"Wegen sexueller Übertragbarkeit ein Tabu"

20. Juni 2010, 18:29
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    foto: standard/christian fischer

    Helene Wiener (57) arbeitet am Klinischen Institut für Pathologie der Med-Uni Wien. Sie ist Mitautorin der Europäischen Leitlinien zur Qualitätssicherung für Screening auf Zervix-Karzinom, und derzeit Sekretärin der österrereichischen Gesellschaft für Zytologie (ÖGZ).

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    Herbert Kiss (43) arbeitet an der Klinik für Frauenheilkunde der Med-Uni Wien und ist Sekretär der österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (ÖGGG). Medizinisch-wissenschaftlich spezialisiert ist Kiss auf Infektionserkrankungen.

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    Gut organisierte Reihenuntersuchungen könnten das durch HPV-Viren ausgelöste Zervix-Karzinom ausrotten.

Gebärmutterhalskrebs kann durch regelmäßigen Krebsabstrich verhindert werden - Gynäkologe Herbert Kiss und Pathologin Helene Wiener diskutierten über Screening

Standard: Wie ist die Situation bei Pap-Abstrichen in Österreich?

Kiss: Es gibt zweifellos Verbesserungsbedarf. Dass ein organisiertes Screening das Beste wäre, ist hinlänglich bekannt. Das wurde auch im Ministerium besprochen, doch weil ein gut organisiertes Screening relativ teuer ist, war dann plötzlich keine Rede mehr davon.

Wiener: Man muss auch sagen: Ein organisiertes Screening ist eine Vorsorgeart, die von der Bevölkerung angenommen werden muss. Die Finnen, die hier so gut sind, haben als Bevölkerung, so weit mir bekannt, kein Problem, dass es ein zentrales Dateiregister gibt. Das ist in Österreich sicher anders.

Standard: Sie meinen, die Sorge um den Datenschutz ist größer?

Kiss: Das sehen Sie ja bei jeder Diskussion zu diesem Thema. Es können wegen des Datenschutzes ja nicht mal mehr Befunde von Spital zu Spital gefaxt werden. Und bei einem Screening wie in Finnland müsste man eben die Daten jeder Frau digital speichern. Das ist ein heißer Diskussionspunkt.

Wiener: Dazu haben wir ein personelles Problem. In den Labors, die die Abstriche ansehen, arbeiten vorwiegend Frauen um die 50. Das Auswerten der Abstriche am Mikroskop erfordert ein hohes optisches Talent, Verantwortungsbewusstsein und viel Ausdauer. Wir haben jetzt schon Probleme, Nachwuchs zu finden.

Kiss: Das liegt auch daran, dass in den Medien herumgeistert, ob das Pap-Screening überhaupt sinnvoll ist. Da überlegt sich ein junger Mensch: Soll ich in einen Job gehen, den es in zehn Jahren vielleicht überhaupt nicht mehr gibt?

Standard: Wobei - Gynäkologen arbeiten in dieselbe Richtung, wenn sie sagen: Die HPV-Impfung löst das Zervix-Problem ohnehin.

Kiss: In 30 bis 50 Jahren vielleicht.

Standard: Kann man sich auf die Impfung nicht verlassen?

Kiss: In Österreich wird nicht geimpft. Wenn es ein gutes Screening gibt, rechnet sich die Impfung nicht - so wie in Finnland. Aber in fast allen anderen Ländern Europas gibt es staatliche Impfprogramme.

Standard: Während in Finnland die Frauen erst ab einem Alter von 30 Jahren zum Screening eingeladen werden und das Intervall bei unauffälligen Befunden fünf Jahre beträgt, erhalten bei uns die jungen Frauen meist ihren ersten Krebsabstrich, wenn sie wegen eines Rezepts für die Pille kommen. In der Folge wird das jährlich oder noch öfter wiederholt.

Kiss: Wir wollen bewusst machen, dass Gebärmutterhalskrebs eine vermeidbare Krankheit ist, die man durch regelmäßiges Screening verhindern kann. Es entbehrt allerdings jeglicher Evidenz, dass man das halbjährlich machen soll.

