Vorarlberg

Transport-Zug entgleist - Arlbergstrecke gesperrt

16. Juni 2010, 17:48
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    foto: apa/mohr reinhard

    Zehn Waggons sind entgleist. Der Unfall geschah zwischen Hintergasse und Braz nahe Bludenz

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    Die Autos die transportiert wurden, ...

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    ... liegen schrottreif an der Unfallsstelle.

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    Auch die Gleise sind stark beschädigt. Zur Zeit ist es noch schwer vorhersehbar, bis wann die Strecke wieder in Betrieb gehen kann

Waggons und Autos wurden auf Campingplatz geschleudert - Lok liegt drei Meter vor einer Haustüre - Bremsversagen wird vermutet

Innsbruck - Auf der Arlbergstrecke bei Braz im Bezirk Bludenz ist in der Nacht auf Mittwoch ein Autotransportzug entgleist. Der Lokführer wurde verletzt. Der Sachschaden dürfte enorm sein. Die ÖBB vermuten ein technisches Gebrechen als Unfallursache. Bremsversagen wird vermutet. Man muss die Ergebnisse der Unfallkommission aber noch abwarten, hieß es bei der ÖBB. Die Strecke bleibt bis mindestens zum Wochenende gesperrt. Der materielle Schaden der ÖBB gehe an die Millionengrenze,  sagte der Pressesprecher. Wer für die demolierten Autos aufkommen muss, wird über die "Schuldfrage" zu klären sein, so der Pressesprecher.

Lok liegt drei Meter vor einer Haustüre

Wir hatten Riesenglück, dass nicht mehr passiert ist", betonte Bludenzer Bezirkshauptmann Johannes Nöbl. Der Autozug führte 16 Waggons. Gegen 3.00 Uhr entgleisten die vier letzten Waggons  im Brazer Bogen. Der restliche Zug fuhr noch einige hundert Meter weiter, bei der ersten Weiche wurden dann die Lok und die übrigen Waggons ausgehoben. Die Lok kam drei Meter vor einer Haustüre zum Liegen. Die Waggons und die Pkw wurden auf den Campingplatz geschleudert. Jeder der Waggons hatte 15 bis 20 Autos geladen. Die Autos, mit denen der Güterzug beladen war, liegen schwer beschädigt im Gelände. Einige Autos sind gasbetriebene Fahrzeuge. Akute Gefahr eines Gasaustritts besteht jedoch nicht.

Kein menschliches Versagen

Normalerweise werde der "Brazer Bogen" mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h passiert. Der Autozug war in der Nacht aber wesentlich schneller unterwegs. Die Geschwindigkeit des Zuges ließ sich nur mehr bedingt reduzieren, gab der Lokführer an. Daher schließen wir auf ein technisches Problem an der Lok oder am Wagen, erklärt ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. "Menschliches Versagen können wir derzeit ausschließen", so Zumtobel. Dem Lokführer, der bei den Unfall verletzt wurde, gehe es "den Umständen entsprechend gut". Der Mann erlitt einen schweren Schock.

Zugverspätungen auf der Arlberstrecke

Zwischen Landeck und Bludenz wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen bereitgestellt. Reisen über den Arlberg werden sich um rund 20 Minuten verlängern. Die eingleisige Strecke wird mindestens bis Montag gesperrt bleiben.

Gleise stark beschädigt

An der ÖBB-Infrastruktur wurden etwa 700 bis 800 Meter der Gleisanlagen sowie eine Einfahrweiche beschädigt, zudem wurden sieben Fahrleitungsmasten geknickt.

Laut Feuerwehr-Einsatzleiter Eugen Burtscher sind rund 100 Einsatzkräftean Ort und Stelle. Gegen Mittag haben die Aufräumarbeiten begonnen. Zuvor hatte die aus Wien angereiste Unfallkommission ihre Sachverhaltserhebungen durchgeführt. Mittlerweile stünden mehrere Baukräne bereit, um die umgestürzten Waggons zu bergen.

 

Schadenszahlung

Wer für die demolierten Pkw aufkommen muss, werde über die "Schuldfrage" zu klären sein, erklärte Zumtobel. Sollte der Zug - was derzeit nicht angenommen wird - wegen infrastruktureller Mängel entgleist sein, hätte die entsprechende ÖBB-Tochter zu bezahlen. Bei einem Gebrechen an der Lok müsste sich hingegen das Verkehrsunternehmen verantworten, das den Zug betrieb. In diesem Fall die ÖBB-Güterverkehrs-Gesellschaft. Die Eisenbahnunternehmen seien aber alle versichert, "das ist die Grundvoraussetzung für die Benützung unserer Schienen", so Zumtobel.(APA)

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Posting 1 bis 25 von 89
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heinz feichtinger
00
19.6.2010, 22:14
Die Unglücksursache der Entleisung ist geklärt !

