WM 2011 zum Greifen nah

18. Juni 2010, 13:16
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Österreichs Herren gehen mit einem komfortablen 16-Tore-Vorsprung ins Rückspiel gegen die Niederlande, es winkt die erste Endrunden-Teilnahme seit 18 Jahren

Emmen - Die erste WM-Teilnahme seit 18 Jahren ist für Österreichs Handball-Herren zum Greifen nahe. Die ÖHB-Auswahl geht mit einem komfortablen Vorsprung von 16 Toren ins alles entscheidende Qualifikations-Rückspiel am Sonntag um 14.00 Uhr in Emmen gegen die Niederlande. "Wir müssen konzentriert ins Match gehen. Die Niederländer müssen von Anfang an spüren, dass da nichts mehr zu holen ist", misst Teamchef Dagur Sigurdsson vor allem der Anfangsphase hohe Bedeutung zu.

Österreich hat trotz des 31:15 in Dornbirn vor dem Rückspiel nichts dem Zufall überlassen. Seit Montag bereitet sich Sigurdsson mit seinen Spielern in Nordhorn vor, am Samstag reist der ÖHB-Tross weiter in die Niederlande. An den ersten Tagen in Nord-Deutschland stand vor allem Fußball und Team-Building auf dem Tagesprogramm, dann startete die spezifische Vorbereitung auf die "Oranjes". "Vom Umfang her nicht zu viel, dafür aber intensiv", so Sigurdsson.

Da die Niederlande scheinbar aussichtslos mit dem Rücken zur Wand stehen, erwartet Sigurdsson den einen oder anderen Überraschungseffekt von gegnerischer Seite. "Sie sind in einer Position, in der sie Risiko eingehen müssen. Sie werden versuchen, uns zu überraschen. In den ersten 20 Minuten könnte einiges auf uns zukommen", so Sigurdsson, der sich ähnlich wie in der Schlussphase des Hinspiels auf ein "hartes Spiel" für seine Truppe einstellt.

"Das Ergebnis ist schon sehr deutlich, aber wir sind alle voll bei der Sache", berichtete Routinier Patrick Fölser. "Die Niederländer wollen sicher beweisen, dass sie besser als im Hinspiel sind. Wir wollen beweisen, dass wir auch auswärts gewinnen können", so Fölser vor dem letzten Match einer langen Saison, in der er mit Düsseldorf aus der ersten deutschen Liga abgestiegen ist. Fölsers Vertrag gilt auch für Liga zwei.

Die Fußball-WM in Südafrika ist im ÖHB-Team eines der Hauptthemen, Sigurdsson hat die Trainings an den Spielplan angepasst. Beim internen Tippspiel führt aktuell Philipp Günther vor Konrad Wilczynski. Sigurdsson glaubt an Argentinien, verfolgt aber besonders gespannt das englische Team. Fölser tippt auf Argentinien oder die Deutschen, Wilczynski drückt Spanien die Daumen. Läuft am Sonntag alles nach Plan, dann dürfen Wilczynski und Co. im Jänner 2011 in Schweden selbst bei einer WM mitwirken. (APA)

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