45 Prozent Frauenquote beschlossen

17. Juni 2010, 14:07
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Gilt für alle Ein- und Aufstiege: Frauen so lange zu bevorzugen, bis Ziel erreicht ist

Wien - Der Nationalrat het am Donnerstag mit dem Beschluss des neuen ORF-Gesetzes auch die Frauenquote von 45 Prozent für alle Stellenausschreibungen fixiert. Das heißt, dass beim Einstieg ins oder Aufstieg im Unternehmen ab sofort bei gleicher Qualifikation so lange Frauen zu bevorzugen sind, bis ein Frauenanteil von 45 Prozent erreicht sind. Ausgenommen von der Regelung sind allerdings ORF-Gremien und die Geschäftsführung.

"Ab sofort werden mehr Frauen im ORF Karriere machen", kommentierte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek den Beschluss. Mit dieser Vorgangsweise folge man dem Vorbild im Bundesgleichbehandlungsgesetz, so die Ministerin, die sich über die  breite Mehrheit im Nationalrat erfreut zeigte und Medienstaatssekretär Ostermayer für "sein Engagement in dieser Frage" ausdrücklich dankte.

"Weil freiwillig einfach zu wenig passiert"

"Journalistinnen kommen viel seltener in Spitzenpositionen als ihre männlichen Kollegen, verdienen weniger und haben aufgrund von familienfeindlichen Arbeitszeiten Schwierigkeiten, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen", so die Ministerin weiter. Da brauche es Unterstützung für Frauen und es würde kein besseres Instrument als die Quote geben, um für mehr Frauen in Führungspositionen zu sorgen. Freiwillig passiere einfach zu wenig, so Heinisch-Hosek abschließend. (red)

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