Zukunft auf Französisch

18. Juni 2010, 16:45
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    Mit dem Fluence Z.E. durch Paris. Sie sagen: "Na und?" Gemach, hier geht's um die Zukunft. Der Wagen ist Teil der ambitionierten E-Auto-Strategie von Renault. Und Z.E. steht für null Emissionen.

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    Der Elektro-Kangoo beim Tanken.

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    Ein Diesel-Espace mit Stickoxidfilter beim Atelier Umwelt. Teil der Öko-Offensive Renaults.

Die Mittelklasse elektrifiziert sich. Nächstes Jahr bringt Renault den Fluence als erstes E-Auto für alle. Leistbar auch für die Mittelklasse

Prognosen erwarten einen Anstieg des Fahrzeugbestands von 700 Millionen auf 1,3 Milliarden, wenn die Begeisterung für das Autofahren und die Kaufkraftentwicklung der Schwellenländer anhalten. Vor der Kulisse teurer, zur Neige gehender und immer komplizierter zu fördernder Rohstoffe und einer Umweltbelastung, die Grenzwerterlässe hervorgerufen hat, begann eine fieberhafte Suche nach effizienteren Antriebstechnologien. Renault setzt seine Initiative unter die Schlagzeile "Nachhaltigkeit für alle". Dabei handelt es sich um eine ganzheitliche Betrachtungsweise vom Produktionsprozess bis zur Wiederverwertung.

Neben der Entwicklung energie- und ressourcenschonender Automobilwerke, wo der Standort Tanger/Marokko als Null-CO2-Vorzeigeprojekt ab 2012 den Betrieb aufnehmen wird, steht natürlich das Auto selbst im Mittelpunkt. Man packte das Problem von mehreren Seiten an. Erstens unterzog man die herkömmlichen Verbrennungsmotoren einer scharfen Revision und stieß auf Sparpotenziale, die den Verbrauch und damit die CO2-Emission reduzierten.

Downsizing, also Verringerung des Hubraums mit dem Leistungsausgleich durch Turbo, aerodynamischer Feinschliff, Start-Stopp-Systeme, Gewichtsreduktion und Reibungsverminderung bringen Einsparungen von bis zu 20 Prozent und drücken den CO2-Ausstoß - bei kleinen Autos - schon unter die 100-g-Schwelle.

Der neue 1.6 l DCi 130 Turbodiesel Motor wird dieser Aufgabe vorbildhaft gerecht, vermeidet er doch 30 g CO2 gegenüber dem Vorgänger. Er wird 2011 seinen Dienst in mehren Modellen von Renault und Nissan antreten.

Beim reinen Elektroantrieb scheint die französisch-japanische Firma doch einen Schritt weiter in die Zukunft zu setzen. Schon nächstes Jahr kommen mit dem Kangoo und dem Fluence die ersten Serien E-Autos auf den Markt, denen man von außen (und innen) nichts Versuchshaftes oder hochfahrend Visionäres ansieht. Den Kangoo kennt man, der Z.E. (Zero Emission) unterscheidet sich durch die Steckdose in der Motorhaube und dem 60 PS E-Motor darunter.

Der Fluence wird als Stufenhecklimousine flüsterleise durch die Lande strömen. 95 PS und 226 Nm Drehmoment lassen keine Beschwerden zu, nur die Reichweite der 250 kg schweren Lithium-Ionen-Batterie zwischen Kofferraum und Rücksitzen wird auf ideale 160 km beschränkt sein. An der 220-V-Steckdose lädt der Fluence in sechs bis acht Stunden, am Starkstrom in 30 Minuten, und mit dem Quickdrop-System wird die ganze Batterie automatisch in drei Minuten ausgewechselt. (Andreas Hochstöger/DER STANDARD/Automobil/18.06.2010)

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20 Postings
Irgendwer von Irgendwo
07
18.6.2010, 22:19
ich war nie ein fan von französischen autos...