Wiener: Hier gäbe es Möglichkeiten, über Bezahlung positiv steuernd einzugreifen, damit das nicht so oft gemacht wird.

Kiss: Wir sehen, dass über Gebärmutterhalskrebs im Gegensatz zu Brustkrebs wenig gesprochen wird. Wegen der sexuellen Übertragbarkeit der HPV-Viren ist die Erkrankung ein Tabu.

Standard: Liegt das daran, dass hier immer der unausgesprochene Vorwurf der Promiskuität mitschwingt, wenn sich eine Frau sexuell übertragbare Viren "einfängt"?

Kiss: Auch. In alten Büchern steht noch, dass Nonnen nicht am Zervix-Karzinom erkranken.

Standard: Stimmt das denn?

Kiss: Nein. Derzeit kommen Frauen verzweifelt zu mir und sagen, dass bei ihnen ein HPV-Virus nachgewiesen wurde. Wenn man nun erklärt, dass sie völlig gesund sind, verstehen das viele nicht, weil das doch krebserregende Viren sind. Zu 80 Prozent verschwinden die Viren aber wieder. Derzeit führt eine HPV-Befundung nur zu Verunsicherung.

Standard: Mit persönlichen Tragödien. Wo gleich der Verdacht auftaucht, der Partner sei fremdgegangen ...

Kiss: Ja, es sind unnötige Konfliktsituationen. Ganz anders ist es hingegen, wenn wir einen auffälligen Pap-Abstrich haben. Dann wird der HPV-Test sehr wohl eingesetzt zur Entscheidung, wie man weiter vorgehen soll: ob man rasch handelt oder zuwartet.

Standard: Das heißt, Sie empfehlen, ein organisiertes Programm mit Einladung und zentralem Register einzuführen.

Kiss: Es ist mit Zahlen beweisbar, dass es die beste Methode wäre, das Zervix-Karzinom zu verhindern oder auszurotten.

Standard: Was dürfen Gynäkologen für einen Abstrich verrechnen?

Kiss: Je nach Krankenkasse liegt das um die 3,50 bis fünf Euro.

Wiener: Jene Instrumente, die die Abnahme am zuverlässigsten machen, kosten schon fast mehr als das Arzthonorar.

Standard: Allein die finanziellen Anreize stehen also der Qualität entgegen. Wo müsste die öffentliche Hand denn Prioritäten setzen?

Wiener: Am wichtigsten wäre ein organisiertes Screening-Programm. Dazu gehört, dass die Qualität, die das AKH und andere derzeit freiwillig erfüllen, von wirklich allen teilnehmenden Labors und Gynäkologen eingehalten wird.

Standard: Man weiß aus Untersuchungen, dass ein auffälliger Pap-Befund von den Frauen meist als Krebsalarm verstanden wird, was mit Stress und Todesangst verbunden ist. Wie geschult sind Gynäkologen und werden Erklärungen honoriert?

Kiss: Ein Gynäkologe mit Kassenvertrag bekommt im Quartal 18 Euro. Für ein Therapiegespräch können sie noch fünf Euro extra verrechnen. Wahrscheinlich hat schlechte Qualität auch mit schlechter Bezahlung zu tun.

Standard: Wie gut kommunizieren Gynäkologen und Pathologen etwa in der Frage von Abstrichen, die aus Gründen der Qualität nur zu 70 Prozent beurteilbar sind?

Wiener: Die meisten Kollegen sind über ehrliches Feedback dankbar. Ich zeige auf den Fortbildungen regelmäßig, wie ein nicht so schöner Pap-Abstrich aus der Sicht eines Pathologen aussieht.

Kiss: Ältere Kollegen hat das schon irritiert, wenn hier das Feedback kam, dass ihre Abstriche nicht beurteilbar waren.

Wiener: Ich habe noch kein wirklich negatives Erlebnis in der Kommunikation mit Gynäkologen erlebt. Dass man verstimmt ist und dass einem die Situation nicht gefällt, ist etwas anderes. Aber man redet miteinander und sucht nach Lösungen.

