US-Studie

Internetseiten werben für Essstörungen

18. Juni 2010, 11:26
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    foto: claudia hautumm/pixelio.de

    Die User werden dazu motiviert ihr essgestörtes Verhalten beizubehalten.

Forscher analysierten gefährliche Werbe-Homepages für Anorexie und Bulimie - Interessierte finden Tipps, wie sie schnell viel abnehmen

Washington - Hunderte Homepages werben im Internet für Essstörungen. Interessierte finden dort etwa Tipps, wie sie möglichst schnell viel abnehmen, wie sie eine Magersucht vor der Familie verbergen, oder wie man am besten nach dem Essen erbricht. "Einige Seiten enthalten gefährliche Ideen und verstörendes Material, die die Nutzer dazu motivieren sollen, essgestörtes Verhalten beizubehalten", sagt Studienautorin Dina Borzekowski von der Johns Hopkins Universität in Baltimore, die mit Kollegen 180 Internetseiten systematisch unter die Lupe genommen hat. "Andere Adressen sind weniger gefährlich."

Tipps für Magersucht und Bulimie

Anorexie oder Magersucht betrifft etwa ein Prozent junger Frauen. Bei der etwa doppelt so häufigen Bulimie erleiden die Betroffenen Essattacken und versuchen anschließend, das Gegessene zu erbrechen. Laut Studie waren 91 Prozent der Internetseiten frei zugänglich, 85 Prozent warben für Magersucht, etwa mit Fotos von dürren Prominenten. 83 Prozent gaben konkrete Tipps für Magersucht und Bulimie, aber 38 Prozent der Seiten enthielten auch Hinweise für eine Abkehr von dem überzogenen Schlankheitsideal.

"Diese Seiten sind ziemlich unterschiedlich", sagt Studienleiterin Rebecka Peebles von der Universität Stanford. Das spiegle die widersprüchlichen Gefühle der Betroffenen wider. "Viele Menschen mit Essstörungen haben Tage, an denen sie genesen wollen, und Tage, an denen sie daran überhaupt kein Interesse haben", erklärt sie. "Die Seiten reflektieren die individuellen Charaktere der Menschen, die sie besuchen." (APA)

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23 Postings
Birgit 68
32
22.6.2010, 20:16
Der ganze Aufruhr bezüglich Anorexie und Bulimie ist stark übertrieben,

und das erkennt man daran, dass man heutzutage nicht mehr schlank sein darf, ohne gleich eine Magersucht unterstellt zu bekommen.
Nicht jeder Schlanke hält eine Diät, oder erbricht ständig. Manche wollen einfach nicht mehr essen, weil der Appetit einfach nicht größer ist, oder weil das Hungergefühl gestört ist. Nicht überall ist da eine Absicht dahinter. Adipösen unterstellt man doch auch nicht, ständig absichtlich über die Stränge zu hauen? Nein, die gelten bloß als unbeherrscht. Wieso soll es das am anderen Ende der Skala nicht auch geben? Ein gestörtes Körpergefühl kann durchaus auch dazu führen, dass sich jemand satt fühlt, obwohl er es in Wirklichkeit nicht ist.

Desperate83
01

Richtig ist sicher, dass durch den überproportionalen Raum den Anorexie/Bulimie in den Medien einnimmt, Untergewicht mit Essstörungen gleichgesetzt wird. Allzu einfache Gemüter verstehen nicht, dass es sich bei Untergewicht um ein Symptom handelt, für das es bei weitem mehr Ursachen als nur Anorexie/Bulimie geben kann.
Viele chronisch-entzündliche Erkrankung wie auch auch Medikemante können zu erheblichem Untergewicht führen. Betroffene können ein Lied davon singen deshalb als Essgestörte/r abgestempelt zu werden.

suboptimal
 
02
Sie haben Recht, wenn es um _einzelne_ Frauen geht.

In einer österreichischen Kleinstadt gab es in einer Oberstufenklasse eine ganze Gruppe magersüchtiger Mädchen, die sich jeden Tag zu jedem Deka weniger gratulierte. Erst als die ständige "Siegerin" starb, merkte die Zweitdünnste, dass sie doch leben wollte und konnte gerettet werden, weil sie selbst es wollte - ein langer Weg mit noch immer fraglichem Ausgang, wie wir alle wissen. Auch die anderen waren kuriert von ihrem zweifelhaften Wettkampf. Die tote "schlanke" Siebzehnjährige hat allen anderen das Leben gerettet, ein hoher Preis.

amelie luna
03
23.6.2010, 10:12
Hier geht es aber um etwas anderes!

In diesem Artikel geht es aber um eine Gruppe meist junger Mädchen die sich "ProANAS" nennen ( = ProAnorexia), die die Magersucht in Blogs dokomentieren und andere animieren weiterzumachen. Abgebildet sind Bilder von meist wirklich dürren (und ich bin selbst schlank) nicht mehr gesund aussehenden "Vorbildern" - die vl bei einer Größe von 1,65 max 40 Kg wiegen.Ziel dieser Mädls ist es genauso dürr und am besten noch dünner zu werden -die Erfolge werden oft in einem LoseWeight Diary dokumentiert.Also durchaus eine Gruppe von Menschen die wirklich ein Problem mit der eigenen Körperwahrnehmung haben. Also bitte zuerst informieren, bevor man das runterspielt.Ansonsten hast du mit deiner Aussage schon recht-nicht jeder der dünn ist,ist krank!

zippy
54
20.6.2010, 11:22
Das übliche Mobbing der schlanken Figur

Wegen der wirklich wenigen Hungermasochistinnen werden sehr viele normal schlanke Frauen massiv gemobbed. Alles nur, weil sich Größe 44, die sich wie eine Knackwurscht in Größe 42 zwingt, einreden muss, sie wäre schlank als wie, und alles schlankere krank.