aber seit die japaner die hände im spiel haben, wirds immer interessanter. an alle skeptiker von neuen technologien: die nachfrage bestimmt den markt! es braucht schon ein paar idealisten um etwas zu bewegen! es sei dahingestellt welches nun die beste lösung ist auf dauer. aber durch unser konsumverhalten können wir signalisieren wie wir uns eine welt in von mir aus 30 jahren vorstellen!

klar kent
20
20.6.2010, 13:16

hihi..wie lieb ein idealist, positiv :-) schlussendlich setzt sich der eigennutz durch ;-)

Irgendwer von Irgendwo
00
20.6.2010, 15:36

meiner meinung nach ist utilitarismus eigennützig ;-}

klar kent
00
20.6.2010, 19:31

na, ich hoffe sie behalten ihren idealismus bei und werden im laufe des lebens, bedingt durch "entromantisierte" oder "entidealisierte" erfahrungen, nicht zynisch oder werden als träumer ausgelacht.

jedenfalls viel glück, mut und erfolg dabei :-) ich hab da so meine zweifel, dass sich ein ideal in einer kapitalrationalorientierten gesellschaft durchsetzt.

"zuerst kommt das fressen, dann die moral " ;-)

Irgendwer von Irgendwo
00
23.6.2010, 18:03

ich gebs zu. ich bin ein kleiner trekkie ;-)
weil ich mir einfach gut vorstellen kann, dass ein leben in einer gesellschaft, in welcher die menschen nicht nach materialistischem sondern geistigem und moralischem reichtum streben, lebenswerter ist.
freunde kann man nicht kaufen und geld kann man nicht essen ;-)
ich gebe zu dass es einem diese einstellung in unserer derzeitigen welt nicht einfach macht.

Der Tod
00
21.6.2010, 08:29
stimmt

"zuerst kommt das fressen, dann die moral " ;-)

nur wer braucht wirklich den 5er BMW für Stadt Wien da würde egal was mit E Antrieb auch genügen.
Das Problem Auto, ist ja eher das jeder glaubt wenn er sein Zumpfi hinten auflegt, dann zählt das Auto mit..
Es war merkbar weniger los auf der Strasse wie der Sprit so massiv teuer wurde. Es wäre schade wenn das die einzige Möglichkeit ist die Leute zu bewegen.

Leider wird ohne vernünftige politische Massgabe das E Auto nur in noch dunklere Zeiten (= Atomenergie) führen. Und den derzeitigen österr. Politikern traue ich hier leider garnichts zu.

Auch eine Minderheit kann etwas bewirken, wenn sie nur hartnäckig genung ist

klar kent
00
21.6.2010, 22:37

"Auch eine Minderheit kann etwas bewirken, wenn sie nur hartnäckig genung ist"

das nur in sachen, die nix "kosten" ;-) ist mein realistischer zugang. die meisten denken da wohl eher "pragmatisch" und kurzfristig anstatt nachhaltig.

ist mal meine gewagte gesellschaftspsychoanalyse ;-)

Der Tod
00
22.6.2010, 07:49
darum

wäre es ja an der Politik die entsprechenden Anreize zu schaffen.

Dafür das die Herrn nur viel Geld kosten und zu nichts zu gebrauchen sind, kann ich jetzt nichts.

Aber ich seh selber wieviele Autos bei mir in der Strasse stehen und nur einmal die Woche zum Grosseinkauf bewegt werden. Und jedes 2 Wochenende für einen Ausflug..

da würde doch ein E Auto wirklich Sinn machen.

Parkschwein
00
22.6.2010, 21:01

bloß reicht dann jedes 2. wochenende das e-auto nicht aus. hier macht ein auto wie der opel ampera sinn, mit dem kann man dann auch mit der familie aufs land fahren. die leute wollen nunmal ein auto das alle anwendungsgebiete, inkl. skiausflug im winter, abdeckt. wenn das nicht so wäre, würden die meisten wohl nen smart, iq o.ä. oder nen sportlichen zweisitzer fahren :-)

Irgendwer von Irgendwo
00
23.6.2010, 17:57
es fehlt bis dato die infrastruktur...

ich denke da an tankstellen mit akkutauschstationen.

klar kent
01
22.6.2010, 10:47

das ist schon richtig. doch wer wählt die politiker?
es wird wohl eher so gewählt nach eigenem befinden bzw. vorteil.

ist wohl ne art, was war zuerst da, das ei oder die henne?

nanananananana
 
72
18.6.2010, 16:58
Nächstes Jahr bringt ....

