US-Ölpreis schwächer

22. Juni 2010, 14:25
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Goldpreis korrigiert nach Rekordhoch

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Dienstagnachmittag tiefer gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni 77,47 Dollar und damit rund 1,5 Prozent weniger als am Donnerstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 77,77 Dollar gehandelt. Das waren 1,3 Prozent weniger als am Vortag.

Die Ölnotierungen zeigten sich mit Kursverlusten, nachdem die anfängliche Euphorie über eine mögliche Yuan-Aufwertung nachgelassen hat und der wieder etwas stärkere US-Dollar für Abgabedruck gesorgt hat. Nicht einmal die Eskalation des Gasstreits zwischen Russland und Weißrussland kann dem Ölpreis auf die Beine helfen, meinen die Commerzbank-Analysten. Wieder einmal zeige sich, dass die Lage am Ölmarkt aktuell hauptsächlich durch das allgemeine Finanzmarktumfeld bestimmt wird.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.235,25 Dollar und damit rund zwei Prozent tiefer zum Montagsvormittags-Fixing von 1.259,50 Dollar. Der Goldpreis hatte bereits am Vortag nach dem Erreichen eines neuen Rekordhochs deutlich nach unten korrigiert. Der Preisrückgang dürfte vor allem auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein, hieß es dazu von der Commerzbank.

Das niedrigere Niveau könnte allerdings als Kaufgelegenheit betrachtet werden und neue Investoren anlocken. Angesichts möglicher Probleme im Bankenbereich, die zunehmend in den Mittelpunkt der Ratingagenturen gelangen, dürfte das Sicherheitsbedürfnis der Anleger hoch bleiben und den Goldpreis weiterhin unterstützen. Am Vortag wurde die französische Großbank BNP Paribas von der Ratingagentur Fitch herabgestuft. (APA)

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