"Max Weiler - Die großen Werke" für den Öffentlichen Raum

17. Juni 2010, 15:31
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Jubiläumsaustellung zum 100. Geburtstag im Tiroler Landesmuseum

Innsbruck - Max Weilers (1910-2001) Arbeiten für den Öffentlichen Raum stehen bis 31. Oktober im Zentrum einer Jubiläumsausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum unter dem Titel "Max Weiler - Die großen Werke". Die Schau möchte unter anderem mit Skizzen und Entwürfen die Genese der wichtigsten der 40 großen Werke des Künstlers nachvollziehbar machen, erklärte Kurator Günther Dankl am Donnerstag der Eröffnung.

"Mit den öffentlichen Werken kann man das gesamte Oeuvre Weilers durchschreiten", so Dankl. Für den Künstler, dessen Geburtstag sich am 27. August zum 100. Mal jährt, hätten die großen Arbeiten immer auch einen Abschluss einer Schaffensperiode bedeutet. Auf vielen Fresken habe er daher verschiedene Elemente einer Periode einfließen lassen, schilderte der Kurator. Daher sei dieser Bereich auch besonders "spannend". Die Witwe des Künstlers, Yvonne Weiler, habe ihr gesamtes Archiv zur Verfügung gestellt. Insgesamt seien rund 600 Skizzen Weilers im Zuge der Arbeiten für die Ausstellung aufgearbeitet und katalogisiert worden.

"Wir wollten ein rundes Bild seines Schaffens zeichnen", sagte Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen. Zudem sei bei den Arbeiten für die Schau der "Erkenntnisfortschritt" ein wesentlicher Faktor gewesen, da die öffentlichen Werke Weilers laut dem Direktor bis jetzt noch nicht wissenschaftlich bearbeitet wurden. Man habe versucht, diese "fruchtbare Zusammenarbeit" auch für die Besucher greifbar zu machen.

Weilers öffentliches Werk begann 1945 mit dem Auftrag, die Theresienkirche auf der Innsbrucker Hungerburg zu gestalten, und reicht bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Es umfasst unter anderem das Fresko in der Friedenskirche Linz/Urfahr (1951), die Glasfenster in der Kapelle der Eucharistieschwestern in Salzburg/Herrnau, die Wandmalereien im Innsbrucker Hauptbahnhof (1954/55) und den Eisernen Vorhang im Tiroler Landestheater (1967) sowie die Wandbilder im Casino Innsbruck (1992/93). (APA)

 

  • Betonglasfenster der Kapelle der Eucharistieschwestern in Salzburg-Herrnau (1959, Foto: Archiv Yvonne Weiler)
    foto: tiroler landesmuseum / yvonne weiler

    Betonglasfenster der Kapelle der Eucharistieschwestern in Salzburg-Herrnau (1959, Foto: Archiv Yvonne Weiler)

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