Die Modalitäten des anstehenden Kompromisses

15. Juni 2010, 13:42

Moratorium besteht weiterhin - Walfang "in engen Grenzen" auch im antarktischen Schutzgebiet

Tokio - Nur wenige Tage vor der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) hat Japan mit seinem Austritt aus dem Gremium gedroht. Sollte das seit dem Jahr 1986 international gültige kommerzielle Walfangverbot nicht gelockert werden, erwäge man verschiedene Optionen, sagte der neue Fischereiminister Masahiko Yamada am Dienstag in seinem ersten Interview.

Der japanische Walfang in der Antarktis findet offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken statt. Kritikern zufolge ist das aber nur ein Vorwand für den kommerziellen Walfang. Japan hatte bereits mehrmals mit dem Austritt aus dem IWC gedroht. Yamada wurde erst vergangene Woche vom neuen japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan zum Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei ernannt.

Neuer Kompromiss

Die Internationale Walfangkommission will unterdessen mit einem neuen Kompromisspapier das jahrzehntelange Ringen um den Walfang beenden. Die 88 IWC-Mitgliedsländer werden auf ihrer Konferenz in Agadir vom 21. bis 25. Juni darüber beraten. Für eine Entscheidung ist eine Dreiviertel-Mehrheit nötig. Der Vorschlag besagt unter anderem:

  • Das Walfangmoratorium besteht weiterhin, dennoch soll der Fang für zehn Jahre in engen Grenzen erlaubt werden.
  • Es dürfen weiterhin nur die Länder Wale fangen, die es ohnehin schon unter Berufung auf Ausnahmeregelungen tun - das sind Japan, Island und Norwegen.
  • Allerdings gibt es strenge Fangquoten. Nach den Quoten werden laut IWC in den kommenden zehn Jahren insgesamt 3.200 Wale weniger getötet als es ohne die Quoten der Fall gewesen wäre. Zum Vergleich dienten die Fangzahlen von 2005 bis 2009.
  • Das Papier erlaubt auch den japanischen Walfang im antarktischen Schutzgebiet
  • Es erlaubt weiterhin den Walfang von indigenen Völkern in Grönland, Russland und Alaska. Allerdings soll dieser Fang nicht auf andere Völker ausgeweitet werden.
  • Es sollen strenge Überwachungsprogramme und zudem ein neues südatlantisches Schutzgebiet geschaffen werden.
  • Die IWC soll Arbeitsschwerpunkte auf die Erholung bedrohter Walbestände und auf weitere Schutzmaßnahmen legen.
  • Zudem soll die IWC versuchen, die Zahl der im Beifang sterbenden Wale zu reduzieren, und sich um die Bedrohung durch Klimawandel und Umweltverschmutzung kümmern. (APA/red)
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19 Postings
BLUEWING
00
22.6.2010, 00:07
STOP KILLING WHALES!

STOP KILLING WHALES! JAPAN, NORWEGEN, ISLAND. DREI SCHANDFLECKE AUF DER LANDKARTE! In Japan landen die meisten Wale in Feinschmeckerlokalen, werden aber nur zu Wissenschaftlichen Zwecken gefangen und umgebracht, KLAR! Die Norweger saufen scheinbar neben Alkohol nur Lebertran, zum Ausgleich und die Isländer würde ich nicht in die EU lassen. Die sollen bleiben wo sie sind. WIRTSCHAFSBLOCKADE FÜR ALLE DREI LÄNDER!
BLUEWING BVI

Wechselländer
02
17.6.2010, 07:53

Ich kann dieses ewige "wir fangen nur zu wissenschaftlichen Zwecken" nicht mehr hören. Welche sind das? Wie man Walsteak am saftigsten brät?

watzlilaus "walmoerder" wondratschek
 
31
16.6.2010, 15:27
Es gibt noch Hoffnung fuer die Menschheit!

Endlich zeigt die internationale Gemeinschaft Vernunft, indem sie Oeko-Esoteriker in die Schranken weist!

Wale sind eine natuerliche Ressource wie andere Sachen auch - Schafe, Baeume, Oellagerstaetten...

Wechselländer
00
19.6.2010, 18:58

Für manche Poster gibts keine Hoffnung mehr.

