Tierische Erlebnisse

15. Juni 2010, 18:31
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Südafrika ist bekannt für seine Fauna

Im Pressezentrum des Ellis-Park-Stadions wurden unter anderen gesichtet: ein usbekischer Kampfhund, ein bulgarischer Killerwal und ein mexikanischer Geier. Mittendrin war noch ein belgischer Angsthase, er arbeitet für die Fifa. Er ist beauftragt, die Karten für ein WM-Spiel nach keinem Prinzip zu verteilen.

Eine Stunde vor Anpfiff drängt sich die Meute um den Hasen. Er hat 25 Tickets für 350 Tiere, ruft Namen auf. Keiner versteht ihn, zu laut ist das Gebrüll, der Hase wird panisch, wirft den Fraß vor das Rudel, schlägt Haken, flüchtet. Kampfhund, Killerwal und Geier fallen übereinander her, beißen, kratzen, boxen.

Der österreichische Fuchs schaut schwer irritiert zu, denkt sich: "So soll ein Mensch niemals enden." Gewonnen hat übrigens der Killerwal, Kampfhund und Geier werden ihre Wunden lecken und es wieder versuchen.

Andere Geschichten aus der vielfältigen Tierwelt. Road Lodge Rivonia, fast im Morgengrauen. Man geht vor die Tür, begrüßt den Tag, der Wachebeamte sagt: "How are you, my friend, God bless you." Man atmet durch und die Kaltfront ein. Schaut runter, sitzen auf der Stufe zwei grausliche Ratten und starren einen irrsinnig blöd an. Nach dem Motto: Wie man in den Wald ruft, so hallt es zurück.

Man ist schon wieder schwer irritiert, macht zwei Schritte zurück. Die Ratten verharren, als wären sie angeschraubt. Zwei Löwen, zwei Elefanten, zwei Büffel oder zwei Zebras wären weit weniger überraschend gewesen. Zwei Leoparden konnte man natürlich ausschließen, denn der Leopard tritt ja nicht im Rudel auf. Das unterscheidet ihn vom bulgarischen Killerwal. (Christian Hackl, DER STANDARD Printausgabe 16.06.2010)

 

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