Zürich plant städtische Coffeeshops

18. Juni 2010 23:49
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    Foto: apa/epa/limina

Der rot-grüne Gemeinderat beschloss die Duldung von Cannabis-Produkten "zu Versuchszwecken"

Die Schweiz prescht wieder einmal vor, was neue Ansätze in Sachen Drogenpolitik betrifft. Die Stadt Zürich, so ein Gemeinderatsbeschluss, könnte schon bald als weltweit erste Gemeinde Cannabis-Produkte wie Marihuana offiziell im Rathaus verkaufen.

Anbauen sollen die weiche Droge, so der Vorschlag der Grünen, Biobauern in der Stadt selbst. In fünf Stärkegraden soll es das Rauschmittel künftig geben, "damit man weiß, was man hat", wie die Süddeutsche Zeitung Grünpolitiker Matthias Probst zitiert.

Der Stadtrat, der den Antrag am Mittwoch kraft der rot-grünen Mehrheit angenommen hat, hat sich auch schon eine Strategie überlegt, wie er die Abgabe von Rauschmitteln an Erwachsene in trockene Tücher bringen kann: ein wissenschaftlicher Pilotversuch, wo Käufer am Rathaus ihre Personalien und ihr Kaufverhalten dokumentieren.

Duldung zu "Versuchszwecken"

Besitz und Konsum der Droge würden im Stadtgebiet Zürichs dann zu "Versuchszwecken" geduldet. So wollen die Grünen dem Schwarzmarkt und der Kriminalität ihre Einkünfte aus dem Cannabis-Handel entziehen.

"Das Verbot von Cannabis hat versagt", glaubt Probst. Die bürgerliche Opposition lässt kein gutes Haar an dem Beschluss. Sie spricht von einer "Legalisierung durch die Hintertür".

"Legalisierung durch die Hintertür"

Zürich hat freilich auch schon in Bezug auf harte Drogen wie Heroin eine Vorreiterrolle inne. Anfang der Neunzigerjahre eröffnete die Stadt, die damals große Probleme mit offenem Drogenhandel hatte, eigene Fixerstuben für Heroinsüchtige. Mit Erfolg, das Programm läuft bis heute (red/derStandard.at, 18.6.2010)

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zuschön
12.08.2011 13:00
Wien ist anders:

Hier gibt der Bürgermeister vor, was drogenmäßig schick ist: der G'spritzte!

Vorratsdatenspeicherung
28.08.2011 07:51

Recht hat der Häupl. Der Wein ist ja auch guat!

atomico
10.09.2011 22:25

ja AUCH aber nicht NUR.

h h h
22.06.2010 20:58

Dann ist in Zürich wenigstes Mal ein bisschen lustig.
Wie war das nämlich nocheinmal mit dem Zentralfriedhof und Zürich.... ;-)

hanslblasta
22.06.2010 06:38
gibt's in Zürich schon eine leistbare Kinderbetreuung?

kann mich an einen Bericht vor einiger Zeit erinnern, dass sich in dieser Stadt im Grunde nur Schwerreiche und ganz Arme Kinder leisten können;

Lageos
21.06.2010 13:53

Das wäre mal eine kreative Möglichkeit einer neuen Steuereinnahmequelle:
Cannabis legalisieren und eine noch höhere Steuer als bei Zigaretten einheben. Und das ganze gleich Zweckgebunden in das Gesundheitswesen investieren.
Würde die Kriminalität senken und zusätzlich einen neuen Wirtschaftszweig schaffen und den Tourismus ankurbeln.
Was bitte will man mehr?

Gunslinger
21.06.2010 13:25

ich glaub, ich geh mir jetzt einen mittagsofen drehen...

Eleazar
21.06.2010 09:29
Cliche1
21.06.2010 09:17

Gras legalisieren? - na gut, aber bitte nicht dieses irre hochgezüchtete Zeugs.

trollvottel
21.06.2010 13:20

Was glaubst ist besser für die Lunge?

a) Wie in Amsterdam eine Zigarette mit einem halben Fingerhut fettig-pickertes Gras mischen

b) Wie in Woodstock damals aus fünf langen Papers, einer halben Zigarette und einer Handvoll staubtrockenem Marijuana, das zehnmal mehr stinkt als fährt

Variante b) ist Hauptsursache für das früher häufige Kifferschicksal Lungenkrebs mit 45. Stärkeres Gras ist weitaus unbedenklicher, da man kleinere Mengen zu sich nimmt.

