Nationalbibliothek

Google digitalisiert historischen Buchbestand

15. Juni 2010, 13:24

ÖNB-Generaldirektorin Rachinger: "Bisher größte Public Private Partnership in der österreichischen Kulturlandschaft"

Google wird den urheberrechtsfreien Buchbestand der Österreichischen Nationalbibliothek digitalisieren und dadurch weltweit online abrufbar machen. Nicht nur für die Bibliothek sei die künftige Zusammenarbeit "ein Meilenstein", sagte ÖNB-Generaldirektorin Rachinger: "Es handelt sich um die bisher größte Public Private Partnership in der österreichischen Kulturlandschaft."

"Das ist mit dem Denkmalamt abgeklärt."

Mit eigenen Mitteln wäre das Projekt nicht zu bewältigen, schilderte Rachinger. Google trage die gesamten Digitalisierungskosten, die pro Buch zwischen 50 und 100 Euro koste und in Bayern durchgeführt werde ("Das ist mit dem Denkmalamt abgeklärt."). 400.000 Bände vom 16. bis ins 19. Jahrhundert (mit Ausnahme jener Bücher, bei denen konservatorische Bedenken dagegen sprechen) sollen dabei im Volltext erfasst werden - rund 120 Mio. Buchseiten sind danach online und kostenlos abrufbar.

"Anders gesagt: Wir ersparen den österreichischen Steuerzahlern 30 Mio. Euro", rechnete Rachinger vor. Die Vorarbeiten starten sofort, ab dem kommenden Jahr wird digitalisiert, das Projekt ist auf sechs Jahre anberaumt.

"Wir befinden uns in bester Gesellschaft"

Google hat derzeit rund zwei Millionen Werke über Verlagspartnerschaften und mehr als zehn Millionen Werke aus über 40 Bibliotheken wie jenen von Harvard, Stanford und Oxford, die Bayerische Staatsbibliothek oder die Nationalbibliothek von Rom und Florenz abrufbar. "Wir befinden uns in bester Gesellschaft", sagte Rachinger.

Google habe "kein Monopol" über die Nutzung der digitalisierten Bestände, versicherte Rachinger. Die über die Online-Suche der ÖNB einsteigenden Nutzer würden keineswegs automatisch auf Google Books weitergeleitet. (APA)

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15 Postings
Plaats van Samenkomst
00
21.6.2010, 20:53
Zumittag gibt es in der ONB am Heldenplatz

keinen eizigen freien Spind. Eine Schande sondergleichen. Das wären die banalen Probleme, um die sich Rachinger kümmern sollte!

caro123 ohne nachnamen
00
25.6.2010, 17:48
Wie?

Indem sie den Leuten, die früher aufstehen als Sie, das Betreten der Bibliothek verbietet?

Metternichmich!
00
20.6.2010, 22:18
Armutszeugnis für Europa

dass es dafür einen amerikanischen Konzern braucht...

Herpes Bettzwerg
00
16.6.2010, 19:33

hat es nicht bereits vor 2 od. 3 jahren geheißen, die nb würde (endlich) auf den zug der digitalisierung aufspringen?
bilde mir ein, dass da damals auch von einem mehrjährigen projekt gesprochen wurde, das aber intern angegangen worden wäre. wurden da irgendwelche vorarbeiten getroffen, also z.b. leute engagiert, geräte beschafft etc.?
irgendwie schaut das so aus, als ob die nb nicht imstande wäre, die digitalisierung selbst durchzuführen. und jetzt wird das steuerzahlerargument vorgeschoben, damit's nicht allzu peinlich wird.

caro123 ohne nachnamen
00
25.6.2010, 17:52
Digitalisierungsprojekte

Die ÖNB hat sehr wohl eigene Digitalisierungsprojekte wie ANNO und ALEX.

Allerdings wohl kaum die Möglichkeit um 30 Mio. EUR 400.000 Bände in ca. 5-6 Jahren zu digitalisieren. Für die laufenden Digitalisierungsprojekte gibt es aus Geldmangel nicht einmal Texterkennung und somit keine Volltextsuche.

theBORG
00
16.6.2010, 22:43

Mit der Digitalisierung von Kulturgütern ist es wie mit Bildung und Spenden an 3.Welt Länder. Wenn die Presse fragt dann arbeitet man angeblich intern gerade an tollen Verbesserungen und will in Zukunft mehr Geld investieren.

monkeybase
00
16.6.2010, 23:42
sie wissen...

... näheres oder plaudern sie einfach nur drauf los?

Allmächtiger Satan
21
15.6.2010, 21:01

Danke Google. Alle anderen scheinen ja unfähig oder gar dagegen zu sein, Information für jedermann bereitzustellen. Der Fortschritt und die Wissenschaft danken vielmals.

GevatterTod
01
15.6.2010, 20:25
die Details bitte, die Details

in guter Gesellschaft: die europaeischen und auch andere ausser-USamerikanisch Autoren haben den groszen Reibach von Google mit der Verwertung von nicht mehr im Druck befindlichen Buechern zumindest wieder vor Gericht gebracht!

Allmächtiger Satan
00
15.6.2010, 21:00

Krampfposter.

GevatterTod
00
16.6.2010, 14:40
lieber Teufl, ohne mich hättest kaum Kunden

müsstest alle selber holen.

Aber die Verträge z.B. der Post mit dem Herold Verlag betreffs Produktion/Redaktion der Telefonbücher sind schon gschmackig.
Darum die Mutmßung das die Nationalbibliothel ähnlich dähmlich ( Verzeihung ein Typo ) agiert liegt nahe.

Warum holst du als Teufl nicht die, die wir alle zu dir wünschen?

il nerd
03
15.6.2010, 18:24
... da baut eine österreichsiche firma

buecherdigitalisier-geräte und wir müssen es nach google-land (virtuelle grenze) auslagern ... bravo

Allmächtiger Satan
00
16.6.2010, 14:45

Ö Firma: 30Mio Kosten
Google: 0 Kosten

Schwere Entscheidung. Besonders bei Werken, die ausnahmslos urheberrechtbefreites Allgemeingut sind.

eclecticon
00
15.6.2010, 23:49

30 mio euro....

wir hättens uns statt dem assistenzeinsatz leisten können
aber derartige vorhaben haben bei unseren politikern und unserer wirtschaft (hätt ja wirklich jeder andere auch anleiern können) keinerlei priorität


red bull, google & co
das gibts um gück so ein paar firmen die - sicher nicht ohne eigennutz, aber was macht das schon - geld in die hand nehmen und projekte anreißen, deren direkte rentabilität eher gering ist, die aber der öffentlichkeit oftmals einiges bringen

Er staunt
00
15.6.2010, 21:29

Was wollen Sie - die verwenden in München ja sowieso die Treventus-Dinger...?

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