EZB

Trichet: "Banken wären alle weg, hätten wir sie nicht gerettet"

19. Juni 2010 13:38

EZB-Präsident kritisiert Verhalten der Bankmanager nach Ausbruch der Finanzkrise

Frankfurt/Main - Zentralbank-Präsident Jean-Claude Trichet hat die Banken für ihre Verhalten nach der Finanzkrise scharf kritisiert. "Die wären alle weg, wenn wir sie nicht gerettet hätten, das hatten wir vor Augen", sagte er der Zeitung "Welt am Sonntag". Es sei daher völlig unverständlich, wenn die Manager glaubten, weitermachen zu können wie vor der Lehman-Pleite im Herbst 2008.

Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) kritisierte exzessive Vergütungen, Bonuspakete und rein kurzfristig erzielte Gewinne, die keinen Bezug zur Realwirtschaft hätten. "Das ist mit unseren bestehenden demokratischen Grundwerten nicht vereinbar", sagte Trichet. Reporter der Zeitung hatten den Zentralbanker über mehrere Tage begleitet.

Erneut verteidigte Trichet die vor allem in Deutschland scharf kritisierte Entscheidung der Zentralbank vom 9. Mai, erstmals Staatsanleihen kriselnder Euro-Länder wie Griechenland, Portugal und Irland zu kaufen: "Die Situation war zu dramatisch. Europa war in diesem Moment das Epizentrum der Krise."

Der Franzose gab den Regierungen in Paris und Berlin eine erhebliche Mitverantwortung für die Staatsfinanzierungskrise. Sie sei eingeleitet worden, als Deutschland und Frankreich vor sechs Jahren gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt verstoßen hätten. "Ich wünschte, die deutsche Öffentlichkeit hätte mit der gleichen Empörung auf den Bruch des europäischen Stabilitätspaktes 2004 reagiert wie auf unsere Entscheidung, Staatsanleihen zu kaufen. (...) Die Regierungen waren extrem unzuverlässig über Monate und Jahre hinweg." (APA)

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RasMario
26.06.2010 07:29
jaja der Zins

eigentlich sagt man ja Gottes Mühlen mahlen langsam aber sie mahlen, aber heute kann man auch sagen: der Zins der arbeitet, zuerst langsam und dann so schnell, dass es keiner mehr glauben kann!
Hier Hintergrundinfo von einem Insider
http://www.dailymotion.com/video/x75... en-de_news
ZINS und GELDSCHÖPFUNG sind die Wurzel allen übels!
Ras

carbonara
20.06.2010 14:30

Im Sozialismus werden die Banken erst verstaatlicht und gehen dann pleite. Im Kapitalismus gehen sie erst pleite und werden dann verstaatlicht.

also dann ...
20.06.2010 14:11
die dominosteine fallen . . .

http://www.mmnews.de/index.php... ine-fallen

Die Verschuldungskrise der Staaten rückt von der Peripherie ins Zentrum.

- F hält die Fäden in der Hand.
Strauss-Kahn ist IWF- und Trichet EZB-Präsident. Europäischen Zentralbank und Sarkozy spielt den Anwalt der südeurop. Interessen. Der Norden – insb.
D - soll zahlen... u. nebenbei werden die banken aus F gestützt.

2009 wurden 5,3 Bill. $ staatsbonds verkauft.
- auf die USA entfielen 3 bill $ (60 %).
- die USA + GB haben ihre industrielle Basis verloren.
- GB : Ohne die Fin.industriee (25 % d. globalen Transaktionen) wäre das BIP deutlich geringer.
- japan`s 200%ige verschuldung ist ein mühlstein.

wen...
würde eine zinserhöhung am meisten treffen ?

Dietmar Ott
20.06.2010 13:13
au der Richtige Mann war

Oder dass Trichet uns für die Affen hält, die ihm glauben, das sein Raubzug gegen die Deutschen, die Nettozahler Europas unbedingt nötig war. So nötig, wie die Staatshilfe an General Motors, die man nun dankend ablehnte, als man sie nicht zu den Bedingungen bekam, die man sich wünschte. Trichet, die Jean d' Arc der französischen Banken, die für die Gnome der französischen Banken auf die Barrikaden stieg. Kampf gegen die Bürger Europas ist angesagt, zur höheren Glorie Frankreichs

Takis
20.06.2010 12:51

Ist der Mensch wirklich so gutgläubig?

Ava Tar
20.06.2010 12:44
Und was ist die gute Nachricht ?

iohui
20.06.2010 20:39

für die nächste bankenrettung ist kein geld mehr da.