GreyPaladin
23.06.2010 16:51

Am besten für die Lunge sind noch immer Muffins *njam*

zeitlupe
21.06.2010 09:10
Die Zaubersteuer würd auch unserem Land nicht schaden

http://www.youtube.com/watch?v=BYaObBQTkpk

GreyPaladin
23.06.2010 16:41

Danke ;)

Und jetzt ne schweigeminute für Hank ;)

trollvottel
21.06.2010 11:11

Der Schüssel hat doch in einem seiner Wahlkämpfe Haschtrafiken versprochen? Leider ist er wie immer wortbrüchig geworden, Kampfjets und die Vernichtung der Unis und nationalchauvinistisches Gebrüll waren ihm halt wichtiger als Vernunft.

misanthropie
21.06.2010 09:05
"Das Verbot von Cannabis hat versagt",

wie die schweiz und niederlande

- 100 jahre weiter sind als wir,
- deren politiker einen höheren IQ haben, als ihre schuhgrösse (im gegensatz zu unserem bodensatz)

trollvottel
21.06.2010 13:21

Allerdings werden die Niederlande von Scharfmachern wie Frankreich Schweden Polen massivst unter Druck gesetzt.

Carlotta Rienzi
20.06.2010 23:49
Ich plädiere von politisch rechts schon seit Jahrzehnten

für die völlige Freigabe von Drogen unter ärztlicher Aufsicht. Die Leute, die die schlucken, brauchen Hilfe, weder Drogendealer noch die Polizei. Wer sie probieren möchte, soll es informiert tun. Schließlich trinkt und raucht auch ein jeder mal in seinem Leben. Wer sich nicht schädigen will, wird seinen Konsum einschränken oder überhaupt die Finger davon lassen. Es gibt ja nach wie vor eine Mehrheit, die weder raucht noch Alkoholiker ist, obwohl alle mal probiert haben. Wer sich schädigen will, für den sind weder die Polizei noch Drogendealer die richtigen Ansprechpartner. Seit vierzig Jahren schaut hier in Wien die Polizei der kriminalisierten Szene einerseits zu, andererseits freuen sich die Drogenkrimineser über ihren Job.

Zinnmo
 
21.06.2010 08:20

Da stimme ich Ihnen mit Bezug auf Cannabisprodukte - und mit Einschränkungen Kokain - zu. Die kann man offensichtlich wirklich probieren ohne gleich süchtig zu werden. Bei Opiaten sieht die Sache leider anders aus.

sepperl gorge
20.06.2010 23:41
Trotzdem Vorsicht

Weil jetz alle sagen: JAA, THC ist so harmlos und Kiffen tut einem nichts.

Jain.
Habe selbst früher viel gekifft, und ja, das Kurzzeitgedächtnis wird schlechter, regeneriert sich aber später. Auch wird man in der Tat träger und fauler.

Ich rauche nach wie vor hin und wieder mal einen Joint, 5-10x im Jahr vllt. Allerdigns habe ich Bekannte die sich dass jeden Tag geben und denen merkt man das leider schon gewaltig an..
Unaufmerksamkeit, Antriebslosigkeit, Vergesslichkeit, Unverlässlichkeit, manchmal wirres zeug daherreden, mitten im Satz das Thema wechseln etc.

Ganz soo harmlos is das Zeug bei Dauerbenutzung leider nicht.

Aber doch sehr angenehm, wenn mans nur hin und wieder nimmt :) - Muss ja dann jeder selber wissen.

stef hagner
25.06.2010 15:35
5-10 x ca 6 wochen

wenn du 5-10 mal im jahr einen joint rauchst darfst du eigentlich so gut wie nie autofahren.....
auch irgendwie unverständlich...

ichFrieder
21.06.2010 14:38

Wenn's den Tag mit einem Ofen beginnen kann das passieren.
Ich kenne aber auch Leute, die seit Jahrzehnten ihren Entspannungsjoint am Abend rauchen und trotzdem ohne jede Einschränkung im Berufsleben stehen und Verantwortung tragen.
Es kommt immer auf den Umgang und die Person an, manche haben einen verträglichen Umgang, andere nicht. Jedenfalls gibt es keinen Grund die User zu kriminalisieren.

Duck of Death
21.06.2010 09:55

Na dann saufen sie mal jeden Tag. Das wird sie auch nicht zum Hochleistungssportler machen.
Übertriebener Konsum von was auch immer, war noch nie gesund, und ist daher als Beispiel absolut unbrauchbar.

Gibril
 
21.06.2010 14:16

So blöd ist das Beispiel auch nicht.
Grad macht Mmn sehr viel süchtiger als Alkohol - psychisch jedenfalls!
Mim Saufen vergehts einem eh immer wieder mal, wenn man zu viel erwischt hat. Vom Gras kann man de facto fast nicht wirklich zu viel erwischen - zusätzlich kommt bei Gras eine Spirale in Gang, die immer mehr, in immer kürzeren Abständen verlangt.
Aber entkriminalisieren sollte man es auf jeden Fall - die Trennung der Szenen und die Steuereinnahmen für den Staat, sowie staatliche Kontrolle der Qualität sind unschlagbare pro-Argumente.

GreyPaladin
23.06.2010 16:44

sicher das du nicht Graspfeifen mit Crackpfeifen verwechselst?

Diego28
23.06.2010 11:06
SCHWACHSINN

ich kiffe seit ich 15 bin und hab ein super Gedächtnis und fühle mich auch nicht süchtig. wenn ich zb. zwei monate Urlaub mache kiffe ich nicht einen. ist wohl nicht so ganz das zeichen von sucht oder ?

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