Bau von weiterem Atom-Forschungsreaktor angekündigt

16. Juni 2010, 11:41

Parlament spricht sich für Fortsetzung der Urananreicherung aus

Teheran - Der Iran hat den Bau eines weiteren Atom-Forschungsreaktors angekündigt. Der Bau des Reaktors für medizinische Forschung, der leistungsstärker als der bestehende in Teheran sein solle, werde derzeit vorbereitet, wurde der Chef des iranischen Atomprogramms, Ali Akbar Salehi, am Mittwoch auf der Website des iranischen Staatsfernsehens zitiert. Der Reaktor solle "demnächst" in Betrieb gehen.

Nähere Angaben zum Stand des Vorhabens, zur Leistungsfähigkeit des Reaktors und zu seinem Standort machte Salehi nicht. Der Iran verfügt derzeit über einen Atom-Forschungsreaktor mit einer Kapazität von fünf Megawatt, der bereits vor der Islamischen Revolution Ende der 70er Jahre gebaut wurde.

Ungeachtet der neuen UN-Sanktionen stimmte das iranische Parlament am Mittwoch für eine Fortsetzung der Urananreicherung auf ein Niveau von 20 Prozent. Auch wenn manche Länder die Lieferung von Brennstoff für den Forschungsreaktor in Teheran verweigerten, solle die Urananreicherung "absolut nicht" gestoppt werden, sagte Parlamentspräsident Ali Larijani nach Angaben der Parlamentswebsite am Mittwoch. Damit erfülle das Land "seine Bedürfnisse". Der internationalen Gemeinschaft warf Larijani "unlogischen Druck" auf Teheran vor. Als Zeichen der Unterstützung der Forderung nach einer Fortsetzung der Urananreicherung hätten die Abgeordneten "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA.

Der UN-Sicherheitsrat hatte vor einer Woche weitere Sanktionen gegen den Iran beschlossen, um das Land zur Aufgabe seines umstrittenen Atomprogramms zu bewegen. Im Februar hatte der Iran mit der Urananreicherung auf ein Niveau von 20 Prozent begonnen und dafür deutliche Kritik westlicher Staaten geerntet. Sie fürchten, dass der Iran unter dem Deckmantel der friedlichen Atomkraftnutzung heimlich am Bau von Atomwaffen arbeitet. Teheran bestreitet dies. (APA)

Stephan Schaefer
 
21
16.6.2010, 20:24

--- um das Land zur Aufgabe seines umstrittenen Atomprogramms zu bewegen.

Bruch des NPT, da der NPT ein ziviles Atomprogramm, wie es der Iran hat, zulässt!

Mfg

epep
00
18.6.2010, 11:45
haha!

nicht einmal die arabischen nachbarn gehen von einem zivilen programm aus. aber bitte, sie als atomexperte wissen es natürlich besser. :-)

lächerlich was sich hier herumtreibt.

DAS SCHLAGLOCH UND SEIN KIND
00
22.6.2010, 09:31

was interessiert den Iran was seine Arabischen nachbarn denken,als der Iran mit krieg überzogen wurden ist sagten die Arabischen nachbarn JA jA saddam mach nur weiter wir alle Stehen hinter dir,also warum sollte bitte der Iran sich dafür interessieren was seine nachbarn denken,wenn die nicht mal die 5+1 ernst nehmen.

Stephan Schaefer
 
00
18.6.2010, 13:44

Die arabischen Nachbarstaaten haben US-Regierungen.

Wussten Sie das noch nicht?

Mfg

ayatollahx
01
18.6.2010, 00:18
Falsch!

NPT lässt natürlich ein ziviles Atomprogramm zu, allerdings haben auch die betroffenen Länder Pflichten. Der Iran muss Kontrollen seiner kerntechnischen Anlagen durch Vor-Ort-Inspektoren der IAEO zulassen. Diese können auch unangemeldet stattfinden. Wenn es ihnen nicht passt, müssen mit Konsequenzen leben können.

Stephan Schaefer
 
10
18.6.2010, 08:43
Falsch!

Die unangekündigten Kontrollen sind Teil eines FREIWILLIGEN Protokolls, dem die Iraner zugestimmt haben um den guten Willen zu zeigen.
Da der "Westen", der mittlerweile isoliert ist, immer weitere Sanktionen aufbrummt hat sich der Iran entschlossen die Kooperation auf das im NPT-Vertrag geregelte Minimum zu reduzieren was ihr absolutes Recht ist!


Mfg

epep
00
18.6.2010, 11:49
der westen ist isoliert? und deswegen hat auch die gesamte uno, einschliesslich russland und china für sanktionen gestimmt? deswegen liefert russland keine raketen mehr?

und der iran missachtet sein eigenes freiwillige (und hören sie auf zu schreien, wörter in grosschrift gilt als massive unhöflichkeit) protokoll und dazu auch noch die verpflichtenden massnahmen der uno und der atomenergiebehörde.

der iran hat zb eine urananlage versteckt und kurz bevor sie von westlichen geheimdiensten geoutet worden wäre, ist der iran dmait an die öffentlichkeit gegangen.

der iran verhindert zudem den zugang zu zahlreichen anlagen, entgegen seine verpflichtungen.

was aber wirklich isoliert sein dürfte, ist ihre wahrnehmung, wenn sie trotz anderer wahrheiten solchen unsinn verzapfen.

Stephan Schaefer
 
00
18.6.2010, 13:53

Sie verkennen die Lage?

Abgeswtimmt haben 12 von mehr als 100 BPT-Staaten
Die NAM-Staaten, die mehr als 100 Staaten zählen sind nicht nur gegen die Sanktion sondern sogar FÜR DAS IRANISCHE ATOMPROGRAMM.

Dass Russland und China zugestimmt haben liegt am Druch der USA (China zb Schiffe-Versenken)

Die Anlage war den Geheimdiensten längst bekannt und auch die Frist war mehr als eingehalten: Bitte nachdenken: Die Meldung der Atomanlagen ist 6 Monate vor Inbetriebnahme mit spaltbarem Material (d.h. z.B. auch Tests mit diesem Material) und diese Frist ist mehr als eingehalten worden Die Behauptung, Iran hätte verheimlicht ist also eine infame Lüge!

Nein, alle Anlagen, die NICHT zum Atomprogramm gehören, kann Inspektion abgelehnt werden.

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