Extremsuderer
01
16.6.2010, 19:52
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich

Schafe und Bäume mit Walen zu vergleichen, ist mehr als weit hergeholt. Beides wächst vergleichsmäßig schnell nach bzw. kann gezüchtet werden. Wale werden unbestritten immer weniger, und das rasend schnell.
Außerdem macht die Erzeugung von Bauholz, Wolle, Käse usw. durchaus Sinn. Walknochenmehl als weiß-Gott-was für ein Wundermittelchen erlaube ich mir aber in Frage zu stellen.
Die Resource Wal ist extrem beschränkt, genauso wie der Intellekt mancher Poster.

NaOida!
01
16.6.2010, 11:42
10 jahre erlaubt aber nur 7 jahre möglich ...

... bis dahin sind eh alle ausgerottet

Dr. Seltsam
 
02
16.6.2010, 10:34

Bin für einen konzertierten Boykott japanischer Waren. Damit würde das Walfangproblem schnell erledigt sein.

standardabweichung
03
16.6.2010, 09:05

nämlich von 2320 bis 2340

Gilgamesh
01
16.6.2010, 08:32

Das IWC ist gar nicht berechtigt dies zu entscheiden und somit sind die gekauften Stimmen für den Walfang irrelevant.
Das Meer gehört JEDEM Menschen, wenn also jemand den Walfang erlauben kann, dann sind es wir, alle Menschen dieser Welt und da möchte ich sehen, dass hirnloser Meeressäugerabschlachter auch nur annähernd eine Mehrheit bekommen....

Wir sollten unsere Vertreter mobilisieren und jeder Walfangnation ein generelles Einfuhrverbot für jede Ware in die EU erteilen....

Japan würde schnell mit dem Schwachsinn aufhören.....

fuerTiere
12
16.6.2010, 08:08
gegen den Walfang !!!

Die Japaner versuchen durch das Schlupfloch des sogenannten wissenschaftlichen Walfangs, ihre Fangaktionen vor der Welt zu rechtfertigen. Nach Abschluß der wissenschaftlichen Untersuchungen werden die getöteten Tiere jedoch in ihre Einzelteile zerlegt und verkauft. 30 - 40 Millionen Euro werden nach Aussage der japanischen Fischereibehörde jährlich durch den Verkauf der Wale erwirtschaftet. Rund 110.000 Euro bringt ein erwachsener Zwergwal auf dem Markt.

NONE
00
16.6.2010, 03:21

Wie kann ein Moratorium bestehen bleiben wenn es für 10 Jahre ausser Kraft gesetzt wird?


Kann mir das bitte einer erklären...

Balrok Gauron
03
15.6.2010, 20:23
Bitte liebe Ausserirdischen

Rottet die Menschen aus

worry1
26
15.6.2010, 19:21
Ja rottet alles Lebende aus und macht es zu Geld

damit wir wieder eine tolle Finanzkrise haben und danach auch gleich alle sterben.
Das dümmste Viech ist der Mensch.

greenling
08
15.6.2010, 19:03
Bravo Mensch,

man könnte meinen, dass je näher wird dem Zeitpunkt kommen, an dem die Natur, so wie wir sie kennen und lieben, irreparabel geschädigt sein wird, wir umso heftiger mit dem Zerstören fortfahren.
Wale bedroht - lasst uns wieder Wale fangen!
Öl verpestet die Natur- lasst uns in der Arktis und Grönland nach Öl bohren!
Klimawandel lässt unsere Gletscher verschwinden, Arten sterben aus, das CO2 versauert die Meere... lasst uns neue Kohlekraftwerke bauen und die Förderungen für erneuerbare Energien kürzen!

Weiter so!

Mathias
 
01
15.6.2010, 16:34
Das Papier erlaubt auch den japanischen Walfang im antarktischen Schutzgebiet

Toll... endlich bekommen die Russen und Amerikaner "Übungsziele" für ihre U-Boote ....

FFluXXuSS
00
15.6.2010, 15:06
Was passiert eigentlich, wenn

sich die Wale verabschieden?

Heinz Schmid
00
15.6.2010, 16:57
dann wird sicher jemand es einen Walersatzstoff auf den Markt bringen

wahrscheinlich sowas wie ein Wal-Tamigochi - Made in Japan

petrarca
05
15.6.2010, 16:00
Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart

mrDojo
42
15.6.2010, 15:21
unmöglich

darwin hat es gezeigt.
die evolution wird die wale gegen harpunen imun machen, es dauert halt noch ein wenig.

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