Nach dem 1. Autotransportwaggon ist die einzige durchgehende Bremsleitung gerissen und normalerweise bedeutet eine offene Bremsleitung die Abbremsung des Zuges, da der abfallende Druck die Bremsbacken an den Radreifenbremsklötzen bzw. den Scheibenbremsen Anlegen bedeutet. Gebremswerden konnte nur die Lokomotive und der erste Waggon, da sich der Bremsschlauch beim Abriss für die restlichen dreizehn Waggons so unglücklich verklebt hatte, dass dieses passive Sicherheitssystem nicht funktionieren konnte, was heißt die 13 mal 50 Tonnen schweren Waggons schoben den ersten Waggon und die Lokomotive immer schneller talwärts.
Es ist aber möglich eine oder mehrere funkgesteuerte Notablässe in die Schlauchkupplungen einzubauen! Wäre das Fortschritt?

Mr. XX
00
17.6.2010, 14:06

Und was ist wenn der Defekt von einem Güterwagon ausgeht der nicht aus Österreich ist da der Zug ja aus Rumänien gekommen ist?

Muss dann trotzdem die ÖBB zahlen oder die Bahngesellschaft der die Waggons gehören.

Herzerzog Johann
01
17.6.2010, 13:18
Man kann nicht wirklich etwas Sinnvolles dazu sagen ...

... solange noch kein fachkundiger Kommentar zum Thema von Luise Ungerboeck erschienen ist.

Miss Deutung
00
17.6.2010, 09:11

"Einige Autos sind gasbetriebene Fahrzeuge. Akute Gefahr eines Gasaustritts besteht jedoch nicht."

Nun, Neuwagen werden ja vermutlich ohnehin unabhängig von der Treibstoffart eher nicht vollgetankt ausgeliefert.
Und: inwiefern soll der Austritt von Autogas im Freien gefährlich sein?

John Galt17
40
17.6.2010, 08:53
Falsche Richtung

Autos von Rumänien nach Frankreich? Ist das nicht die falsche Richtung? Kein Wunder, dass der Zug entgleist ist...

Teutates
00
17.6.2010, 08:13
Da niemand ernsthaft zu Schaden kam poste ich einmal zu einem Unglück

....die ÖBB versucht wirklich alles um die Autofahrer wieder zurück in die Zugabteile zu bringen.

Miss Deutung
00
17.6.2010, 09:36

Zu Schaden gekommen sind wir alle - finanziell.

saka jamahatsu
10
16.6.2010, 21:38

ha - wieder gespart!
hätten die öbb dort eine lärmschutzwand errichtet - wie geplant - wär die jetzt auch abrasiert worden.

didi111
00
16.6.2010, 21:23
U.a sollten folgende Fragen beantwortet werden:


1.) War der Transportführer die ÖBB oder ein Privater?

2.) Waren die Waggons und die Lok (beziehungsweise der Lokführer) von den ÖBB betrieben, oder waren sie nur als Dritte im System unterwegs?

3.) Wer untersuchte die Waggons beim Grenzeintritt in Österreich?

4.) Waren bzw. sind die Fristen (bei den Waggons) alle eingehalten worden?

Freagen über Fragen, welche abgeklärt werden müssen, bevor man die ÖBB fröhlich vorab verurteilt...

PS.:

Da im Güterverkehr durch die EU-Vorschriften bedingt auch für die ÖBB neue Mitbewerber am Markt sind, ist auch die Möglcihkeit virulent, daß es ein Dritter ist.

Die Erhebungen werden es zeigen.

der_kleine_pariser
 
00
16.6.2010, 22:16

das aheb ich ein posting weiter unten etwas vereinfachter auch gefragt udn zumindest teilweise herausgefunden..

(1)tarnsportführer war entweder die ÖBB oder die SNCF-Tochter STVA (eher zweiteres), der grösste Autotransporteur auf schienen in Europa (habe auf fotos ihr logo entdeckt).

(2)lok und personal waren von den ÖBB gestellt.

(3) wahrscheinlich niemand. es wird nur eine einfache bremsprobe gemacht, also nur getestet ob das bremssystem grundsätzlich funktioniert.

(4) da wär' ich mir bei den Franzosen nicht so sicher... ;) bei dem schrott der hier im personenverkehr herumrollt... und wenn ja, wer sagt dass die untersuchungen ordnungesgemäss gemacht wurden?

der_kleine_pariser
 
10
16.6.2010, 20:44

Wer für die demolierten Pkw aufkommen muss, werde über die "Schuldfrage" zu klären sein, erklärte Zumtobel. Sollte der Zug - was derzeit nicht angenommen wird - wegen infrastruktureller Mängel entgleist sein, hätte die entsprechende ÖBB-Tochter zu bezahlen. Bei einem Gebrechen an der Lok müsste sich hingegen das Verkehrsunternehmen verantworten, das den Zug betrieb. In diesem Fall die ÖBB-Güterverkehrs-Gesellschaft. Die Eisenbahnunternehmen seien aber alle versichert, "das ist die Grundvoraussetzung für die Benützung unserer Schienen", so Zumtobel.(APA)


und wem gehören dei wagons?

