Da waren es nur noch 34 Holländerinnen

16. Juni 2010 19:17
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    Foto: epa

    Natürlich sind nicht alle Holländerinnen Engel. Und tanzen 36 gemeinsam an, so fällt das auf - vor allem der Fifa.

Die "Beer Babes" -Affäre wird zur Staatsaffäre. Die Polizei verhaftete zwei der 36 Holländerinnen. Das niederländische Außenministerium schaltet sich ein.

Johannesburg - Zwei Verhaftungen und eine Klage - die südafrikanische Polizei und der Fußball-Weltverband Fifa gehen scharf gegen Schleichwerbung am Rande der WM-Endrunde in Südafrika vor. Zwei Niederländerinnen, denen, wie der Standard berichtete, die Planung einer versteckten Werbekampagne vorgeworfen wird, wurden am Mittwoch von der südafrikanischen Polizei festgenommen. Sie waren Teil einer 36-köpfigen Gruppe sogenannter "Beer Babes" , die die Begegnung zwischen den Niederlanden und Dänemark am Montag in (Mini)-Kleidern besucht hatte, die eine niederländische Brauerei (Bavaria) vor der WM verkauften Bierkisten beigelegt hatte.

"Diese Frauen, die Teil einer größeren Gruppe waren, stehen unter dem Verdacht, an der Organisation unrechtmäßiger Werbeaktivitäten beteiligt gewesen zu sein" , heißt es in einem Statement der südafrikanischen Polizei. Die Fifa vermutet sogenanntes Ambush-Marketing, auch Trittbrett- oder Schmarotzer-Marketing genannt. Darunter versteht man Werbeaktionen von Firmen, die ein Event ausnutzen, das sie selbst nicht sponsern. Als Fifa-Premium-Partner ist der US-Biermarke Budweiser Werbung an WM-Schauplätzen vorbehalten.

"Wir nehmen Ambush-Marketing sehr ernst" , hieß es seitens der südafrikanischen Polizei. Dahinter steht die Fifa, die mittlerweile Klage gegen die Initiatoren der angeblichen Kampagne eingereicht hat, wie Mediendirektor Nicolas Maingot mitteilte. Die Fifa versucht, ihre Sponsoren zu schützen, die hohe zweistellige Millionen-Euro-Beträge für die Lizenzrechte bezahlt haben.

Schon beim Spiel Ghana gegen Serbien wurden viele Flaggen konfisziert, auf denen das Logo einer ghanaischen Firma allzu groß prangte. "Andere Flaggen, auf denen das Logo nur klein abgedruckt war, wurden nicht entfernt" , teilte Maingot mit. In diesem Zusammenhang fällt freilich auf, dass jene Kleider, in denen die 36 Niederländerinnen antanzten, nicht gebrandet waren. So argumentierte auch Peer Swinkels, Vorstandsmitglied des Familienbetriebs Bavaria. "Die Fifa hat kein Monopol auf die Farbe Orange. Und jeder Mensch soll doch anziehen dürfen, was er will. Es ist einfach ein hübsches Kleid."

Der Bavaria-Chef kann dem kuriosen Rechtsstreit jedenfalls Positives abgewinnen. "Nun spricht die ganze Welt über uns." Und hinter vorgehaltener Hand gibt Swinkels vielleicht sogar zu, dass das weniger ein Bavaria-Verdienst als die Schuld der Fifa sei. Von einem Fifa-Eigentor war schon die Rede, als sie die 36 Frauen aus dem Stadion führen und verhören ließ. Mit der Verhaftung der beiden angeblichen Anstifterinnen macht sich die Fifa sozusagen ein weiteres Mal zum Gespött der Leute, und bei Bavaria lachen sie sich ins Fäustchen.

Auch die offiziellen Niederlande haben sich mittlerweile eingemischt. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte den Frauen, die noch gestern vor Gericht erscheinen sollten, Unterstützung zu. "Wir versuchen herauszufinden, was sie verbrochen haben sollen." (fri, sid, DER STANDARD, Printausgabe, Donnerstag, 17. Juni 2010)

 

Kommentar posten
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Alf von Melmak
22.06.2010 08:46
die die Begegnung zwischen den Niederlanden und Dänemark am Montag in (Mini)-Kleidern besucht hatte


Was soll dieser komische "(Mini)-" Zusatz?

Entweder man schreibt "in Kleidern" oder "in Minikleidern", aber diese seltsame Hervorhebung hat nur Sinn, wenn durch die Tatsache, daß es Minikleider waren, sich etwas signifikant geändert hätte (außer daß die Mädchen so noch ein bißchen mehr Aufmerksamkeit erregten, aber dafür sind sie in Südafrika wohl kaum verhaftet worden).

mkrs
17.06.2010 21:33

Und was passiert wenn ich meine mastercard (statt visa) benütze um eine bavariakiste in capetown kaufe? wird die karte (auf meine kosten) gesperrt und das bier von sepp&Co ausgesoffen? bin aber froh, daß ich weder ne kk habe, noch bier trinke :-P (fra-mex zur pause 0:0 :-D)

Average Everyday Normal Guy
17.06.2010 19:05
heiß

heißheißheißheißheißheißheiß...heiß. allerdings müsste man über das thema umfangreicher informiert werden. eine ansichtsache würde sich anbieten.