Kiss: Es sind in der Generation, die jetzt in Pension gegangen ist, Dinge gelaufen, die wir heute nicht mehr ganz verstehen. In unserer Generation ist Qualitätskontrolle und externe Beurteilung aber eine Selbstverständlichkeit. Das war früher vielleicht anders, als es noch die Götter in Weiß gab. (Bert Ehgartner, DER STANDARD Printausgabe, 21.6.2010)

Wissen

Fakten zu PAP

Die Früherkennung des Zervix-Karzinoms (Gebärmutterhalskrebs) gilt als Erfolgs-Geschichte der Krebsvorsorge. In 25 Jahren hat sich die Sterberate halbiert. Der Erfolg wird dem Pap-Abstrich zugeschrieben, benannt nach dem Erfinder George Papanicolaou, bei dem Zellen aus dem Gebärmutterhals im Labor auf Veränderungen untersucht werden. Die Krebsabstriche erfolgen in Österreich nicht in Form eines organisierten Screenings, sondern opportunistisch: Untersucht werden jene Frauen, die zum Arzt gehen und den "Krebsabstrich" machen.

Daraus folgt, dass jüngere Frauen recht häufig untersucht werden und oft falscher Krebsalarm ausgelöst wird. Eine Folge davon sind jährlich rund 5000 "Konisationen", Operationen, bei denen verdächtiges Gewebe entfernt wird. Hier steigt das Risiko auf Fehl- und Frühgeburten stark an.

Frauen ab 40 Jahren - speziell jene aus niedrigerem Sozialmilieu - werden so hingegen selten bis gar nicht untersucht. In Ländern wie Finnland werden alle Frauen zwischen 30 und 60 Jahren im Abstand von fünf Jahren persönlich zum Pap-Abstrich eingeladen. Am Programm können nur Gynäkologen und Labors teilnehmen, welche strenge Qualitätskriterien erfüllen. Finnland hat heute fast keine Todesfälle mehr bei Frauen unter 50 Jahren. (ebe)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 29
1 2
wolfgang maurer
12
21.6.2010, 17:19

Und hier wird die finnische Situation sehr kritisch beleuchtet.

http://www.expert-reviews.com/doi/pdf/1... erv.09.140

Und da findet man auch, dass Finnland zwar ein excellentes Screening Program hat, dass aber die Häufigkeit des CervixCas seit 1992 ansteigt und besonders stark steigt bei Frauen zwischen 25 und 39 Jahren. (Siehe Fig 1 und 2.).
Screenen allein reicht also nicht aus- darin besteht internationaler Konsens- mann muss auch schleunigst die allgemeine kostenfreie HPV Impfung einführen, wie es ja vielfach bereits geschehen ist.
Am besten mit dem 4 fach Impfstoff, damit vermeidet man auch 90% der Geintalwarzen bei vorher Geimpften.

fanzoni1
00
23.6.2010, 12:53

Ich bezweifle, dass die Finnen Ihre Meinung teilen, Herr Maurer. Wenn es stimmt, dass in den meisten Jahren keine Todesopfer bei Frauen unter 50 Jahren zu beklagen sind, so wäre eine Impfung, die 30 bis 50 Jahre braucht, bis sie (hoffentlich) eine positive Auswirkung auf die Reduktion der Krebsfälle hat, wohl rausgeschmissenes Geld.
Es ginge wohl schneller, einen günstigen Effekt zu erreichen, wenn man das finnische Vorsorge-Programm übernimmt. Das Argument, hier in Österreich stehen alle so auf den Datenschutz, halte ich für vorgeschoben. In Wahrheit reden sich alle nur auf den Datenschutz aus, damit nichts unternommen werden muss.

wolfgang maurer
00
23.6.2010, 15:11

@fanzoni1
ich hab ja oben einen link angegeben in dem ein Arzt der Uni Turku die finnische Einstellung heftig kritisiert.
Er schreibt von einem Anstieg um 40 Fälle pro Jahr fast ausschließlich bei Frauen zwischen 25 und 39 Jhr. Und dass in F 30% der Eingeladenen nicht zum Abstrich kommen.
Es steht ja auch schon falsch im Artikel dass der Krebsabstruch eine Vorsorge ist, es ist aber nur eine Früherkennung, die muss verbessert werden. Primärvorsorge ist nur eine Impfung- die brauchen wir. Kostenfrei für alle incl Buben. Spart Leid und Kosten- warum sind wir zu blöd zum sparen?

