Auch das Risiko-Spiel zwischen England und Algerien am Freitag soll von Polizeischülern bewacht werden
Kapstadt - Die Organisatoren der Fußball-WM in Südafrika haben auf den
Streik
der Ordner reagiert. In vier Stadien
werden ab sofort Polizeikräfte
die Sicherheitsaufgaben übernehmen. Auch
das Spiel Brasilien gegen
Nordkorea am (heutigen) Dienstagabend im Johannesburger Ellis Park
ist von dieser Regelung betroffen. Das teilten WM-OK und Polizei am
Dienstag mit.
Seit Sonntag fordern die von
einer privaten Sicherheitsfirma
engagierten Stewards die Zahlung von
angeblich vorab ausgehandelten
Gehältern. Nach dem Beginn des Protests in Durban weitete sich der
Streik auf Kapstadt und Johannesburg aus. Die
neue Regelung gilt
zudem für das Stadion in Port Elizabeth.
Ordner forderten ausstehende Löhne ein
2000 Ordner zogen am Dienstag durch Durban und forderten die Zahlung aussehender Löhne. Sie warfen dem Sicherheitsunternehmen Stallion Security Consortium vor, Vereinbarungen gebrochen zu haben und forderten den Weltfußballverband FIFA auf, ihre Ansprüche zu bestätigen.
Die Polizei vereinbarte mit dem Veranstalter, in zwei WM-Städten der zuständigen Sicherheitsfirma den Ordnerdienst zu entziehen und ihn selbst zu übernehmen. Das überwiegend aus Polizeischülern bestehende Aufgebot soll auch am Freitag beim Risiko-Spiel zwischen England und Algerien diese Aufgaben übernehmen. Die Partie ist eine von elf mit erhöhtem Terrorrisiko. Das Problem: Die Polizeischüler sind für die Kontrollen auf Waffen nicht ausgebildet.
Bereits am Vorabend war es in Durban nach dem Spiel Deutschland gegen Australien zu heftigen Protesten der Ordnungskräfte und Ausschreitungen gekommen. Die Polizei hatte Gummigeschosse und Tränengas gegen die Demonstranten eingesetzt, die höhere Löhne gefordert hatten (derStandard.at berichtete).
Probleme gab es auch in Johannesburg, wo die Busfahrer sogar ohne Wissen ihrer Gewerkschaft streikten. Rund 1000 Fußball-Fans kamen nach dem Spiel der Niederlande gegen Dänemark im Soccer-City-Stadion (2:0) am Montag nicht mit dem Linien des Busnetzes BRT zurück ins Stadtzentrum. 'Es war ein überraschender Streik, wir wussten nichts davon', gab Tahir Sema, Sprecher der Gewerkschaft Samwu zu.
Am Dienstag gab Lisa Seftel, Chefin des Transportsystems von Johannesburg, Entwarnung: 'Die Busse fahren wieder ganz normal. Wir haben in der Nacht eine Einigung erzielt.' Die Busfahrer hatten eine Überstundenbezahlung verlangt, weil sie aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zusätzliche Schichten einlegen mussten. (APA)
das große Gschichtel vom "wir profitieren ALLE" von solchen Veranstaltungen platzt plus Südafrika frühzeitig aus dem Tunier ist... whusch krach bum. Aus der Traum und her mit den... ich möchts gar nicht wissen, aber in diesem Land, kann sich eine unheimliche Dynamik entwickeln. Man muss sich nur die Jahre 1990-94 anschauen... beziehungsweise die letzten Riots gegen Migranten aus den angrenzenden Länder.
Viele Leute sind dort arm, leben im Dreck und werden es danach auch bleiben. Und zugleich werden sie mit westlichen Werten konfrontiert und würden am liebsten in nichts anderem als ihrer künstlich generierten "Generations-DailySoap-Welt" leben.
Die WM bringt dem Land und den Menschen gar nix! Die einzigen die davon profitieren ist die FIFA und einige Offizielle in Südafrika!
Bei WM oder EM oder anderen Großveranstaltungen sollten arbeitsrechtliche Mindeststandards gelten, die die FIFA auch in Ihre Statuten aufnehmen muss!
Es kann nicht sein, dass die Menschen die diese Spiele am Leben halten und für die Organisation und Sicherheit sorgen mit einem Hungerlohn abgespeist werden!!!
Es ist so widerlich mitanzusehen, wie der Fussball mißbraucht wird.
Ich würde in diesem FAll auch von Blut-Fussball reden!
Naja, das IOC würde ich noch vor der FIFA reihen, aber sonst volle Zustimmung.
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