Telekom-Konkurrenz kritisiert Regulierung -Rückfall innerhalb Europas

18. Juni 2010, 14:52
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13. Platz sogar noch schmeichelhaft

Dass Österreich bei der Regulierungspolitik im Telekomsektor innerhalb Europas um drei Plätze auf Rang 13 zurückgefallen ist, kommt für die Konkurrenten von Marktführer Telekom Austria wenig überraschend. "Kennt man die regulatorischen Rahmenbedingungen näher, ist dieses Ergebnis sogar ziemlich schmeichelhaft. Der 13. Platz ist nur aufgrund des positiv bewerteten starken Wettbewerbs am Mobilfunkmarkt zu erklären", kommentiert der Geschäftsführer des Verbands Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT), Thomas Faast das Ergebnis der Analyse der EU-Kommission.

Insbesondere beim reibungslosen Ausbau leistungsstarker Fest- und Mobilfunknetze der nächsten Generation würden sich österreichische Unternehmen mit größeren Problemen konfrontiert sehen als Unternehmen in anderen europäischen Staaten. So wurden beispielsweise im Gegensatz zu anderen Staaten in Österreich die zurzeit für GSM genutzten Frequenzen (900 und 1800 MHz) noch nicht technologieneutral für andere Übertragungsmethoden (UMTS, LTE) freigegeben und auch die Digitale Dividende wurde noch nicht vergeben.

"Jetzt ist die Politik gefordert, durch das kluge Umsetzen des EU-Telekom-Richtlinienpakets 2009 die Rahmenbedingungen zu verbessern und dadurch die Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien voranzutreiben", so Faast. (APA)

 

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