Wiener Börse beendet am Mittwoch fünftägige Gewinnserie

16. Juni 2010, 17:47
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Spanien-Sorgen belasten - Durchwachsene US-Konjunkturdaten

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei schwachem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 16,95 Punkte oder 0,70 Prozent auf 2.410,75 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 42 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.453 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,23 Prozent, DAX/Frankfurt +0,25 Prozent, FTSE/London +0,37 Prozent und CAC-40/Paris +0,39 Prozent.

Europa ohne Orientierung

In einem orientierungslosen europäischen Börsenumfeld ist der Wiener Aktienmarkt mit Verlusten aus der Sitzung gegangen. Damit hat der Leitindex ATX zur Wochenmitte die jüngste, fünftägige Erholungsbewegung beendet. Marktteilnehmer verwiesen auf die verschärfte Situation am spanischen Anleihenmarkt. Demnach hätten sich die Sorgen der Anleger um die Finanzkraft Spaniens in den Risikoaufschlägen der Festverzinslichen widergespiegelt.

Impulse kamen von zahlreichen Konjunkturindikatoren aus den Vereinigten Staaten. Die Zahl der Wohnbaubeginne brach aufs Jahr hochgerechnet um 10 Prozent auf 593.000 ein. Erfreuliches konnte allerdings die US-Industrieproduktion vermelden. Die Industrieproduktion ist im Mai fast doppelt so stark wie erwartet gestiegen. Auf Monatssicht sei die Produktion um 1,2 Prozent geklettert, teilte die US-Notenbank mit. Volkswirte hatten mit einem Plus um lediglich 0,7 Prozent gerechnet.

Zu den Gewinnern im Wiener prime market zählten die Aktien des Leuchtenherstellers Zumtobel. Der Vorarlberger Konzern hat im letzten halben Jahr 4,5 Mio. Euro in seinen Dornbirner Standort gepumpt. Von einer neuen Leuchte wird dadurch ein Effizienzsprung von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell erwartet. Die Anteile stießen auf rege Nachfrage und verteuerten sich um 1,63 Prozent auf 14,34 Euro.

OMV findet Gaskondensat

Der Mineralölkonzern OMV ist bei Explorationsbohrungen in Südtunesien erneut auf Gaskondensat gestoßen. Dieser siebente erfolgreiche Kohlenwasserstoff-Fund innerhalb der letzten vier Jahre in diesem Gebiet unterstreiche das erhebliche Potenzial dieses Blocks und der umliegenden Explorationskonzession Jenein Sud der OMV. Die Aktien gaben dennoch um 0,11 Prozent auf 26,70 Euro ab.

Die Bankenwerte schlossen in der Verlustzone. Erste Group verloren 2,21 Prozent auf 28,75 Euro und Raiffeisen International schlossen um 2,49 Prozent tiefer bei 32,55 Euro. Unter den Schwergewichten konnten voestalpine um 0,41 Prozent auf 24,64 Euro zulegen.

Der Nachrichtenmangel wurde von zahlreichen Analystenstimmen kompensiert. Im Immobiliensektor wurden zwei Kommentare zur Immofinanz (minus 3,25 Prozent auf 2,38 Euro) und zu Eco Business (plus 0,16 Prozent auf 6,42 Euro) bekannt. Die Experten der Raiffeisen Centrobank haben Rosenbauer von "Buy" auf "Hold" abgestuft, die Papiere notierten um 0,95 Prozent schwächer bei 31,20 Euro. Außerdem reduzierten sie das Kursziel bei Intercell von 25,70 auf 23,40 Euro. Intercell sanken 2,61 Prozent auf 17,53 Euro. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner


1. FRAUENTHAL HOLDING AG +9,41 Prozent
2. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +5,73 Prozent
3. SCHLUMBERGER AG VZ +5,24 Prozent
4. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +2,79 Prozent
5. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH. +2,35 Prozent
6. VIENNA INSURANCE GROUP +2,34 Prozent
7. FLUGHAFEN WIEN AG +2,07 Prozent
8. ZUMTOBEL AG +1,63 Prozent
9. LENZING AG +1,37 Prozent
10. WOLFORD AG +1,15 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


1. LINZ TEXTIL HOLDING AG -5,88 Prozent
2. IMMOFINANZ AG -3,25 Prozent
3. POLYTEC HOLDING AG -2,81 Prozent
4. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG -2,69 Prozent
5. BWT AG -2,66 Prozent
6. INTERCELL AG -2,61 Prozent
7. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -2,49 Prozent
8. RHI AG -2,26 Prozent
9. ERSTE GROUP BANK AG -2,21 Prozent
10. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG -1,79 Prozent

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