Dagmar Rehak
 
10
23.6.2010, 13:28

Ich halte zwar die aktuelle Impfmode für verbesserungswürdig, aber die Impfung soll ja sofort wirken, nicht erst in 30-50 Jahren. Dr. Kiss hat das wahrscheinlich so gemeint, dass die Viren bis dahin ausgestorben sind.

Das mit dem Datenschutz halte ich auch für vorgeschoben. Den gibt es eh nicht mehr in Österreich, und die Leute akzeptieren das auch.

Dagmar Rehak
 
53
20.6.2010, 21:09
"Man weiß aus Untersuchungen, dass ein auffälliger Pap-Befund von den Frauen meist als Krebsalarm verstanden wird, was mit Stress und Todesangst verbunden ist. Wie geschult sind Gynäkologen und werden Erklärungen honoriert?"

Nicht ganz, Herr Ehgartner.
Manche Ärzte legen es schon drauf an, dass das Ergebnis des Pap-Abstrichs gründlich mistverstanden wird, sonst würde ja nicht alle wie die Lemminge zu den Konisationen rennen. Es ist ja wohl nicht so, dass die Frauen drum betteln müssen, konisiert zu werden, oder die Ärzte erst überzeugen müssen, dass diese Operation unausweichlich ist.

wolfgang maurer
03
21.6.2010, 15:45

Klar ist, dass das Screening Programm methodisch verbessert werden muss, inclusive HPV-PCR. Nur ist das teuer.
Komischerweise steht hier gar nichts über die HPV-Impfung- die ja der Herr Ehgartner entgegen der Evidenz als höchstwahrscheinlich unwirksame Vorsorgemassnahme bezeichnet hat.
In Australien sind 80% der Frauen zwischen 11 und 26 jhr geimpft, die Genitalwarzen gehen im real life bereits stark zurück.
Und überall in Europa wird die HPV-Impfung für erforderlich gehalten, und jedenfalls kein organisiertes Screenen als Impfersatz angedacht.
In Finnland lassen sich ca 1/3 der Eingeladenen nicht screenen.Und in Ö ist die Sterberate an Cervix Ca seit 1991 praktisch unverändert.
Und die HPV Impfung spart Kosten-das steht fest.

Dagmar Rehak
 
11
21.6.2010, 16:02

Die Impfung wirkt nur gegen die Krebs erregenden Viren. Ich dachte, Genitalwarzen werden von den anderen verursacht.

Anyuser
 
03
21.6.2010, 17:05
Kommt auf den Impfstoff an

Der Impfstoff Gardasil schützt auch vor Genitalwarzen. Cervarix nicht.

Chocoholic
00
WAS? sollte das nicht eigentlich der Aufhaenger dafuer sein?

Wer will diese Dinger schon haben?

Nirak8
01
21.6.2010, 11:49
das mag Ihre persönliche Erfahrung sein,

aber ich kenne viele Frauen, die nicht zur Konisation geschickt wurden, sondern vom Arzt beruhigt und wiederbestellt wurden und dann Entwarnung bekommen haben.
Ich denke, schlechte Erfahrung mit Ärzten hat jeder von uns schon hinter sich, das sollte aber deswegen nicht zur Verallgemeinung von Ärzten führen.

