Japanischer Baby-Roboter soll menschliches Lernen erklären

15. Juni 2010, 16:23
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"Noby" wurde neun Monate altem Baby nachempfunden

Japanische Wissenschafter haben einen Baby-Roboter entwickelt, der das Verhalten und die Entwicklung von Kindern simuliert. Der 71 Zentimeter große Roboter namens "Noby", der einem neun Monate alten Baby nachempfunden wurde, verspreche neue Erkenntnisse über das Aufwachsen und die Lernmechanismen von Menschen, sagte Chefentwickler Yasuo Kuniyoshi von der Universität Tokio am Dienstag.

600 Sensoren

Der Baby-Roboter ist Teil eines Projekts zu Humanoiden, also menschenähnlichen Robotern, der Universität Osaka, das von der Japanischen Wissenschafts- und Technologieagentur (JST) gefördert wird. Langfristig will das Team Roboter entwickeln, die mit Menschen zusammenleben können. Der 7,9 Kilogramm schwere "Noby" hat bewegliche Gliedmaßen. 600 Sensoren an seinem Körper reagieren auf Berührungen, Kameras und Mikrofone in seinem Kopf lassen ihn sehen und hören. Ein leistungsstarker Computer registriert alle Daten. "Man kann Software in den Roboter laden, seine Reaktionen auf Menschen und Umgebung beobachten und mit dem Verhalten echter Kinder vergleichen," erklärte Kuniyoshi. Falls der Roboter seltsam reagiere, könnten die Wissenschafter die Software anpassen.

Weitere Kinder-Roboter

Neben "Noby" haben die Wissenschafter den Humanoid "M3-Kindy" entwickelt, der an der Hand gehen kann wie ein fünfjähriges Kind, sowie "M3-Neony", der ein Neugeborenes darstellt. "M3" steht für "man-made man" ("menschengemachter Mensch"). (APA/AFP)

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    Noby

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