USA fordern 20 Milliarden von BP

15. Juni 2010, 18:52

In seiner für Dienstagabend erwarteten Rede an die Nation wird Barack Obama eine neue Epoche in der US-Umweltpolitik ankündigen

Theodore - Im Zuge seines vierten Besuches in der von der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko betroffenen Bundesstaaten versuchte US-Präsident Barack Obama Optimismus zu verbreiten. Wenige Stunden vor seiner für Dienstagabend 20 Uhr (Ortszeit) angekündigten "Rede an die Nation" gab Obama dabei auch einiges von dem preis, was er in der Ansprache selbst sagen dürfte.

Vor allem aber versuchte er, den Bewohnern der Region Mut in ihrem seit zwei Monaten andauernden, bisher fruchtlosen (siehe nebenstehende Chronik) Kampf gegen die Ölpest zu machen. Die Region, versprach Obama in Alabama, werde am Ende besser dastehen als zuvor: "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Golfküste in einem besseren Zustand hinterlassen werden, als sie es vorher war."

Den Bewohnern der Katastrophenregion sicherte der Präsident Hilfe zu. Seine Regierung werde alles tun, um die Wirtschaft in den von der Ölpest betroffenen Küstenstaaten zu unterstützen. Bis Erfolge zu verzeichnen seien, werde aber noch viel Zeit vergehen: "Ich kann nicht versprechen, dass das Öl über Nacht entfernt wird."

Fisch und Meeresfrüchte aus dem Golf von Mexiko seien aber weiter für den Verzehr geeignet, die Behörden würden die Kontrollen verschärfen und die Sicherheit der Produkte zertifizieren. Die Regierung, erklärte Obama, werde alles tun, um den Lebensstil am Golf "für unsere Kinder und unsere Enkel und unsere Urenkel" zu erhalten.

In der Fernsehansprache am Dienstagabend wird Obama aller Voraussicht nach auch konkret über Umweltschutzpläne der Regierung sprechen. Am Mittwoch trifft er dann erstmals zu persönlichen Gesprächen mit Vertretern des Ölkonzerns BP zusammen. Er kündigte an, von BP rasche, umfassende und angemessene Schadenersatzzahlungen einzufordern.

Druck auf BP wächst

Währenddessen erhöht sich der Druck auf BP: Am Dienstag stufte die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit von BP massiv herunter. Laut Financial Times droht dem Konzern darüber hinaus eine bis zu 20 Milliarden hohe Zahlungsforderung in den Entschädigungsfonds für die Schäden der Ölpest.

Kurz vor Beginn der Kongressanhörungen mit BP-Managern haben US-Abgeordnete auch schwere Vorwürfe gegen den britischen Energiekonzern erhoben. BP habe demnach bei Offshore-Bohrungen billige Schnellverfahren angewandt, schrieben die beiden Demokraten Henry Waxman und Bart Stupak BP-Chef Tony Hayward: "Es scheint, als wenn BP sich wiederholt für ein gewagtes Vorgehen entschieden hat, um Kosten und Zeit einzusparen, und nur minimale Vorkehrungen traf."

Branchenvertreter müssen die ganze Woche lang im Kongress Rede und Antwort stehen. Laut Reuters wird Exxon-Chef Rex Tillerson dem Rivalen eine "dramatische Abkehr von den Industriestandards" vorwerfen. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 16. Juni 2010)

Kommentar posten
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Erzpiefke
 
00
16.6.2010, 04:09
Wenn dadurch alle Schadensrsatzansprüche

abgegolten wären, dann wären die 20 Mrd. $ für BP eine gute Sache und der jetzige Aktienkurs wäre deutlich zu niedrig. Ich befürchte jedoch, daß die 20 Mrd. nicht ausreichen werden. Das Desaster dürfte sich insgesamt kostenerhöhend auf Ölbohrungen in der Tiefsee auswirken.

Irgendein Jürgen
03
16.6.2010, 03:15
Unter G.W. Bush wäre das nicht passiert

Er hätte an der Unglückstelle einen unversehrten Iranischen Reisepass gefunden, und sich die Entschädigung als Kriegsbeute beim Iranfeldzug geholt. Öl- und Rüstungslobby hätten dem kleinen Georgie dann auch noch eine nette Aufmerksamkeit zukommen lassen, und alle wären sie glücklich gewesen. War bisher ja nicht anders, eine Hand wäscht die andere.

Mir scheint, Obama ist einfach zu ehrlich für seinen Job.

cccp1
00
16.6.2010, 02:18
Die fackeln das Öl vor der Küste ab

Und ES STICKT GANZ ERBÄRMLICH weil der Wind landeinwärts weht!!!

Schlapsi
00
16.6.2010, 01:47

Der Obama bringt es höchstens bis zum WE CAN, dann ist Ende.

Funk1
20
16.6.2010, 01:21

Obama will offensichtlich die europäische Wirtschaft schädingen. Erst die Sache mit den Ratingagenturen und jetzt das... Die USA haben deep water drilling erlaubt, obwohl die Gefahren bekannt waren. Zeit für die EU zurückzuschlagen.

Amy Beluci
02
16.6.2010, 03:38
Jawohl

Du hast Recht wir in der EU sollten zurückschlagen. Indem wir mit Erdöl sparen und auf erneuerbare Energie umsteigen. Zeigen wir es den Amerikanern.

denkpanzer
00
16.6.2010, 01:17
"Ich bin zuversichtlich, dass wir die Golfküste in einem besseren Zustand hinterlassen werden, als sie es vorher war."

