600 Jahre nach der Schlacht von Tannenberg

20. Juni 2010 12:01

Mittelalterliche Rüstungen und Waffen im Kunsthistorischen Museum Wien

Wien - Anlässlich des 600. Jahrestags der Schlacht von Tannenberg 1410 zeigt das Kunsthistorische Museum Wien in der Hofjagd- und Rüstkammer in der Neuen Burg mittelalterliche Rüstungen und Waffen, darunter ausgewählte Exponate wie Sporen und Steigbügel von Polens ehemaligen König Kasimir. Die Ausstellung "Die Schlacht von Tannenberg 1410" läuft bis 10. Oktober. Die kriegerische Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Orden und der vereinten Streitmacht des Königreichs Polen und des Großherzogtums Litauen war eine der größten Schlachten des Mittelalters in Europa.

Exponate aus den Beständen der Hofjagd- und Rüstkammer sowie aus der Schatzkammer und dem Archiv des Deutschen Ordens sollen in der Ausstellung an den Konflikt erinnern, der am 15. Juli 1410 in der Schlacht bei Tannenberg - im heutigen Polen - seinen Höhepunkt fand. Der Sieg der Heeresverbände Polens und Litauens gegen die Deutschen ebnete damals den beiden Siegerstaaten den Weg in eine gemeinsame Zukunft. Die Legende der Schlacht wirkte stark identitätsstiftend auf die Nationalstaatsbildung der Polen und Litauer. (APA)


Ausstellung
"Die Schlacht von Tannenberg 1410".
Kunsthistorisches Museum Wien, Hofjagd- und Rüstkammer (Neue Burg).
18. Juni bis 10. Oktober, jeweils Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Kommentar posten
24 Postings
Heimwerkerkönig
 
21.06.2010 17:32
Und so gehts...

... am ehemaligen Schlachtfeld jährlich zu (zweites Bild):

http://de.wikipedia.org/wiki/Reenactment

Küüühl!

Ich bin klug
21.06.2010 15:15
Laut Postings scheint der Text Mist zu sein.

Daher hab ich nichts gelesen. Ist das jetzt ein Fehler?

Antun Zonger
21.06.2010 04:00
Die Legende der Schlacht

wirkte so identitätsstiftend, daß sie Jahrhunderte später Ludendorffs Schützling den Weg zur Macht ebnete.
Der Gedanke, Polen wäre heute noch litauische Provinz mit sich daraus ergebender Identität, belustigt. Andrerseits verursacht es Sorge, wenn der Gedanke, es da "den Deutschen" gezeigt zu haben, noch immer zur geistigen Tradition gehört. Das kommt gleich nach jüngsten britischen Pressemeldungen, "deutsch Panzer" hätten Australien beim Fußball besiegt. Dagegen ist ja eine Mitgliedschaft im Olympia-Altherrenteam beinahe vernachlässigbar.

Nick Tameer
21.06.2010 07:30

Ludendorffs Schützling - Friedrich Ebert? Ludendorff sprach sich, wie wiki zutreffend sagt, "am 29. September 1918 auf einem Zusammentreffen (...) mit dem Kaiser in Spa für ein sofortiges Waffenstillstandsangebot (...) und – aus taktischen Gründen – für eine Parlamentarisierung der Regierung aus (...) Zivile, insbesondere sozialdemokratische Politiker sollten damit die Verantwortung für die Beendigung des Krieges übernehmen; hierin lag der Keim für die Dolchstoßlegende."

Die Sozialdemokraten, allen voran der patriotische Ebert, gingen - um Gottes willen bloß keine Revolution! - freudig in diese schlaue Falle.

Hitler und Ludendorff waren trotz ihrer Zusammenarbeit beim Münchener Putsch 1923 aber eher Rivalen auf der extremen Rechten.

Der Weise von Zion
21.06.2010 14:09

könnte auch lenin sein: der bolschwistenzug von zürich
oder die org c
;-)

Dyne
20.06.2010 22:49

Zur Feier gabs dann "Polnische" und "Litauer-Aufstrich" !