K R
17.06.2010 18:07
ambush-marketing ist die berichterstattung hier


anheuser-busch ist nicht berechtigt, den namen "budweiser" in europa zu nutzen, in keiner weise.

so bietet man den namensdieben leider eine schöne plattform

Poldi Fesch
17.06.2010 18:35
Wanderer kommst

du nach Italen wirst du eines anderen belehrt. Dafuer heiszt das Budweiser hier budvar

K R
17.06.2010 22:49

ist dennoch so, anheuser-busch darf den namen eigentlich nur in den US verwenden.

Poldi Fesch
17.06.2010 23:06
?? was soll

ich jetzt tun ? Budvar scheint das fuer It. anzuerkennen

mkrs
17.06.2010 18:03

Wenn ich mit meinem Rapidleiberl (->Energie Konzern) dahin reise, wird es mir dann auch weggenommen?

Wildcat
17.06.2010 22:52
FC Steuerzahler fällt unter den südafrikanischen Tierschutz

Forumstschugoslabe
17.06.2010 18:22

Ja. "Wien Energie" könnte ja ein Getränk sein. Ich frag mich sowieso, wie das geregelt sein soll. Ist ein Bier vergleichbar mit einem Leichtbier, einem Malzbier, einem Glas Wein? Wo hört der Geltungsbereich des einen und jener des anderen auf?

mkrs
17.06.2010 20:29

Wien Energie, das neue Dosenenergydrink aus der Hauptstadt!!! :-D

MacAllen Fine Oak
17.06.2010 17:09
Ist doch genial...

jetzt weiss die ganze Welt was "Bavaria" ist...und Budweiser kann sich seinen 2-stelligen Millionenbetrag sonst wo hinschieben...

Poldi Fesch
17.06.2010 18:36
in Italien

gibt es zwar das Bier, nicht aber die Berichterstattung drueber

Risky
17.06.2010 15:52
Coole Homepage

Wenn eine HP nur ab 18 ist, dann sagt das schon viel aus. Die Empfehlungen wie man das Kleidchen tragen kann sind auch kreativ.

Poldi Fesch
17.06.2010 18:36
alle Alkhomepages

sind ab 18

au contraire
17.06.2010 15:50

Ab sofort sollte ausnahmslos JEDER Zuschauer nur mehr Kleidung mit riesengroßen Fremdfirmen-Logos tragen - möcht gern wissen, was sie DANN machen...

Poldi Fesch
17.06.2010 18:37
das waer

natuerlich cool, wird dir aber nicht gelingen

au contraire
17.06.2010 15:47
Ich hab eine Theorie:

Bavaria wollte ja eigentlich auch zu den Hauptsponsoren der WM gehören, hat aber finanziell gegen das Angebot von Budweiser USA abgestunken. Da ist dem Blatter-Seppl die Über-Idee gekommen und er hat den Bavaria-Boss angerufen:

"Du, pass auf, i hab a Lösung. Ihr schickt's a paar fesche Mädels mit neutrale orange Minikleider ins Stadion und wir sorgen dafür, dass die verhaftet werden. Mir sagen einfach, das wär a irre fiese Trittbrettmarketing-G'schicht und wirst sehen, die ganzen Internetfreaks werden sich volle Wäsch solidarisch erklären und euch euer Bier hektoliterweise aus der Hand reißen. Für Hundertfuffzich- oder zweihunderttausend Euro bist dabei - was sagst?"

surfing_fun
17.06.2010 16:18
so ironisch deine geschichte auch gemeint ist...

... wundern würde es mich nicht, wenn sie zu 99 % wahr wäre...

au contraire
17.06.2010 16:35

Ich leg noch ein Prozenterl drauf ^^

naso
17.06.2010 15:35

gibts das kleidchen in Ö auch?

upper secret
17.06.2010 15:29
was für ein rassistischer kommentar

anspielung auf die "10 kleinen negerlein". bei einer wm in südafrika! pfui lt pc.
nach terrorismus-präventionsgesetzesnovelle 2010 könnte man da bald leicht 3 monate ausfassen.

bixente uhudla
 
17.06.2010 16:39

wenn ernst gemeint ist es dümmlich,wenn es ironisch gemeint sein soll,ist es sehr,sehr schlecht formuliert...klassisches "unnötig"

SmithWinston
17.06.2010 17:15

klassisches "brilliant" :)

au contraire
17.06.2010 16:04
Du meine Güte, wie sind SIE denn drauf?

Wie fühlt sich das an, wenn man den ganzen Tag ein Besenstangl im Popsch stecken hat?

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