Inflation auf 1,9 Prozent leicht gesunken

16. Juni 2010, 10:03
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Hauptpreisdämpfer Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

Wien - Die Teuerung hat sich in Österreich im Mai leicht abgeschwächt. Die Inflationsrate verringerte sich im Jahresabstand auf 1,9 Prozent, nach noch jeweils 2,0 Prozent im April und im März. Maßgeblich hoch gehalten wurde die Inflation wie schon in den Vormonaten durch Preisanstiege bei Mineralölprodukten (+21 Prozent). Ohne diese hätte die Mai-Teuerung nur 1,0 Prozent betragen, erklärte die Statistik Austria am Mittwoch. Sprit kostete um 19 Prozent mehr als ein Jahr davor, Hauptpreisdämpfer waren dagegen Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit 1,0 Prozent Preisrückgang.

Der für die Europäische Währungsunion berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Österreich lag im Mai um 1,7 Prozent über Vorjahr, nach je +1,8 Prozent im April und März. Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) stieg im Mai mit 2,2 Prozent wie üblich stärker an als der allgemeine VPI (+1,9 Prozent), im April hatte der PIPH um 2,3 Prozent zugelegt, im März um 2,1 Prozent.

Preistreiber Verkehr

Hauptpreistreiber im Mai war laut Statistik Austria im Jahresabstand die Ausgabengruppe "Verkehr" (+4,2 Prozent), in der sich vor allem der um 19 Prozent teurere Sprit niederschlug. Wartung und Reparaturen von Pkw wurden 3 Prozent teurer, Pkw kosteten 2 Prozent weniger. Die Flugticket-Preise gingen um 13 Prozent zurück.

Zum 2,8-prozentigen Preisanstieg der Gruppe "Wohnung, Wasser und Energie" trugen vor allem Teuerungen bei Haushaltsenergie um 4,7 Prozent bei sowie höhere Wohnungsmieten (+4,2 Prozent). Heizöl kosteten im 12-Monats-Abstand um 33 Prozent mehr, Strom um 1 Prozent mehr, Gas wurde aber um 4 Prozent billiger.

Bei "Verschiedenen Waren und Dienstleistungen" (im Schnitt +2,6 Prozent) sprangen Preisanstiege bei Versicherungsdienstleistungen von 2,2 Prozent sowie bei Schmuck und Uhren um 18 Prozent ins Auge.

Gegenüber dem Vormonat April erwies sich im Mai die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" mit durchschnittlich 1,3 Prozent Preisanstieg als Hauptinflationstreiber. Dazu trugen überwiegend teurere Pauschalreisen bei (insgesamt +5,4 Prozent).

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand waren "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" (-1,0 Prozent), wobei dieser Bereich im Jahresabstand stabile Preise aufwies (+/- Null).

Der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) insgesamt legte im Monatsabstand um 0,1 Prozent zu, ebenso der Pensionisten-Preisindex (PIPH). Der harmonisierte Preisindex (HVPI) verringerte sich gegenüber dem Vormonat April um 0,1 Prozent. (APA)

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