Tomas T
15.07.2010 09:28

Nicht litauer sondern liptauer - Liptau ein Gebeit in der Mittelslowakei, nicht Polen.

lg

Dyne
20.06.2010 19:14

Wann feiern wir den 10.000 Jahrestag des Sieges des Homo Sapiens über die Neandertaler ?

Nick Tameer
20.06.2010 13:07

"Die Legende der Schlacht" - in der das Heer des Königs Kasimir "gegenüber den Deutschen" siegte - "wirkte stark identitätsstiftend auf die Nationalstaatsbildung der Polen und Litauer."

Aua.

Mein innerer Deutschlehrer ist dadurch aus dem Tiefschlaf aufgeschreckt und wollte randalieren, aber ich konnte ihn mit Morphium sedieren. Ich möchte das aber nicht noch einmal durchmachen!

APA! Präpositionen pauken!!

europa.eu
23.06.2010 06:44
Was lernt man in Publizistik eigentlich?

Schreiben kann es ja wohl nicht sein.

Der Schurke mit der Gurke
21.06.2010 08:19

Mein innerer Deutschlehrer ist bereits bei "...Sporen und Steigbügel von Polens ehemaligen König Kasimir" aufgeschreckt.

Nick Tameer
21.06.2010 20:52

Dann müssen Sie sehr unter und mit ihm leiden. Meiner ist Gott sei Dank schon etwas schwerhörig (auch die Augen lassen nach) und ihm entgeht manche falsche Dativ- oder Akkusativform.

lothar matthäus
20.06.2010 21:40
Alterieren


Sie sich nicht so!

Als eine von vielen Komponenten kann eine Legende schon identitätsstiftend "auf" den Prozess einer Nationalstaatsbildung (ein)wirken!

Wegen sowas brauchen S' nicht zum Morphinisten zu werden!



Antun Zonger
21.06.2010 18:20

Richtig muß es, um sich dem üblichen Standrad anzupassen, heißen: "Alterieren Sie Ihnen nicht so!"

Nick Tameer
20.06.2010 23:29

Sie sollten mir wirklich glauben, dass ich und mein innerer Deutschlehrer, obwohl der bei meiner Identitätsbildung mitwirkt, keineswegs die gleichen Personen sind.

Aber, sehen Sie, Sie machen es nur schlimmer und sprechen jetzt offen die Sinnfrage an, während ich taktvoll nur von einer falschen Präposition gesprochen hatte. Wenn Sie den Satz so lesen, dass wirklich "auf" gemeint ist, wirkt er dann nicht seltsam auf Sie, wie Nonsens? Andernfalls erklären Sie mir, was denn die Identität einer Nationalstaatsbíldung - denn auf diese hat die Legende gewirkt, indem sie ihr jene gestiftet hat - bloß bedeuten könnte?

Ich bin jedenfalls immer noch der Meinung, dass die Grammatik zum Verständnis des Sinns beitragen soll und nicht umgekehrt.

lothar matthäus
21.06.2010 01:26
Habe


ich mich oben so undeutlich ausgedrückt, dass Sie es nicht verstehen?

Identitätsstiftung wirkt als Movens "auf" die an diesem Staatsbildungsprozess Teilhabenden ein, die daran ja nicht nur als Agens beteiligt sind, sondern natürlich auch als Patiens.

Sie stellen im Übrigen Ihre Frage an mich falsch, da im Text nicht von einer "Identität einer Nationalstaatsbildung" die Rede ist, was ein von Ihnen konstruierter Unsinn ist, sondern von einer identitätsstiftenden Wirkung - eben - "auf" einen Staatsbildungsprozess!

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen:
ich halte den von Ihnen inkriminierten Satz auch nicht gerad für das Gelbe vom Ei, aber bei weitem nicht für einen Anlass, derart triumphal aufzufahren, wie Sie das tun!