Äh, ja .... aber klar doch, was sonst. Ein bisschen mit dem Staubsauger drüberfegen, und schwuppdiwupp: nicht nur das Öl ist weg, sondern auch noch der ganze andere Müll, hurra.

Das klingt nach einer perfekte Win-Win-Situation, und niemand kann daher bestreiten, dass es unbedingt noch viel mehr Ölkatastrophen geben sollte!

ill sagt der hausverstand
 
00
16.6.2010, 02:06

Wär ne gute Werbung für Küchenrollenhersteller.

Wisch und ... naja, Sie wissen schon^^

Magic Wand
 
14
16.6.2010, 00:51
also, wenn das mit dem Aktienpreis von BP so weiter geht,


scheint mir die folgende Variante nicht unwahrscheinlich:

BP wird von einem Mitbewerber übernommen. Damit sind alle vollmundigen Versprechen hinfällig, der Käufer zieht sich mit der 75 Mio US$ - Klausel aus der Affäre und hat das Geschäft seines Lebens gemacht ...

sebastian strunz
 
00
16.6.2010, 04:17

man merkt, du weisst echt wovon du sprichst. ist sicher leicht möglich, eine firma zu übernehmen ohne deren verpflichtungen. genau.

duzee2000
00
16.6.2010, 00:43
Exxon's Industriestandards

Lieber Rex!

Vielleicht waren die BP Leut beim anbohren einfach nur ein bissi besoffen. Kann doch mal passieren, oder?

Obiges Posting ist Käse
 
00
16.6.2010, 00:31
Das Öl hat letztlich haufenweise Probleme gebracht.

Man denken an die unzähligen Ölkatastrophen mit Bohrinseln und Öltankern. Man denke an die Ölkrise die von den Golfstaaten künstlich geschaffen wurde um die westl. Welt zu erpressen.

cat /dev/rnd > derstandard.at
00
16.6.2010, 09:41
wos issn mit dir?

die Ölkrise wurde von den Golfstaaten geschaffen?
Und BSE wahrscheinlich von den Kühen erfunden ...

Empfohlenes Posting
 
00
16.6.2010, 19:24
cat ......

Dann gebens mal "ölkrise arabisch" bei Google ein. Da kommen viele viele Seiten, zB. dieses Zitat:

"
Wie entstand die „Ölkrise“

Mit dieser Ölkrise - der absichtlichen Verknappung des Öls - setzten die arabischen Mitglieder der OPEC, das ist Abkürzung für Organisation der erdölexportierenden Länder, die ölkaufenden Länder unter Druck.
"

Aber eh nix neues das Std.Poster wie von nix eine Ahnung.

cat /dev/rnd > derstandard.at
00
16.6.2010, 23:08
including you, "empfohlenes posting"

"Aber eh nix neues das Std.Poster wie von nix eine Ahnung."

Sprache verwendete inkludiert auch Ihnen von die Das.

cat /dev/rnd > derstandard.at
00
16.6.2010, 23:17
achja, nochwas, ein bissl Off-Topic:

scheints haben Sie versehentlich den falschen Faka/Nick für dieses Posting verwendet, denn "Empfohlenes Posting" verwenden Sie üblicherweise für Kfz-Stories.

Chris Quast
32
16.6.2010, 00:22

ich glaub die wollen bp killen !! nur killen im schädl die ami :-)

goodfather
00
16.6.2010, 03:17


ich glaub die wollen den firmen mal zeigen, wie man verantwortung trägt

F S 3
00
16.6.2010, 00:05
"Obama kam am Strand an, bückte sich nach einem Stückchen öligem Sand, schüttelte einige Hände der Leute, die angeblich dort aufräumten, und verschwand mit seinem Hubi wieder Richtung Flughafen…

…Nachdem der Präzi weg war, wurden die Leute vom Strand mit Lastwägen wieder weggebracht…"

So ein Anreiner.



EIN KURZFILM mit einigen Interviews von realen Leuten, was dort tatsächlich abläuft…
http://www.youtube.com/watch?v=xRl6-o8CpXA



Die Leute haben offenbar Angst zu reden. Wenn sie diesen Film ansehen, werden sie vielleicht erkennen, wieso…

valtheWU
00
16.6.2010, 09:07
Die Anreiner waren nicht real?

Wie jetzt? Und wer ist dieser "Präzi"?

Prätsisieren Sie sich bitte!

Christoph Karl Steininger
00
15.6.2010, 23:47
Robert Silverberg

der berühmte Autor aus Amerika hat in seinen utopischen Geschichten eine Zweiteilung des Amtes eines Weltenlenkers vorausgesehen:
Der Pontifex ist derjenige der die groben Richtlinien der Politik vorgibt. Und der Coronal, der König der Welt, versucht sich an der realen Verwirklichung dieser Vorgaben.
B. Obama ist Pontifex und Coronal in einem. Ob das gelingt?

denkansatz
01
15.6.2010, 23:33
Erst das Loch stopfen, aus dem das Öl kommt

Dann übers Geld reden.

Stephen Ferrando
00
15.6.2010, 23:31

Erstmal sollte die USA für die Napalm Schäden in Vietnam aufkommen.

- der liebe gott -
00
15.6.2010, 23:15

das kann aber nur mal als erste anzahlung gemeint sein, oder?

der Farbenblinde
113
15.6.2010, 23:03
1 Mrd für jedes ölverklebte elend verendete Tier!! Das wäre angemessen!!!

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