Eine befreundete Hobbysportlerin leidet massiv darunter. Die ist nebenher blitzgescheit, aber kann sich bei jedem Erfolg anhören, sie hätte wohl jemandem die Augen verdreht. Dabei ist seit der Schule das Gegenteil der Fall: Nichts als Nachteile wegen der alle-drehen-sich-um-Figur.

ParanoidBoxdroid
12
21.6.2010, 23:30

get real.

mehr kann man dazu nicht sagen...

Birgit 68
01
22.6.2010, 20:05
Schon mal überlegt,

ob es vielleicht noch andere Gründe für eine schlanke Figur geben könnte als Anorexie oder Bulimie?
Als da wären: Sport, wenig Appetit (das Gegenteil von dem, was man den Dicken gerne nachsagt) oder ein gestörtes Körpergefühl, das sich in einem (zu) frühen Sättigungsgefühl äußert?...
Nicht immer steckt da eine Absicht (psychologisch motivierte Sucht) dahinter.

Yuya
00
21.6.2010, 10:03

warum denn rot? Diese Seite der Medaille gibts genauso.

«»
02
19.6.2010, 17:35
Das Wort Essstörung...

... hat drei „s“ hintereinander!

Hefeweizerlbier
23
19.6.2010, 13:43
MondXicht
10
20.6.2010, 18:36

Aufmarsch der Fischgräten.

Lebens- und Frauenberaterin
72
20.6.2010, 11:24
Ernährungsdisziplin und regelmäßig Sport, damit

sind solche Traumfiguren für viele Frauen zu haben!

Die meisten lassen sich halt gehen...vor allem wenn sie mal verheiratet sind...

Desperate83
00
Modelmaße sind für die wenigsten zu erreichen...

...weil die meisten Models schon einen von Natur aus schmäleren Körperbau besitzten als die Durchschnittsfrau.

.MS.
00
19.6.2010, 22:19
Tja für Geld tun manche alles

Models schaffen es auf Kosten ihres Körpers mit ihrem Körper Geld zu verdienen (jetzt wo ich es schreibe, erinnert es mich mehr an eine andere Berufsgruppe - egal), für Menschen mit einem anderen Beruf sollte klar sein, dass eine gute Gesundheit das wichtigste Grundkapital ist.

Das ist verdammt schwer - auch als Normalgewichtiger habe ich meine Cholesterinwerte schwer in den Griff bekommen (und sicher nicht mit Mitteln aus der Werbung) und trinke immernoch viel mehr Kaffee, als mir - subjektiv empfunden - gut tut.

Nirak8
14
18.6.2010, 22:36

solange die Models "Hungerhaken" sind, wird es schwer sein, junge Mädels davon abzuhalten, selbst dünn zu sein - sie wollen sich mit den Models identifizieren.
Was ich trotz allem erstaunlich finde, ist, dass unter Jugendlichen fast keine "normal" gewichtigen mehr sind, entweder sind sie unterernährt oder zu dick.

Hauptsache dagegen
112
18.6.2010, 21:21

Kein Extrem ist gesund; weder Fett- noch Magersucht. Ich finde es aber sinnvoller, wenn man nach dem letzteren strebt (wobei man es nicht erreichen sollte).

Peter Widzky
02
19.6.2010, 11:43
der ideale bmi ist 22 (aus ärztlicher sicht)

den hab ich, und damit lässt sich schon ein warnzeichen eins bierbauches erwerben...

die messmethoden sind einfach falsch - der fettwert sollte der maßstab sein.

Round'n'round it goes
14
19.6.2010, 09:32

Was du hier verharmlost ist eine Krankheit, an der Menschen ganz schnell sterben können. Starkes Übergewicht ist natürlich nicht gesund und sollte auf alle Fälle bekämpft werden. Aber als Übergewichtiger hat man eine deutlich längere Überlebenschance als als Magersüchtige.
LG, Round'n'round, deren Freundin vor zwei Jahren mit 35 Kilo unter Zwangsernährung gestorben ist, weil der Körper durch das jahrelange Nichtessen verlernt hat, Nahrung (selbst Flüssigernährung) aufzunehmen - sie ist einfach verhungert.

Birgit 68
10
22.6.2010, 20:12
Frage:

Ab wann ist man Ihrer Meinung nach magersüchtig bzw. übergewichtig?
Im 1. Fall wahrscheinlich, sobald man daran stirbt, und im 2.?

alte frau
32
18.6.2010, 18:33

ich fühle mich zu dick. wieso gibt es keine links zu diesen seiten?

Wieviel Demokratie ist es bitte?
46
18.6.2010, 17:41
180 Websites werben für Magersucht

500 Millionen Websites in allen Sprachen werben für Fettsucht.

lulz.

Zachi1
156
18.6.2010, 13:11
Werbung für Essstörungen gabs sogar hier!

Wie sonst sollte man das Essen von Tofu anders bezeichnen als als Essstörung?

contains sugar
12
18.6.2010, 19:53

per definition ist jedes absichtlich anders essen eine essstörung.
nur wer isst, worauf er lust hat und wenn er hunger hat, hat keine essstörung.

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