Google will Android-Interface aufmöbeln

17. Juni 2010, 19:57
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Version 2.3 soll bessere Benutzeroberfläche mit sich bringen und zum iPhone aufschließen

Seit dem Start des freien Mobile-Betriebssystems Android Ende 2008 hat der Hersteller Google in Windeseile eine verbesserte Version nach der anderen herausgegeben. Mittlerweile ist man bei Ausgabe 2.2 angelangt und liefert damit alle denkbaren Funktionen eines modernen Smartphones aus. Ein Punkt, in dem man vor allem dem Konkurrenten iPhone von Apple hinterherläuft, ist die Bedienbarkeit. Einem Bericht des Branchenblogs TechCrunch zufolge solle sich dies mit der kommenden Android-Version 2.3 "Gingerbread" ändern.

Keine langsamen Skins mehr

Zwar werde man Android auch künftig um neue Funktionen bereichern, im Fokus stünde allerdings die Verbesserung der "User Experience" - sprich der allgemeinen Handhabung der Endgeräte. Bislang haben Handy-Hersteller wie HTC, Motorola, SonyEricsson oder Samsung bei ihren Android-Handsets eigens entwickelte Benutzeroberflächen aufgesetzt, um sich einerseits von den Mitbewerbern abzuheben und andererseits die Bedienung zu erleichtern. In den meisten Fällen ist dies jedoch von bescheidenem bis gar keinem Erfolg gekrönt worden. Die User-Interfaces mit den klingenden Namen "Sense, Motoblur oder Ninjablur" haben wenig zur Verbesserungen der Android-Bedienung beigetragen und das System meistens nur träger gemacht.

Google will mit einer von Haus aus durchdachteren Benutzeroberfläche derartige "Skins" überflüssig machen und zum viel gelobten iPhone-Interface aufschließen.

Ausblick

Läuft alles nach Plan, wird Android 2.3 noch im vierten Quartal 2010 ausgeliefert. Bis die einzelnen Handy-Hersteller die neue Version übernehmen, kann es allerdings noch eine Weile länger dauern. Derzeit wird das Gros der neueren Mobiltelefone gerade erst auf Android 2.1 aktualisiert. (zw)

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    Google will Android-Interface modernisieren

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