Walfang-Konferenz

EU wird sich für Jagd-Quoten aussprechen

20. Juni 2010, 16:57

"Ausnahmen" sollen für zehn Jahre gelten

Brüssel - Die Europäische Union will sich bei der am Montag beginnenden Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Agadir unter strengen Auflagen für die Vergabe von Walfang-Quoten aussprechen. Die Bedingung dafür muss einem Beschluss der europäischen Botschafter zufolge sein, dass das kommerzielle Walfangverbot offiziell bestehenbleibt und die Ausnahme-Quoten in einem Zeitraum von zehn Jahren auslaufen.

Damit wollen die EU-Länder die erstarrten Fronten im IWC lockern und bei der Suche nach einem Kompromiss helfen. Die EU will mit dieser neuen Haltung erreichen, dass im Endeffekt so gut wie keine der riesigen Meeressäuger mehr gefangen werden, auch wenn dies vorübergehend eine Legalisierung der Praxis bedeutet. Die Frage bleibt offen, ob die Wale mit den "erstarrten Fronten" nicht besser fahren würden.

Der Kompromissvorschlag

Für eine Entscheidung ist eine Dreiviertel-Mehrheit nötig. Der Vorschlag besagt unter anderem:

• Das Walfangmoratorium besteht weiterhin, dennoch soll der Fang für zehn Jahre in engen Grenzen erlaubt werden.
• Es dürfen weiterhin nur die Länder Wale fangen, die es ohnehin schon unter Berufung auf Ausnahmeregelungen tun - das sind Japan, Island und Norwegen.
• Allerdings gibt es strenge Fangquoten. Nach den Quoten werden laut IWC in den kommenden zehn Jahren insgesamt 3.200 Wale weniger getötet als es ohne die Quoten der Fall gewesen wäre. Zum Vergleich dienten die Fangzahlen von 2005 bis 2009.
• Das Papier erlaubt auch den japanischen Walfang im antarktischen Schutzgebiet
• Es erlaubt weiterhin den Walfang von indigenen Völkern in Grönland, Russland und Alaska. Allerdings soll dieser Fang nicht auf andere Völker ausgeweitet werden.
• Es sollen strenge Überwachungsprogramme und zudem ein neues südatlantisches Schutzgebiet geschaffen werden.
• Die IWC soll Arbeitsschwerpunkte auf die Erholung bedrohter Walbestände und auf weitere Schutzmaßnahmen legen.
• Zudem soll die IWC versuchen, die Zahl der im Beifang sterbenden Wale zu reduzieren, und sich um die Bedrohung durch Klimawandel und Umweltverschmutzung kümmern. (APA/red)

BLUEWING
00
21.6.2010, 23:58
STOPP KILLING WHALES!

STOP KILLING WHALES! JAPAN, NORWEGEN, ISLAND. DREI SCHANDFLECKE AUF DER LANDKARTE! In Japan landen die meisten Wale in Feinschmeckerlokalen, werden aber nur zu Wissenschaftlichen Zwecken gefangen und umgebracht, KLAR! Die Norweger saufen scheinbar neben Alkohol nur Lebertran, zum Ausgleich und die Isländer würde ich nicht in die EU lassen. Die sollen bleiben wo sie sind. WIRTSCHAFSBLOCKADE FÜR ALLE DREI LÄNDER!
BLUEWING BVI

sihalich, sihalich
01
21.6.2010, 14:22
diese EU ist zum vergessen.

ü-strichal
12
21.6.2010, 06:52

und da dürften sie wieder geflossen sein ...







---=== die bestechungsmillionen ===---

Fritz Meyer
02
19.6.2010, 19:15
Hier wäre Rückgrat einmal sinnvoll gewesen...


aber ganz offensichtlich ist gerade das das grösste Defizit dieser EU.

Fritz Meyer.

fuerTiere
02
19.6.2010, 15:02
gegen den Walfang !!!

Durch Jahrzehnte lang andauernden Walfang wurden viele Wal- und Delfinarten an den Rand der Ausrottung gebracht. Auch heute sind diese faszinierenden Meeressäuger immer noch der Bejagung und zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Meeresverschmutzung, durch Boote und Unterwasserbohrungen verursachter Lärm, Verlust ihres Lebensraumes, Beifang in Fischnetzen und die globale Erwärmung, die unsere Meere verändert, sind einige der vom Menschen verursachten Bedrohungen.

Carcharodon
 
010
18.6.2010, 21:21
Die EU ist ja noch Kompromissversessener als Österreich!

Man kann's damit auch übertreiben - es ist wirklich nicht notwendig dem Druck aus Japan nachzugeben. Außer den mit "Entwicklungshilfe" gekauften (Klein)staaten sind so gut wie alle Länder gegen Walfang, weil: unnötig, grausam und ökologisch destruktiv!

Ich würde es extrem bedauerlich finden, wenn das Walfangmoratorium fällt (und das tut es, wenn kommerzieller Walfang erlaubt wird, egal mit welchen Einschränkungen). Es ist das Paradesymbol dafür, dass sich Vernunft gegen Gier und falsch verstandenes "Traditionsbewußtsein" durchsetzen kann. Die Symbolwirkung diese "Kompromisses" ist fatal.

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