Abgestimmt

ORF-Gesetz von Koalition und FPÖ abgesegnet

17. Juni 2010 13:29

Neue unabhängige Medienbehörde - ORF bekommt bis zu 160 Millionen Gebührenrefundierung

Das ORF-Gesetz ist beschlossen. Dank der Zustimmung der FPÖ wurde Donnerstagmittag im Nationalrat auch die Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht, die für die Installierung einer unabhängigen Medienbehörde notwendig war.

Gebührenrefundierung

Für den ORF wohl wichtigster Aspekt ist die Gebührenrefundierung. 160 Millionen, verteilt auf vier Jahre, fließen, wenn die Struktur- und Sparmaßnahmen in den Augen der neuen Medienbehörde ausreichend erfüllt werden. So muss etwa das Radio Symphonie Orchester erhalten bleiben, ein neuer Spartenkanal für Politik und Kultur etabliert werden und der Anteil österreichischer Filme und Serien im Programm erhöht werden.

Neue Medienbehörde

Die neu geschaffene Medienbehörde wird von der Regierung beschickt, allerdings muss der parlamentarische Hauptausschuss seine Zustimmung geben. Die Behörde kontrolliert die Einhaltung von Strukturkonzepten. Dazu legt der Generaldirektor vorab ein Strukturkonzept mit einer Rahmenplanung der Einnahmen und Ausgaben vor. Binnen sechs Wochen gibt die Medienbehörde eine Stellungnahme ab, die der Generaldirektor gemeinsam mit dem Strukturkonzept dem Stiftungsrat vorlegt. Eine nachträgliche Prüfung der ORF-Zahlen erfolgt unabhängig von der Vorab-Stellungnahme der Prüfungskommission.

Aus für "nicht sendungsbegleitende" Angebote

Neu geordnet wird die Online-Werbung. Einnahmen daraus werden ab Inkrafttreten des Gesetzes zunächst auf drei Prozent beschränkt werden. Ab 2013 sollen es vier Prozent werden und ab 2016 fünf Prozent. Im Gegenzug müssen "nicht sendungsbegleitende" Angebote wie das IT-Portal "Futurezone" oder Spiele wie die "Ski Challenge" aufgegeben werden. Auf den Bundesländerseiten dürfen pro Woche nicht mehr als 80 Meldungen geschalten werden. Dafür gibt es künftig die Möglichkeit von Regionalwerbung in den "Bundesland heute"-Fenstern.

Kleineres Direktorium

Während Publikums- und Stiftungsrat gleichbleiben, wird das ORF-Direktorium in der nächsten Funktionsperiode von sechs auf vier Köpfe verkleinert. An sich gilt künftig eine Frauenquote von 45 Prozent. Ausgenommen sind allerdings ORF-Gremien und -Geschäftsführung. (APA)

Freigeist
17.06.2010 17:36
das wahre gesicht der fpö

einerseits gegen die zwangsgebühren auftreten und andererseits dem ORF 160 mio steuergelder zusätzlich in den rachen werfen.

eine völlig unglaubwürdige partei. man muss sie nicht diskreditieren; das machen sie durch ihre handlungen selbst.

zwischen ihren forderungen und handlungen sind die unterschiede dermassen gross, dass man annehmen müsste, es handele sich um 2 verschiedene parteien.

wenigstens haben die grünen und das bzö dagegen gestimmt. womit sich für mich die zahl der wählbaren parteien auf 2 reduziert.

solange der steuerzahler zahlt, langen spö, övp und fpö kräftig zu und verteilen millionen und milliarden als ob es kein morgen gäbe.

teuerzahler
17.06.2010 14:56
so viel zur glaubwürdigkeit der fpö!

wie viel kriegen sie dafür?

Knut Ogris
17.06.2010 14:49
Wie besser ist die BBC oder Channel 4, der halb Werbefinanziert ist?

Und hier mal praktische Beispiele- weil ja ALLE immer über die BBC usw. reden -
das sind LINKS zu englischen TV Stationen, die die Programmproblematik und deren Finnazierung und Vorläufe aufzeigen, gut aufzeigen und deren Lösungsmöglichkeiten auch.
Wenn alle die Experten im NR jedenfalls sich endlich mal mit wirklichen Inhalten auseinandersetzen würden und nicht nur populistischen Inhalten nachhängen, wie Staatszuschuss ioder ähnlichem, dann wäre mit solcher oder ähnlicher Transparenz jede soolche Diskussion nicht vorstellbar, weil die Leute wissen, wie das abläuft und wie Filme fiktionaler oder dokumentarischer Art entstehen.

http://www.channel4.com/corporate... aries.html
http://www.channel4.com/corporate... producers/
http://www.bbc.co.uk/commissio... airs.shtml
http://www.bbc.co.uk/commissioning/

telemike
17.06.2010 14:25
FPÖ für Staatssubventionen an den ORF ???

Nicht nur, dass der ORF Zwangsgebühren bei den Haushalten eintreibt, die mit ihrem Fernseher private Programme anschauen, nein der ORF nascht fleissig am Werbekuchen mit und jetzt bekommt der ORF auch noch 160 Millionen Euro Staatszuschuß ???

FPÖ ist offenbar auch schon im SPÖ-ÖVP Sumpf integriert.

Alfred Helmer
17.06.2010 17:11
Ewald bist Du es?

Hätte nicht geglaubt, dass Ewald Stadler schon alleine surfen darf. ;-)

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