"Auf einer Gstett'n dürfen Bäume sterben"

Julia Schilly
22. Juni 2010, 16:34

Auf den Aspanggründen im dritten Wiener Gemeindebezirk darf die Natur wild sein, zumindest bis die ordnende menschliche Hand die Baulücke schließt - ein Spaziergang.

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foto: jus/derstandard.at

Auf einer noch ungenützten Fläche der Baustelle Aspanggründe erobert sich die Natur den Boden zurück.

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Ganz schön überraschend...

... do schau her! In einer Stadt stehen Häuser. Und alles ist zubetoniert. Welch Überraschung. So mancher Wiener, der zwischen schimmligem Gemeindebau und triester Arbeitsstätte hin und her pilgert, kennt Natur wohl nur noch aus dem Fernsehgerät. Tipp: Nur ein paar Minuten AUSSERHALB der Stadt gibt es auch Natur. Gar nicht mal so wenig. Und Feldhasen. Man solls nicht glauben, in vielen Vorortgemeinden leben auch Menschen, die haben noch Wiesen und Felder vor der Haustür. Aus Sicht der dummen Provinzler, als welcher ich mich oute, könnte man freilich in Wien gerne Straßenzug um Strazenzug platt machen und wieder der Natur übergeben... Eine gewisse Ironie haben das Thema und die zugehörigen Postings aber schon.

wobei die leut von außerhalb die zubetonierten straßen in wien doch auch wieder sehr schätzen, wenn sie mit ihren ko-, wu-, gf- und md-autos in die stadt fahren - zum arbeiten, shoppen, flanieren und generell menschen sehen (auch der netteste feldhase ist keine wirklich abendfüllende gesellschaft).

Ich gehe gerne nach "Ausserhalb"

Z.B. ist es in den Feldern von Rothneusiedl sehr nett. Und dort will man auch alles zubetonieren. Und dieses "Ausserhalb" rückt wieder ein Stück weiter weg.

Keine geschützten Tiere zu finden?

Kann denn niemand eine geschützte Tierart auf dem Gelände finden? So wie beim Sender "Radio Österreich International". Dort hatten schon die niedlichen Ziesel für einen Baustopp ausgereicht.

wunderschön

Seit 20 Jahren wohne ich direkt an den Aspanggründen. Es war immer wunderbar, aus dem Fenster zu sehen. Grüne Wiese, grüne Bäume, zirpende Grillen, hie und da ein Hase. Und jetzt? Ein häßlicher Betonklotz vor meinen Augen. Ständig Baulärm, brüllende Bauarbeiter, ein Betonrüttler, der mich jeden Tag quält. Warum kann man die Grünbereiche nicht lassen? Mir hat man den letzten Rest von Lebensqualität genommen. Für ein Prestigeprojekt der Wiener Politik. Vielen Dank!!!

das haus, in dem sie wohnen....

... was war dort bevor es errichtet wurde?

Deswegen bin ich für

leistbare Gemeindebau-Wolkenkratzer.

Ich kann Sie beruhigen Global gibt es immer mehr
Flächen wo sich die Natur wieder ihr Terrain retour
holt, durch abwandern in die Städte.

Nach 3 Hochwasser ist man froh im 10ten Stock
zu wohnen.

immer dasselbe argument!

bin auch der meinung, dass man in der stadt nicht aus profitgier alles zubetonieren soll. über jede baulücke soll man sich freuen, sie lockert die stadt auf.

Nach Zerstörung ihres Lebensraums, was wird aus den Hasen werden?

Prestige Projekt

Jedes Feld wird sich in Wien in einen Betonklotz verwandeln ,die FPÖ oder ÖVP würde das noch schneller machen weils Kohle bringt.
Zahlen deine Hasen,Grillen Ameisen miete oder abgaben
NEIN.

1030 schlachthausgasse:

auch dort hat die stadtwildnis in den beton beißen müssen!

Bild 17

könnte das vom Linienwall stammen??

@Stadtwildnis: sehr wichtig und erhaltenswert!
Habe als G'schrapp auch noch auf der G'stättn gespielt (im 21.), gut, sowas geht den Kindern heute nicht mehr ab, die Gesellschaft verändert sich halt...

Cool

In dem weißen Haus mit dem runden Turm auf Foto 1 und 2 hab ich in den 70ern als Kind mit meinen Eltern gewohnt, und zwar ganz oben. Vom elterlichen Schlafzimmer aus hatte man einen herrlichen Blick auf die Aspanggründe. Schade, dass wir dort nicht geblieben sind, ich mochte die Gegend sehr.

links ?

dort wo die Bruecke ueber die Schnellbahn war ?

bin schon neugierig wie sie die luftschutzbunker...

die dort mehrere stockwerke runtergehen in das eurogate integrieren...

welche luftschutzbunker?
dem text nach sind die luftschutzkeller im kellerberg, ob der aspangbahnhof solche hatte??

nette fotos

aber die suderei von wegen "oje, mitten in der großstadt gibts keine hasen" ist ein wenig lächerlich. wer hasen oder fasane vor der haustüre haben will, soll aufs land ziehen. eine großstadt ist ein von menschen für menschen gemachter, völlig unnatürlicher lebensraum.

Falsch, Architektur und generell Verbauung folgt in erster Linie den Anforderungen des Marktes, und erst in zweiter Linie den Bedürfnissen der Menschen!

Genauso wie am Land Straßen, Eisenbahn und Nahversorger benötigt werden, braucht man in der Stadt Grünflächen!

verbaung folgt "anforderung des markts"

bei den vielen leerstehenden bürohäusern nicht einmal das!
lasst doch überrall ein paar bäume stehen, in unserer klimawandelzeit sind sie unersetzlich.

??

welche Suderei ?

Hasen, Fasane, Füchse, herrlose Katzen, ...

In der urwüchsigen Wildnis der Aspanggründe leben jede Menge Wildtiere, Hasen, Fasane, Füchse, Katzen, ... deren Lebensraum nun mehr und mehr durch das Monsterprojekt 'Eurogate' eingeengt wird. Kein Mensch fragt, was aus diesen Tieren werden soll. Dabei soll es in 'Eurogate' eine Parklandschaft geben. Allerdings eine von Menschen Hand. Zuerst wird die einzigartig Naturlandschaft ausgelöscht. Um hernach einen Reißbrettpark anzulegen. Und - besonders aberwitzig - einen Naturlehrpfad. Nach Vernichtung der Natur!

Bild 7

"Ich habe schon einige tote Vögel gesehen, die die Scheiben nicht wahrnehmen."
Tote Vögel nehmen selten etwas wahr. Deshalb heißen sie auch tote Vögel.

>Tote Vögel nehmen selten etwas wahr.
Im Klartext bedeutet der Satz, dass es tote Vögel gibt, die etwas wahrnehmen können, auch wenn diese selten sind.

Lieber Herr Deutschprofessor!

Wir wissen aber alle, was gemeint ist.

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