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Radler müssen auf Radwegen so ziemlich mit allem rechnen.
Die Dame im Pkw hupte. Weil ich vor dem News-Tower vor ihr stand: Ich möge, hupte sie, mich schleichen - und zwar auf den Radweg.
Dort (gefühlte Breite: 80 cm) standen sechs erwachsene Radler. Einer mit Kinderanhänger. Ein Paar hatte Kinder auf Rädern dabei. Auf zwei Auto-Geradeausspuren warteten vier Autos auf Grün. Ich saß auf dem Rennrad.
Beim fünften Hupen fragte ich sie, wo ihr Schmerz säße. Die Dame fragte (freundlich) zurück: "Sehen Sie den Radweg nicht?" Dass Rennräder auf die Straße dürfen, wusste sie nicht: "Damit rechnet doch keiner." Bevor wir zum Vertrauensgrundsatz kamen, sprang die Ampel auf Grün.
Ich kann die Dame verstehen: Kein Autofahrer rechnet auf der Fahrbahn mit "artfremden" Fahrzeugen. Also drängt alles auf Wiens haarsträubend unterdimensionierte Radwege: Touristen lassen sich wegklingeln - die prinzipiell Kreuzungen blockierenden Hop-on-Hop-off-Busse oder Lieferanten, die per Warnblinkanlage Geh- wie Radwege zu Parkplätzen umwidmen, nicht. Dazu kommen Inlineskater und Gratisrad-Benutzer, die unsicher schlingernd Richtungsradwege oder Mehrzweckspuren geister-beradeln. Und als Topping gibt es Touristengruppen auf Segwayrollern: Radfahrer müssen mit all dem rechnen - (exekutive) Hilfe oder (stadtplanerische) Abhilfe gibt es nicht.
Am Praterstern traf ich die Dame im Pkw wieder. Sie ließ das Fenster herunter: "Diese Radwege sind eine Katastrophe. Ich würde auch ohne Rennrad auf die Straße ausweichen. Damit müssen Autofahrer wohl in Zukunft rechnen." (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/18.06.2010)
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Fahrräder gehören auf den Radweg. Gibt es keinen, dann keinesfalls auf die Straße sondern auf den Gehsteig oder Fußweg.
Kommt mir ein Radfahrer auf der Straße daher, dann ziehe ich ganz leicht am Zügel, weas außer dem Rentier vor dem Schlitten niemand merkt. Ausgenommen der Radfahrer, der liegt dann nämlich im Graben. Damit müssen Radfahrer wohl in Zukunft rechnen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass diese Kolumne eingestellt werden soll.
Herzelichst
Ihr Lappe
... völlig idiotisch angelegt! Z.B. bei uns gibt´s einen, den haben sich die Schildbürger ausgedacht:
Fahre auf der Straße und komme zu einer Kreuzung, an der ich nach Überquerung für etwa 100 m auf die linke Seite wechseln müsste, nur um dann auf der falschen Seite links einzubiegen!
einen gehweg einfach auch radweg zu nennen ist grober unsinn, erzieherisch kontraproduktiv.
hier wird ein vollständig entbehrlicher konflikt zwischen fußgänger und radfahrer erzeugt.
hier werden neue, völlig unnötige gefahrensituationen erzeugt.
gehwege nur für fußgänger !
ja. die buben und mädchen denen es nicht schnell genug geht mit all den anderen langsamen radlern. ich kenn das schon auch. aber im prinzip ist es wie beim autofahren auch: pressen (schnell und ungut fahren) zahlt sich in der stadt nicht aus. ich fahr tgl. die landesgerichtsstr. und da geht sowieso nichts wegen der ampeln. heute morgen hatte es eine ältere dame unglaublich eilig und musste in der maria theresien gasse noch drängeln - vorne bei der lerchenfelderstr. hatte ich sie wieder und bin sooo gemütlich gefahren. leute mit den rennrädern: euer max 7min vorsprung beim ankommen ist echt nicht der rede wert. trotzdem will ich als tourenradlerin auch auf die straße. räder gehören auf die straße in der stadt.
ständig an einer roten Ampel zu stehen. Wenn man jeden Tag seine Stammstrecke zur Arbeit fährt, weiß man, wie man die nächste Ampel am Besten bei grün erreicht: entweder schön langsam oder mit flottem Tempo.
Auch ich fahre jeden Tag die Landesgerichtsstraße. Mit meinem Elektrofahrrad erreiche ich gemütlich 25-30 km/h. Da freue ich mich dann nicht besonders wenn ich einen langsamen Radler nicht überholen kann, weil der Radweg zu schmal ist. Und die nächste Ampel dann unmittelbar vor uns auf Rot schaltet...
"Laut sueddeutsche.de soll der Radfahrer mit seinem Mountainbike entgegen der Fahrtrichtung auf einem Radweg unterwegs gewesen sein.
Ein parkender Kleinbus habe dem Fahrer die Sicht erschwert, sagte der Polizeisprecher. Der Radfahrer sei frontal auf die Motorhaube und gegen die Windschutzscheibe des schwarzen 7er BMW geprallt und rund sechs Meter durch die Luft geschleudert wiorden."
(Zugegeben ich weiß nicht ob das in München der Fall war).
ABER: dass Radfahrer oft auf Radwege außerhalb der Sicht des Autofahrers verbannt werden, z.B. hinter Hecken und parkende Autos, ist für Radler natürlich extrem gefährlich. Daher wäre es wichtig, die depperten gemischten Geh-und-Radwege, die eigentlich nur Gehsteige sind die eine zusätzliche Tafel bekommen haben, aufzulassen, und den Radlern eine ordentliche Infrastruktur AUF DER STRASSE anzubieten.
ich hatte gestern die gelegenheit, mit einem spö-bezirkspolitiker eines inneren bezirks über die radpolitik in wien zu diskutieren.
(nicht wirklich überraschendes) resümmee: so lange die spö in wien das sagen hat, wird die verkehrspolitik immer und ausschließlich an den autofahrern ausgerichtet sein und bleiben.
die offizielle linie der spö ist "platz für autos und schutz für fußgänger, wenn sich das noch ausgeht".
für stadtradler hat die spö nichts anzubieten - nicht einmal die bereitschaft, über einige wenige sinnvolle verbesserungen nachzudenken. wird alles mit dem argument "kostet zu viel" abgeschmettert. (als ob der autoverkehr gratis wäre...). dafür brüstet man sich mit der offiziellen radwegestatistik.
... wäre ganz leicht möglich und noch dazu so gut wie gratis: die abschaffung der radweg-benützungspflicht.
warum soll man hinter traumradlern hinterherzuckeln, wenn daneben zwei oder mehr fahrspuren zur verfügung stehen?
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