Krems: "Archiv der Zeitgenossen" eröffnet

17. Juni 2010, 12:14
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Sammlung künstlerischer Vor- und Nachlässe

Krems - Eine Sammlung künstlerischer Vor- und Nachlässe beherbergt das am Mittwoch eröffnete "Archiv der Zeitgenossen" in Krems. Die wissenschaftliche Einrichtung des Landes Niederösterreich wird von der Donau-Universität geführt und ist in den - nach einem Entwurf von Adolf Krischanitz adaptierten - Räumen der ehemaligen Filmgalerie am Campus untergebracht.

Mit dem Ankauf der Vorlässe des Schriftstellers Peter Turrini und des Komponisten Friedrich Cerha um rund eine Million Euro durch die Landesregierung ist im Jahr 2009 mit rund 570 originalen Werkmanuskripten bzw. -partituren sowie über 5.000 Briefen der Grundstock für das Archiv gelegt worden. Ein umfangreicher Bestand an Rezeptionsdokumenten ergänzt die Sammlung.

Die Tätigkeit des von Christine Grond geleiteten Archivs soll neben der Erschließung der Bestände auch die Durchführung von Forschungsprojekten, wissenschaftliche Tagungen und die Herausgabe von Publikationen umfassen und will auch Schulen sowie die kulturinteressierte Öffentlichkeit erreichen.

Gerhard Gensch, Leiter des Departments für Arts und Management an der Donau-Universität Krems, versprach anlässlich der Eröffnung, sich "mit Leidenschaft und Engagement" für das Werk von Cerha und Turrini einsetzen zu wollen. Rektor Jürgen Willer bezeichnete das Archiv als "enorme Ergänzung" der kulturellen universitären Aktivitäten. Landeshauptmann Pröll meinte, es erfülle ihn mit Wehmut, wenn etwa das Hauptwerk von Kokoschka oder Schiele "hier, wo sie gelebt haben", nicht zu finden sei. Das dürfe sich nicht wiederholen, und deshalb wolle das Land zeitgenössischen Künstlern entsprechenden Respekt erweisen und ihr Werk dem Land erhalten. (APA)

 

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