Zahlreiche Tote durch Unwetter in Burma und China

21. Juni 2010, 11:29
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Regenfälle und Erdrutsche im Nordwesten des Burmas haben über 60 Menschen das Leben gekostet

Rangun - Lang anhaltende Regenfälle sowie Erdrutsche haben im Nordwestens Burmas mindestens 63 Menschen das Leben gekostet. Von den Unwettern betroffen waren laut UNO 15.000 Familien. Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen. In China sind sogar noch mehr Menschenleben zu beklagen. Bei den schweren Überschwemmungen im Süden des Landes sind bis Montag 175 Menschen ums Leben gekommen.

In Burma kehrten Dorfbewohner bereits in ihre Häuser zurück, obwohl diese noch von Erdrutschen bedroht seien. Die Militärregierung und Hilfsorganisationen versorgten die Flutopfer mit Kleidung, Arznei und Nahrungsmitteln. Seit Beginn der Regenfälle am 13. Juni wurden viele von ihnen in Schulen und anderen Notunterkünften untergebracht.

In China sind mehr als 15 Millionen Menschen in neun Provinzen von den Fluten betroffen. Die wirtschaftlichen Schäden wurden mit 19,7 Milliarden Yuan (2,33 Mrd. Euro) beziffert. 178.000 Häuser seien zerstört, 748.000 Hektar Erntefläche beschädigt worden, berichtete das Ministerium. In der ostchinesischen Provinz Fujian war von "Jahrhundert-Regenfällen" die Rede, nachdem 225 Millimeter innerhalb von sechs Stunden gemessen worden waren. Mehr als eine Million Menschen in verschiedenen Provinzen wurden in Sicherheit gebracht. Eisenbahn- und Straßenverbindungen waren unterbrochen.

Regierungschef Wen Jiabao machte sich in der südchinesischen Region Guangxi selbst ein Bild vom Kampf gegen die Fluten und den Hilfsbemühungen für die Opfer. Er versprach den Betroffenen die Unterstützung durch die Behörden und mehr Hilfsgüter wie Lebensmittel, Trinkwasser und Kleidung. (APA)

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