ORF-Gesetz für Werber nur "in Nuancen positiv"

16. Juni 2010, 11:07
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Mediacom-Chef wünscht sich mehr TV-Zeit für klassische Werbung

"Für die Werbung hat das ORF-Gesetz de facto keine Auswirkungen", sagte Mediacom-Chef Joachim Feher in einem Kurzbefund über die Novelle beim Forum Mediaplanung. Die Neuerungen seien höchstens "in Nuancen positiv" - gemeint: Erleichterungen bei Product Placement und Einzelspots im Fernsehen.

Die Lockerung regionaler TV-Werbung war zu dem Zeitpunkt noch nicht vereinbart. Sie erlaubt aber klassische Werbung, wie sie Feher meint, ohnehin nicht.

Der Agenturchef sieht die Werbewirtschaft (und das Publikum) beim Basteln am ORF-Gesetz weder gefragt noch eingebunden. Er wünschte sich mehr als die erlaubten 42 Minuten TV-Werbezeit pro Tag und Kanal im ORF. "Der Anteil der Fernsehwerbung wird in Österreich künstlich knapp gehalten", sagte Feher. Die Blöcke der Privatsender seinen ohnehin "rammelvoll".

Dass das Gesetz der ORF-Onlinewerbung noch Spielraum für Wachstum einräumt, begrüßte der Mediacom-Chef. (fid)

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