Clinton sagt finanzielle Hilfe zu

17. Juni 2010, 15:13
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US-Botschaft in Bischkek: Zehn Millionen Dollar bereitgestellt - Opferzahl auf 191 gestiegen - Weitere Hilfslieferungen eingetroffen

Washington/Osch - Im Grenzgebiet von Kirgistan und Usbekistan treffen weitere Hilfslieferungen für die zehntausenden Flüchtlinge ein. Am Donnerstagmorgen landete ein Flugzeug des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mit 40 Tonnen Energieriegel an Bord in Usbekistan, wie die Organisation mitteilte. Außerdem seien Decken, Zelte, Kochutensilien und Hygieneartikel zu den Flüchtlingen im Osten Usbekistans und Süden Kirgistans gebracht worden. Bereits am Mittwoch waren zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in der zentralasiatischen Region gelandet, vier weitere sollten bis Ende der Woche folgen.

Ende vergangener Woche hatten sich in Kirgistan langfristige Konflikte zwischen Kirgisen und Angehörigen der usbekischstämmigen Minderheit in blutigen Auseinandersetzungen entladen. Bei den Unruhen im Süden der ehemaligen Sowjetrepublik wurden nach Einschätzung des IKRK "mehrere hundert" Menschen getötet. Nach neuen offiziellen Angaben kamen mindestens 191 Menschen ums Leben. Mehr als 75.000 Menschen flohen nach Angaben der örtlichen Behörden nach Usbekistan. Insgesamt ergriffen nach UNHCR-Schätzungen 275.000 Menschen die Flucht vor der Gewalt.

US-Außenministerin Hillary Clinton hat in einem Telefonat mit der kirgisischen Übergangspräsidentin Rosa Otunbajewa dem von schweren Unruhen erschütterten zentralasiatischen Staat Hilfe versprochen. Bei dem Gespräch sei es um Soforthilfe und längerfristige Unterstützung gegangen, teilte das State Department am Mittwoch mit. Nach Angaben der US-Botschaft in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek hat Washington insgesamt 10,3 Millionen Dollar für kurz- und mittelfristige Hilfe bereitgestellt. Gut 6,5 Millionen davon sollen humanitären Zwecken dienen. (APA/AFP/apn)

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    Hilfskräfte entladen in Jalalabad ein Flugzeug.

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