Dagmar Rehak
 
11
21.6.2010, 15:40
meine Statistik

Unter meinen Ärzten waren drei, die bei Pap3d definitiv Panik gemacht haben, eine "so schnell wie möglich" und die erklärte mir die Operation, als ob sie eine beschlossene Sache wäre, eine Anstalt hat mir sogar drei eingeschriebene Briefe geschickt mit dem Inhalt, dass das Ding "therapiert" werden muss, bevor es bösartig wird.
Eine Ärztin hat mir erklärt, dass Pap3d bedeutet, dass das Ding gutartig ist und keine Konisation notwendig ist.
Ein Arzt musste sich winden, weil er mir eigentlich zustimmte, dass das nix ist, wo man sich Sorgen machen muss, aber er "muss mich aufklären", und dann hab ich einen Zettel unterschrieben, dass er mich aufgeklärt hat, ich aber keine Konisation will.

Es waren also drei vollkommen Panik machend, eine 100% korrekt, einer gewunden.

Nirak8
00
21.6.2010, 17:17
da haben Sie wirklich Pech

mit Ihren Ärzten gehabt.
In der Regel wird bei Pap3d engmaschig (alle drei Monate) bis zu einem Jahr kontrolliert. Wenn dann nach wie vor Pap3d festgestellt wird ist eine Konisation der nächste Schritt.
Naja und Aufklärung ist doch auch gut, damit Frau sich kontrollieren lässt, weil ein Pap3 kann ja ein Pap4 werden und dann ist Feuer am Dach.

Dagmar Rehak
 
32
21.6.2010, 19:01
Nein, ich hab Glück gehabt. Eineinhalb von fünf Ärzten, also 30%, die die Wahrheit sagen über einen Pap3d, sind ein eher guter Schnitt.

Warum sollte eine Konisation der nächste Schritt sein? Da dürften Sie auch ziemlich fehlinformiert sein. Auch der fünfte Pap3d ist genauso harmlos wie der erste. Auch wenn er sich 20 Jahre hält, ist und bleibt er harmlos. Das einfach deswegen, weil ein Pap3d definitionsgemäß gutartig ist, und zwar genauso gutartig wie die kleine Stängelwarze in meiner Achsel. Die habe ich auch schon seit 20 Jahren, aber für die hat sich noch niemand interessiert. Beides hat nicht das geringste mit Krebs zu tun.
Aus einem Pap3d wird kein Pap4. Ich weiß, das Zahlensysten suggeriert, dass sich der Pap auf einer Art Karriereleiter befindet und nach zu kommen trachtet. Aber das ist nicht so. Ein eindeutig identifiziertes Pap3d-Ding wird niemals zu einem Pap4. Letzteres bedeutet Krebsverdacht, und das muss abgeklärt werden. Es kann sein, dass sich neben dem Pap3d-Ding ein Pap4-Ding entwickelt hat, was bei einer Frau mit schwächelndem Immunsystem nicht ungewöhnlich ist, aber eine gutartige Dysplasie entwickelt sich nicht zu einer krebsverdächtigen, nur weil man nicht konisiert. Und sollte das doch einmal passieren, würde ich mir die Abstriche selber anschauen, ob sie wich wirklich verändert haben. Manchmal verändern sich die Befunde nämlich auf wundersame Weise, wenn die Patientin partout keine Konisation machen will. Weil sind wir sich ehrlich: Die Gefahr, dass die Patientin den Befund kontrolliert, ist ziemlich gering.

mondkeksi
01
21.6.2010, 21:26

so einen schwachsinn habe ich hier schon lange nicht mehr gelesen.

wo steht geschrieben, dass pap3 gutartig ist??

ich hatte pap3, dann wieder pap2, dann wieder pap3 und irgendwann mal war's pap4, nach der konisation hat man festgestellt, dass ein teil des entfernten gewebes bereits pap5 und somit krebs war.

reden sie bitte mit einem fachmann zu diesem thema (und ein paar gibt es hierzu in wien!) und lassen sie sich aufklären.

und ein "schwächelndes" immunsystem hast bald einmal, genügt dass du im job stress hast oder gemobbt wirst und dein immunsystem ist im keller.

Dagmar Rehak
 
30
21.6.2010, 22:24

Pap3 ist definitionsgemäß gutartig. Deshalb nennt man ihn so. Wäre das nicht so, würde man ihn Pap5 nennen.
Das mit dem Krebs glaub ich nicht. Wenn da schon ein Krebs war, warum waren dann keine Krebszellen im Abstrich?

