Umweltplakette für Autos kommt

"Grün - Orange - Rot" - Emissionswerte der Fahrzeuge soll an farblichen Aufkleber erkennbar werden

Wien - Der Ministerrat gab am Dienstag grünes Licht für Umweltplaketten für Autos und Zonen. Die Einrichtung von Umweltzonen soll nur eine der Maßnahmen der neuen Novelle des Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-Luft) sein,  um die EU-Feinstaub-Grenzwerte künftig auch in Österreich einzuhalten. Umweltminister Niki Berlakovich sprach von einem "Meilenstein".

Die Umweltplakette soll die Einstufung von Fahrzeugen nach Emissionswerten bundesweit einheitlich regeln. Der Schadstoffausstoß von Autos soll durch entsprechende Plaketten (grün, orange, rot) kenntlich gemacht werden. Wo es zuviel Feinstaub-Belastung gebe, könnten Landeshauptleute dann Fahrverbote für besondere Luftverschmutzer in Umweltzonen erlassen. Zum Beispiel ein Fahrverbot für rot oder je nach Überschreitung auch für orange beklebte Autos. Oder es dürfen überhaupt nur "grün"-beklebte Autos in die ausgewiesenen Zonen fahren. In Berlin hätten solche Maßnahmen viel gebracht, betonte ein Experte des Umweltministeriums.

Umweltzonen funktionieren in Deutschland

In 33 deutschen Städten gibt es schon seit einigen Jahren Umweltzonen. Darunter Berlin, Köln, Frankfurt, Essen, Bremen und München. "Wer ohne eine Plakette in eine Umweltzone hineinfährt, riskiert Geldstrafen in Höhe von 40 Euro", erklärt der ARBÖ.

Keine Umweltplakette für alte Autos

Drei verschiedene Umweltplaketten gibt es in Deutschland: Grüne, gelbe und rote - je nachdem in welche Euro-Klasse das Fahrzeug fällt. Für ganz alte Fahrzeuge der Euro-Klasse 1 gibt es keine Umweltplakette, auch nicht für Benzinfahrzeuge ohne Katalysator oder für Dieselfahrzeuge ohne Katalysator mit einem Baujahr vor 1995.

Österreichische Autofahrer die in Deutschland unterwegs sind, konnten bereits in der Vergangenheit ein Umweltpickerl anfordern. Man kommt mit dem Zulassungsschein und dem Datenblatt bzw. Typenschein, aus dem das Abgasmessverfahren hervorgeht, ins ARBÖ-Prüfzentrum. Dort ist ein Antrag auszufüllen. Dieser wird mit den Kopien der Unterlagen an die Dekra Austria übermittelt. Umweltplakette und Rechnung werden per Post dann direkt von Dekra Austria zugesendet. (APA,red )

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