Rea List
21.06.2010 09:10
kein problem

wird einfach gedruckt

Hunding
20.06.2010 12:12
Steueroase Irland

Hat eigentlich der irische Steuerdumper die aberwitzig niedrigen Steuersätze schon angehoben oder refinanzieren die europäischen Bruderstaaten via EZB die irische Standortkonkurrenz?

Saurer Zivi
20.06.2010 12:05
trennung der banken in konto/spar/kredit-banken und casino-banken andererseits.

jede casino bank soll und muss dann in konkurs gehen können - ohne den rest der bank mit kunden- und spareinlagen zu gefährden.

dieser schritt ist längst überfällig!

die bevölkerung muss verstärkt auf die risiken aufmerksam gemacht werden. ein unterjubeln von hochriskanten produkten darf nicht mehr möglich sein.

hochriskante finanzprodukte sollen dann nur noch von einer ungeschützten casino bank vertrieben werden dürfen und ganz bes. als solche ausgewiesen werden müssen!

der spielraum von casino-bankers muss drastisch eingeschränkt werden. möglich war er bisher nur weil good und bad banks gemeinsam geführt wurden.

Karl Cvek
22.06.2010 09:25
mein sohn,

hörst du nicht die dunkle seite der macht?

chhhh-pfffhhh...

1116er
20.06.2010 10:45
alle zwangsverstaatlichen!



dann in kleine einheiten zerteilen und wieder privatisieren!

(als kleine draufgabe könnten ja auch die eier der ackermänner dieser welt an die wand genagelt werden.)

Gastposter1
20.06.2010 09:28
Das verstehe mal einer

Da rief die Deutsche Bank anlässlich der Veröffentlichung der Stress-Tests schon nach einem neuen Rettungsschirm, weil es ihr so schlecht geht?

Und dann kauft sie - trotz Eigenkapitalquote bei 2-3% oder so - eine marode Bank mit zuletzt über 1 Mia. Verlust!?

http://de.reuters.com/article/c... 8H20100619

Marquis de Sade
 
20.06.2010 07:24

Grundsätzlicher Vorschlag:
der Staat als Teilinhaber jeder Bank und KEINE Bank darf als AG geführt werden.

In dem Moment, wo die Bank nicht mehr dem Kunden sondern dem Aktionär verpflichtet ist, ist der Kunde so viel wert wie... wart, ich habs eingsteckt... 0.02€

Mork vom Ork
20.06.2010 11:06

Ein Unternehmen ist zu allererst immer sich selbst verpflichtet.

anderenfalls könnens gleich alle unternehmen verstaatlichen .. der Erfolg ist bekannt.

bladerunner
20.06.2010 12:03
Ha! Ich hab den Fehler gefunden!

Ein Unternehmen ist zuallererst dem Allgemeinwohl verpflichtet. Ein gesundes Unternehmen, dass dem Allgemeinwohl nützt, generiert automatisch Mehrwert & ist damit für alle Seiten ein Gewinn.

So. Wo ist mein Nobelpreis?

Philipp Wieser
20.06.2010 11:49
dem kunden verpflichtet. pfeifn.

Susanne Cave
20.06.2010 15:26
da Mork redt von de Bankster,

und daun stimmt's auf Punkt und Beistrich.

-..--.--
20.06.2010 10:31
Dann schauen

sie sich bspw. die Bayerische Landesbank an. Vom Freistaat geführt und mit welchem Erfolg ?

Kontrahent1
20.06.2010 11:30
Die haben halt von der WestLB

gelernt.- Die 'Männerfreundschaft' zwischen F.Neuber und 'Pater' J.Rauh war sprichwörtlich. Was da zwischen Staatskanzlei und Bank HQ abging wäre sicher ebenso interessant wie der Bayernfilz.

clearlake
20.06.2010 11:07
sie verwechseln Eigentuemer mit Geschaeftsfuehrung

?und
20.06.2010 09:53
politiker sind verstaatlichte banker - was erwarten sie sich vom staat?

"wir sind staat" gilt nur beim abbau der schulden durch höhere abgaben - sonst herrscht der reinste egoismus.

Eleazar
20.06.2010 09:58

"wir sind Staat" ist genauso ein Schmafu wie "wir sind Kirche"

clearlake
20.06.2010 11:08
sie koennen tatsachen fuer schmafu halten....

raus aus ihrer haut koennens deswegen trotzdem nicht....

rggre rewqfew
20.06.2010 09:50

na, die staatlichen banken waren aber die erste, die gekippt sind. hypo, bayern, westlb, dexia usw. usw.

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