Nick Tameer
21.06.2010 20:46

Wenn man sagt, jemand anderes habe einen Fehler gemacht, beansprucht man natürlich implizit Überlegenheit. Aber es geht mir gar nicht so sehr um das eigene Ego (in gewissem Maß, das zu leugnen wäre lächerlich, geht es natürlich immer auch darum).

Wie dem auch sei - die "Legende" mag identitätsstiftend auf die Polen gewirkt haben, d.h. ein Nationalgefühl geschaffen haben, das nach erfolgter Stiftung zur Staatsgründung geführt hat, aber wenn Sie glauben, das sei mit jenem Satz akzeptabel ausgedrückt worden, muss ich Ihnen leider Probleme mit logischen, analytischem Denken attestieren - die Vorstellung, dass dies meine Art und Weise wäre, mich in rumpelstilzchenhafte Euphorie zu versetzen, ist allerdings sehr abwegig.

lothar matthäus
22.06.2010 11:05
No, Ihre Atteste


werd' ich leicht verkraften, noch dazu, wo sie von jemandem stammen, der wie Sie oben ("Identität der Nationalstaatsbildung"!) nicht einmal in der Lage ist, den semantischen Gehalt einer Aussage korrekt wiederzugeben!

Und wenn Sie Ihr Morphinistengeschichterl mit der abschließenden Anordnung für die APA, Präpositionen zu pauken, als "taktvollen" Hinweis, bezeichnen, dann möchte ich nicht erleben, wenn Sie hysterisch werden!

Der Weise von Zion
21.06.2010 14:12

"Die Legende der Schlacht wirkte stark identitätsstiftend auf die Nationalstaatsbildung der Polen und Litauer"
der satz bleibt unsinn, was immer sie auch zu seiner rettung versuchen

Ava Tar
20.06.2010 21:39

Die Legende der Schlacht, in der das Heer des Königs Kasimir
Die Legende der Schlacht, in der was das Heer des Königs Kasimir
So besser ?

Q: Und womit belegen wir die Brote ?
A: Mit den Rindviechern!!

Sanitätsgefreiter Faymann
21.06.2010 00:03
Der ganze Text ist ein Graus

Nicht nur die Präpositionen werden nach Lust und Laune und nicht der Grammatik entsprechend verwendet, auch die Wortwahl selbst ist höchst eigenwillig. Was soll denn "die Legende der Schlacht" überhaupt sein? Ist eigentlich doch die Schlacht selbst gemeint, die Legenden, die sich möglicherweise um sie ranken oder meint der Autor vielleicht einen Mythos, der sich rund um die Schlacht entwickelt hat?

Ich weiß, standard.at ist gratis, aber muss deswegen wirklich sprachliches U-Bahn-Niveau herrschen?

Nick Tameer
21.06.2010 00:30

Die beiden letzten Sätze sind prätentiös formuliert und im letzten hat der Verfasser sich überschätzt und ist ausgeglitten. Die "Legende der Schlacht" ist sicher auch keine Meisterwerk, und klingt fast so, als sei das Ereignis selbst Fiktion.

a grünes stricherl
 
20.06.2010 13:59
drüben am anderen berg

gegenüber den deutschen
siegten die polen über ihren inneren schweinehund und luden erstere auf ein bier zu den litauern ein.

Nick Tameer
20.06.2010 16:00

Konsequenterweise müsste es aber heißen, dass sie das Ereignis mit den Litauern auf Bier, Wodka und Schweinebraten gefeiert hätten.

Da man in Österreich aber schon "an" anstelle von "auf" benutzt, hat der Versuch, mit dem Ersatz von "bei" durch "auf" einen neuen Austrazismus zu etablieren, überhaupt keinen Sinn. Konsequent wäre allein eine "identitätsstiftende Wirkung an der" - stark zusammengezurrten -"Nationalstaatsbildung".

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