Krise stellt Italiens Schuhindustrie ein Bein

21. Juni 2010, 12:43
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Rom - Italiens Schuhindustrie bekommt die Krise besonders hart zu spüren. 2009 wurde ein Produktionsminus von 12,1 Prozent auf 198 Millionen Paar Schuhe registriert. Beim Umsatz betrug der Rückgang 11,6 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro, beim Export lag das Minus bei 15,9 Prozent. Es handelt sich um den stärksten Rückgang seit 1980, teilte der Verband der italienischen Schuhindustrie ANCI mit.

In den letzten Monaten seien jedoch Signale des Aufschwungs spürbar, teilte der Verband mit. Im ersten Quartal 2010 wurde beim Export ein Plus von 22,9 Prozent gemeldet, was sich bisher jedoch nicht positiv auf die Beschäftigung ausgewirkt hat. Bei der Beschäftigung in der Schuhindustrie wurde im ersten Quartal 2010 ein Rückgang von 1,5 Prozent gemeldet.

Auch Italiens Modebranche stöhnt. In der weltweiten Wirtschaftskrise warnt die Industrie vor einer existenziellen Bedrohung vor allem für kleine Unternehmen, da die Nachfrage nach Kleidung und Accessoires einbricht. Die Schwierigkeiten der Branche waren auch zuletzt bei den Modeschauen in New York, London, Mailand und Paris zu spüren, wo vor allem kleine Modehäuser sparsamer auftraten oder dem Laufsteg ganz fernblieben. (APA)

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