat am meisten profitiert. Also technische, naturwissenschaftliche Studien, usw.

Willst Du das?

God_of_the_Wind
21.06.2010 16:19

aber beschweren, wenn hier menschen studieren! pfui! kleinbürgerliche seele!

o_lok
21.06.2010 16:11

als Erasmus-Student in Budapest sage ich, Grund zu jubeln ist das keiner. es ist erschreckend, wie wenige dieses tolle Angebot annehmen, weil ihre Welt an Österreichs Grenzen endet...

es ist ein menschenrecht, in afrika zu leben
21.06.2010 14:36
hahaha...

1,9%

ein wahnsinn, 2 von 100 !

das ist ja so häufig wie eine zwillingsgeburt...

als ich nach dem zusammenbruch der sowjetunion=udssr ins baltikum ging, war man nicht begeistert. die kummerln an den unis leckten ihre wunden und torpetierten alle bemühungen, progressiv zu sein...

trotzdem hab ich es ihnen gezeigt und die diplomarbeit dort geschrieben.

heute scheint es nicht besser zu sein. vermute im standardforum tummeln sich noch immer genug studenten rum, breiter horizont in der hose, aber nie im ausland...

aber wenn man schon einen afrikaner die hand geschüttelt hat, gilt man als progressiv..

klausenpown
22.06.2010 11:07

Da es ja beim Grundrechnen hapert, glaub ich die Diplomarbeit nicht ;)

Also, zum nachrechnen: Gehen wir mal davon aus, dass ein Student, der 5 Jahre studiert, einmal ein Auslandssemester macht. Und hier steht, dass 1,9% der Studenten im letzten Jahr ein Auslandssemester gemacht haben, dh. hochgerechnet auf eine Studienzeit wären es 10%.

Da aber seeehr viele länger als 5 Jahre studieren, würden wir eher Richtung 15% gehen.

Kommt mir auch realistischer vor - dass 15% der Studenten während ihres Studiums ein Auslandssemster machen.

es ist ein menschenrecht, in afrika zu leben
23.06.2010 08:05
leider verzerrend...

warum?

da die summe der studenten nahezu konstant ist (natürlich steigend) und von dieser gruppe eben 2 % ins ausland gehen, im nächsten jahr scheiden die absolventen aus und neue kommen hinzu, dann gehen wieder 2% pro jahr ins ausland..

es bleibt daher immer bei den 2% aller studenten, die jährlich ins ausland gehen...

und das ist erschütternd..

Mali Princ
22.06.2010 12:52
Das ist auch statistisch belegt

Laut Zahlen der EU und Eurostat haben 2007/08 mehr als 12% aller Absolventen ein Erasmus-Studium gemacht. Deine Schätzungen dürften also ungefähr hinkommen.

poledo2
 
22.06.2010 07:54
hehehe...

"...breiter Horizont in der Hose..." - muss ich mir merken...-)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 44
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.