Nirak8
00
22.6.2010, 07:48

es gibt bei Tumoren negative Schnellschnitte während der OP und bei der genauen pathologischen Abklärung ist es positiv!

Dagmar Rehak
 
10
22.6.2010, 10:21

Das würde ja bedeuten, dass der Pap-Test überhaupt nicht geeignet ist, Krebszellen zu finden, denn wenn sich unter gutartigen Dysplasien Krebszellen verstecken können, dann wohl auch unter unauffälligem Epithel. Wenn diese Krebszellen nur durch Konisationen entdeckt werden können, gibt es keinen Grund, unauffälliges Gewebe unkonisiert zu lassen.
Es schützt also nur eine jährliche Konisation zuverlässig. Bei diesen altmodischen Pap-Tests bleiben regelmäßig Krebszellen, die mit dem Bürstchen nicht erreicht werden, unentdeckt.

Petzi Petz
06
21.6.2010, 14:32

Das ist die Dagmar Rehak, die hatte praktisch schon jede Krankheit (ich hoffe für sie, dass es nicht wahr ist), durchlief dann aber immer eine Spontanheilung ohne Behandlung und ohne moderne Medizin. Sie weiß alles besser als alle Mediziner dieser Welt zusammen - Krebs ist vermutlich auch nur eine Erfindung um den Patienten Angst zu machen. Und sehr häufig ist ihr Ratschlag, mehr Salz zu essen um das Blut dicker zu machen... ich glaub das sagt eh schon alles aus.

Dagmar Rehak
 
10
21.6.2010, 15:43
Äh, und...

Was für Krankheiten hatte ich denn schon? Und welche Spontanheilungen? Falls du Pap3d meinst: Das ist keine Krankheit und geht von selber weg.

Petzi Petz
01
21.6.2010, 16:20
Ich weiß nicht was Sie tatsächlich hatten:

Anscheinden sinds aber ein Wunderwuzi mit Wissen übers Prostatacarcinom (Urologen warnen vor "Dr. Hittichs" Wunderpillen, 27.05 13:16), sehr herabwürdigend finde ich auch Ihre Kommentare zur Wochenbettdepression, Gynäkologe und Hebamme zugleich? (Behandlungen für Mütter mit Wochenbettdepression, 08.06), und sehr qualifiziert auch hier (Prämenstruelles Syndrom: Krankheit od. Einbildung?, 17.06).
Salz: siehe Blutdruck (Mit voller Hose lässt es sich leichter stinken 14.05) - Ihre Kommentare sprechen ja für sich.

Also um es Zusammenzufassen: Krebs is Blödsinn, dem Patienten wird nur Angst gemacht, Bluthochdruck ist auch erfunden. Und Sie sind Facharzt für eh alles, ein verkanntes Genie sozusagen?!

Dagmar Rehak
 
20
21.6.2010, 16:40

Jetzt übertreibst du aber ein bisschen. Ich rücke nur ein paar Werbeslogans zurecht.

Anyuser
 
01
21.6.2010, 17:07

Sie sind vor allem unbeschreiblich großgoschert und gleichzeitig abgrundtief unwissend, dazu noch bewusst lernresistent.

Die Kombination macht's.

Dagmar Rehak
 
11
21.6.2010, 19:06

"großgoschert" lass ich gelten.

Cranio-schamanischer Bachblütenakupunkteur C30
01
21.6.2010, 17:12

Eine interessante Gemeinsamkeit mit dem Autor des Artikels...;-)

Blöd, dass die befragten Ärzte nicht wie gewünscht etwas gegen die HPV-Impfung gesagt haben.

Dagmar Rehak
 
10
21.6.2010, 15:42
Umgekehrt!

Man muss mehr Salz essen, um das Blut flüssiger und fließfähiger zu machen, denn Salz bindet Wasser. Dicker wird es mit Diuretika und Salzeinschränkung.
So steht es auch in jedem Nierenbuch.

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