wenn deren bremse deffekt war, wer zahlt dann?

der_kleine_pariser
 
10
16.6.2010, 19:38

Wer für die demolierten Pkw aufkommen muss, werde über die "Schuldfrage" zu klären sein, erklärte Zumtobel. Sollte der Zug - was derzeit nicht angenommen wird - wegen infrastruktureller Mängel entgleist sein, hätte die entsprechende ÖBB-Tochter zu bezahlen. Bei einem Gebrechen an der Lok müsste sich hingegen das Verkehrsunternehmen verantworten, das den Zug betrieb. In diesem Fall die ÖBB-Güterverkehrs-Gesellschaft. Die Eisenbahnunternehmen seien aber alle versichert, "das ist die Grundvoraussetzung für die Benützung unserer Schienen", so Zumtobel.(APA)

und wenn's die wagen waren? wem gehören die?

Martin Rosenkranz
42
16.6.2010, 18:55
Da schauts aus...

....wie am Parkplatz des Weltkongresses der Autofahrerinnen.

;:;
00
16.6.2010, 19:22

Es geht nichts über noch so blöde zünftige Vorurteile.

slickibk
01
17.6.2010, 08:27

Amüsant sind sie auf jeden Fall

Def. Izit
00
16.6.2010, 17:05
Errinnert mich an den Crash vor ca. 20 Jahren

Da ist vor Elixhausen ein Güterzug in einer Kurve geradeaus weitergefahren.

Ursache war zu hohe Geschwindigkeit infolge von versagenden Bremsen.

In Zukunft müssen die Lokführere wohl selbst den ganzen Zug "abklopfen", ob Bremsem schließen und lösen.

Arnold Hau
01
16.6.2010, 20:51
Eine solche Bremsprobe muss sowieso gemacht werden

Auch heute. Ob durch den Lokführer oder wen anderen, ist je nach Bahn verschieden. Ohne "Bremszettel" keine Fahrt.

der Zacharias
021
16.6.2010, 14:58
Dank sei dem Schicksal, es hat keine Toten gegeben!

Mein erster Gedanke beim Lesen des Artikels war, um Himmels Willen!, bei den Gewichten bzw. physikalischen Kräften, die hier im Spiel sind... sowas kann in einer Katastrophe enden!

Es freut mich von tiefstem Herzen, dass nur ein Sachschaden entstanden ist, dessen Höhe mir ziemlich bare ist, und wünsche dem Lokführer gute Genesung.

Und so ärgerlich für die Leute aus der Gegend dort die verkehrstechnischen Konsequenzen auch sein mögen:

Es ist niemand draufgegangen. Und das ist die Hauptsache.

Uhu nach dem Waldbrand
30
16.6.2010, 14:42
Dacia ...

... macht mich geil ;)

Uhu nach dem Waldbrand
71
16.6.2010, 14:34
ÖBB verpulvert für neue Bhf-Paläste ...

und spart ein bei Streckensicherung (schon das 2. Unglück in diesem Streckenabschnitt) und technischer Wartung ein - da muss man/frau sich fürchten !!!

Conny Bärlus
20
16.6.2010, 22:49
Typisch Staatsbahn

Da ist halt der Schlendrian drin und wenn was passiert, wird die Verantwortung von Einem zum Anderen geschoben. Hauptsach zig Führungskräfte und tausende unnötige Herumsteher....der ÖBB-Sumpf gehört eben einmal aufgeräumt - auf allen Hierarchieebenen.

Aber solange die Führung in ÖVP-Händen ist, werden die Manager nicht weniger und kompetenter. Und solange die Gewerkschaftler gegen alles sind, werden tausende unnötige Hakler sich gegenseitig im Weg stehen und insgesamt einen schlechteren Output produzieren als mit weniger, dafür gut organisierten Leuten.

Miss Deutung
01
17.6.2010, 09:03

Typisch Privatbahn.
In einer Staatsbahn würde es genau das nicht so leicht geben - nur haben wir in at leider keine mehr.

watzlilaus "walmoerder" wondratschek
 
72
16.6.2010, 15:41
Nicht fuerchten!

Einfach Auto fahren. Oder fuer laengere Strecken fliegen.

Extremsuderer
17
16.6.2010, 16:36
Es gibt ja auch kaum Tote auf den Straßen,

nur durchschnittlich drei pro Tag in Österreich. Aber von verunfallten Zugpassagieren hört man fast stündlich.

voltereta violeta
02
16.6.2010, 15:56
...und nur so nebenbei...

...noch mehr CO2 in die Atmosphäre blasen. Der Klimwandel lässt grüssen!

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