Die Hälfte der Aufträge ist vergeben

21. Juni 2010, 13:11
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Die Bauarbeiten des neuen Musiktheaters mit 150 Mio. Euro Gesamtkosten liegen im Plan - Proben sind bereits ab Mitte 2012 möglich

Linz - Beim Bau des Linzer Musiktheaters, das in der zweiten Jahreshälfte 2012 den Betrieb aufnehmen soll, ist etwas mehr als die Hälfte der Aufträge vergeben. Das gab Oberösterreichs Kulturreferent Landeshauptmann Josef Pühringer in einer Pressekonferenz am Montag bekannt. Die Gesamtkosten des neuen Opernhauses an der Blumau wurden mit rund 150 Mio. Euro beziffert, darin enthalten sind jene für die Errichtung von etwa 110 Mio.

Der Bau des Musiktheaters verlaufe plangemäß - sowohl zeitlich als auch finanziell, betonte Pühringer. Der Spatenstich erfolgte im April vergangenen Jahres, die Gleichenfeier ist für Dezember vorgesehen. Ab Herbst wird die Bühnentechnik montiert, im kommenden Jahr werden an die 300 Arbeiter am Werk sein, um u.a. die Bühnen- und Haustechnik zu installieren. Mitte 2012 soll das Gebäude dann so weit fertiggestellt sein, dass geprobt werden kann.

"Ich hätte es gerne gesehen, wenn dieser Auftrag in Oberösterreich platziert worden wäre", nahm der Landeshauptmann dazu Stellung, dass sich ein deutsches Unternehmen gegen die Linzer Fensterfirma Wick durchgesetzt hat. Laut Rechtsexperten gebe es keine Veranlassung, den Ersten auszureihen oder das Ausschreibeverfahren zu wiederholen. Dieser Auftrag über 1,8 Mio. Euro und einer mit einem Volumen von 8,9 Mio. an die Wiener Maschinen- und Stahlbaugruppe Waagner-Biro seien die bisher einzigen an nichtoberösterreichische Unternehmen gewesen, so Pühringer.

Vizebürgermeister Erich Watzl, Kulturreferent der Stadt Linz, die 36,5 Mio. Euro zum Theater beisteuert, machte darauf aufmerksam, dass es durch den Bau zu einer "ordentlichen Wertschöpfung" im Bereich der Kommunalsteuer komme. Mit der Errichtung des Musiktheaters soll auch das umliegende Viertel aufgewertet werden. Es ist geplant, den angrenzenden Volksgarten und die Landstraße attraktiver zu gestalten. Eine etwa 400 Laufmeter lange Fotostrecke am Zaun zeugt jedenfalls seit heute, Montag, von der regen Bautätigkeit: Die Mitarbeiter von Theater und Bruckner Orchester sind darauf abgebildet und sollen Lust aufs neue Musiktheater machen.

Das alte Linzer Landestheater an der Promenade bleibt nach Fertigstellung des Opernhauses mit seinen zwei Bühnen erhalten - das Große Haus für das klassische Schauspiel und die Kammerspiele als Theater für junges Publikum. Die beiden dezentralen Spielstätten u\hof: und Eisenhand werden allerdings aufgelassen. Organisatorisch steht das Musiktheater unter dem Dach des Landestheaters. (APA)

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    Noch Baustelle, aber ab Mitte 2010 probenfähig: das Linzer Musiktheater.

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