Jajajaja, Ankündigungen hamma nun schon wirklich reichlich.
Seit 2000 wird ununterbrochen angekündigt. Und wo sinds die E-Autos für jedermann?

Die einzigen die ein brauchbares E-Auto mit PS am Markt haben sind wieder mal die Amerikaner - nennt sich Tesla. Und dieser Tesla Roadster ist aufgrund der ernormen Nachfrage über Jahre ausverkauft.

Li-Ion
00
21.6.2010, 01:07
öh, nein

Der Tesla Roadster ist nicht gerade ein Fahrzeug das ich als 'brauchbar' bezeichnen würde, da ich mit diesem Wort auch 'alltagstauglichkeit' verbinde.

Heavyweather
00
19.6.2010, 00:11

Die sind für better place konzipiert.
Im Idealfall kauft man ein leeres Auto mit Akkuleasing oder einem anderen Geschäftsmodel.
Dann ist die Karre selbst billiger als ein Verbrenner.

Die Reichweite verbessert sich mit neuen Akkus...sind ja schliesslich zum wechseln.

Parkschwein
01
18.6.2010, 19:11
PS

rotstricherl is ned von mir.

Parkschwein
31
18.6.2010, 19:05

"brauchbares E-Auto mit PS am Markt"
toll, um die hälfte kriegt man ne fast baugleiche elise supercharged, die abgesehen von der beschleunigung auf 100 in jeder hinsicht bessere fahrleistungen liefert, und um die differenz kann man seeehr lange tanken (v.a. da die elise auch nicht allzuviel braucht)

und brauchbar?! ja zum fahren ist das ding brauchbar, sehr sogar, für sonst aber auch garnix. drittwagen. im winter und bei diversen bodenwellen reißt man sich überall die gfk-karosse ein.

Jo eh...
00
18.6.2010, 17:45

Die E-Autos für jedermann wirds erst dann geben wenn sich ein Konsortium mehrerer großer Hersteller auf einen Akkustandard geeinigt hat und großen Tankstellenketten finanzielle Zuschüsse zahlen wird um diese zu laden und lagern. Und das wiederum wirds erst dann geben wenn die Konsumenten, v.a. in Europa, ihre Vorurteile abgelegt haben. In Asien gibts unendlich viele E-Roller, in den USA sehr viele Hybrid-Autos, aber in Europa? Da siehts noch düster aus, da stinkt und lärmt man weiter vor sich hin...

Heavyweather
02
19.6.2010, 00:09

Renault baut die doch für better place.
Die haben einen Vertrag über 100.000 EVs bis 2016.

Die 160km Reichweite gibts mit den Akkus die am Anfang ausgeliefert werden.
Wenn es bessere gibt wird es die dann für mer Reichweite auch zum tauschen geben.

Österreich ist auch nicht der Markt der zu Beginn bedient wird.
Ausser es passiert noch etwas in Richtung Wechselstationen in AT.

der Pinguin
 
00
22.6.2010, 16:36
Wechselstationen

Renault startet jetzt ja das Projekt in Israel, bei dem ein eTankstellennetzwerk mit Wechselbatterien aufgebaut wird.

Tankstelle hinfahren - Akku tauschen - weiterfahren. finde ich bis jetzt am sinnvollsten. Denn wer ladet schon 8h sein Auto auf um dann 160km fahren zu können..

Heavyweather
00
22.6.2010, 18:03

Am Standard vorbeigegangen ist auch die Nachricht dass Rainer nächstes Jahr 100 BYD e6 mit 350km rein elektrischer Reichweite importiert.
Die lassen sich in 30min schnellladen oder eben über 7h voll.

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