Der Watschenmann kehrt zurück zum Ursprung

16. Juni 2010, 16:40
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Henry und Malouda sollen am Donnerstag gegen Mexiko frischen Wind brin­gen - "Wenn wir gewin­nen, ist wieder alles rosarot"

Polokwane - In der Not besinnt sich Frankreichs Teamchef Raymond Domenech wieder bewährter Qualitäten. Um den nach der Nullnummer gegen Uruguay so wichtigen ersten Sieg einzufahren, setzt der streitbare 58-Jährige am Donnerstag (20.30) gegen Mexiko von Beginn an auf die routinierten Offensivkräfte Thierry Henry und Florent Malouda. Der Rekordtorjäger der Grande Nation und der Chelsea-Mittelfeldakteur mussten gegen die Südamerikaner lange auf der Bank schmoren und wurden erst im Finish eingewechselt. Zudem soll Bayern Münchens Regisseur Franck Ribéry wieder von links ins zentrale Mittelfeld wechseln.

"Natürlich trifft uns die Kritik" , sagte Malouda nach den medialen Anwürfen von Kicker-Legenden wie Zinédine Zidane oder Just Fontaine, die mit der gesamten Mannschaft ob der dürftigen Auftaktleistung hart ins Gericht gegangen waren. "Wenn wir siegen, ist alles wieder rosarot." Doch räumt der 30-Jährige ein, dass die negativen Einflüsse nicht vor dem Teamquartier in Knysna haltmachen. "Das Arbeitsklima ist nicht gerade gut."

Teamchef Domenech, seit 2004 im Amt, in Deutschland Vizeweltmeister, bei der Euro 2008 in der Vorrunde sang- und klanglos ausgeschieden und seither Watschenmann vom Dienst, wäre mit einem vollen Erfolg gegen Mexiko, dem 42. in seiner Ära, der erfolgreichste Coach der Équipe Tricolore. Als sein Nachfolger, wenn die WM gelaufen ist, gilt dennoch bereits jetzt Laurent Blanc.

Noch ist es aber nicht vorbei. Die Stärken Mexikos beim 1:1 gegen Gastgeber Südafrika bereiten Domenech mehr Kopfzerbrechen. "Wenn man sie spielen lässt und sie das Tempo anziehen, können sie jedes Team in Schwierigkeiten bringen." (sid, krud, DER STANDARD, Printausgabe, Donnerstag, 17. Juni 2010)

 

Technische Daten und mögliche Aufstellungen zum Fußball-WM-Spiel zwischen Frankreich und Mexiko am Donnerstag:

Gruppe A (2. Runde):

FRANKREICH - MEXIKO (20.30 Uhr, Polokwane, Peter-Mokaba-Stadion, SR Al-Ghamdi/Saudiarabien

Frankreich: 1 Lloris - 2 Sagna, 5 Galla, 3 Abidal, 13 Evra - 14 Toulalan, 19 Diaby - 21 Anelka, 7 Ribery, 15 Malouda - 12 Henry

Ersatz: 16 Mandanda - 4 Reveillere, 6 Planus, 17 Squillaci, 22 Clichy, 18 Diarra, 8 Gourcuff, 10 Govou, 9 Cisse, 11 Gignac, 20 Valbuena

Es fehlt: 23 Carrasso (verletzt)

Teamchef: Raymond Domenech

Mexiko: 1 Perez - 16 Juarez, 4 Marquez, 2 F. Rodriguez, 3 Salcido - 6 Torrado, 12 Aguilar, 5 Osorio - 17 Giovani Dos Santos, 9 Franco, 11 Vela

Ersatz: 13 Ochoa, 23 Michel - 15 Moreno, 8 Castro, 18 Guardado, 19 Magallon, 20 Torres, 7 Barrera, 21 Bautista, 10 Blanco, 22 Medina, 14 Hernandez

Keine Ausfälle

Teamchef: Javier Aguirre

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    Thierry Henry sol Routine bringen.

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