iPhone 4: "Retina Display" als Sorgenkind

21. Juni 2010, 13:58
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Analyst prophezeit Lieferengpässe, da Produktion nur geringe Ausbeute liefere - Chaos rund um Vorbestellungen

Vor wenigen Tagen haben Apple und AT&T in den USA zur Vorbestellung des iPhone 4 geladen, ein Vorgang der allerdings nicht nur zu einem regelrechten Ansturm durch die KonsumentInnen führte, sondern offenbar auch ein regelerechtes Chaos beim US-Telekomkonzern auslöste Nicht nur, dass zwischenzeitlich die Server zusammenbrachen, wurden dabei offenbar auch unabsichtlich personenbezogene Daten an Dritte weitergegeben.

Stornierung

Nun kommt aber offenbar weiteres Ungemach auf so manche kaufwillige KonsumentInnen zu: Wie das Tech-Blog Gizmodo berichtet, haben zahlreiche KundInnen mittlerweile eine Stornierung ihrer Bestellung erhalten. In einem zugehörigen Schreiben von Apple heißt es etwa, dass die betroffenen Personen den Kaufprozess nicht korrekt abgeschlossen haben, andere KonsumentInnen haben entsprechende Stornierungen hingegen von Seiten AT&Ts erhalten, teilweise auch ohne erklärende Worte. Ein Mitarbeiter des Telekom-Unternehmens hat sich mittlerweile gegenüber dem Blog dahingehend zu Wort gemeldet, dass es hierbei nur um Extra-Bestellungen gehe, die entstanden sind, wenn die NutzerInnen den Absende-Knopf mehrmals gedrückt haben, ein Fehler den viele der Betroffenen allerdings verneinen.

Display

Glaubt man der Einschätzung von Ashok Kumar, Analyst bei Rodman & Renshaw, könnte die Auslierung des iPhone 4 schon bald aber noch wesentlich holpriger werden, in einem Bericht kommt er zu dem Schluss, dass auf Apple ernsthafte Lieferengpässe zukommen. Als problematisch stelle sich dabei vor allem das schon vorab viel gepriesene "Retina Display" dar, da dessen Hersteller - LG - bislang nur eine sehr schlechte Ausbeute in der Produktion erziele. Entsprechend hat Kumar die monatlichen Verkaufsprognosen für das iPhone 4 von vier auf zwei Millionen Stück reduziert.

Produktion

Bei LG hofft man offenbar auf die Ausweitung der Produktion Ende des Sommers, ein Schritt den man allerdings mit erheblichen Risken verbunden sieht. Vor allem für den September geht man dementsprechend auch davon aus, dass die Nachfrage für das iPhone 4 das Angebot klar übertreffen werde. (red, derStandard.at, 21.06.10)

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