SPÖ will "Neue Mittelschule" ausweiten

15. Juni 2010, 13:18
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Bildungslandesrätin will "gemeinsamen steirischen Schulterschluss" - Unterschriftenliste und Entschließungsantrag für Landtag

Auf die Ausweitung und Übernahme der "Neuen Mittelschule" ins Regelschulwesen pocht die steirische SPÖ. SPÖ-Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann, Klubobmann Walter Kröpfl, der Bildungsvorsitzende und die Vorsitzende der "Jungen Generation" forderten am Dienstag im Pressegespräch eine "Neue Mittelschule - jetzt und für alle". Diesbezüglich will man einen Entschließungsantrag in den Landtag einbringen, um bundesweit weiteren Druck auszuüben.

In der Steiermark besuchen zurzeit rund 3.100 Schülerinnen und Schüler in den drei Regionen Murau, Voitsberg und Graz den Modellversuch "Neue Mittelschule", 75 Schulen weitere würden ihn gerne durchsetzen, so der Vorsitzende der Landesbildung in der steirischen SPÖ, der Landtagsabgeordnete Johannes Schwarz. Landesweit sei "neue Motivation bei den Lehrerinnen und Lehrern, große Lernbereitschaft bei den Schülerinnen und Schülern und ein ganz klares Bedürfnis der Eltern nach der Neuen Mittelschule feststellbar", berichtete SPÖ-Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann ihren Eindruck bei den Besuchen in den Regionen. Eine Ausweitung und Übernahme ins Regelschulwesen scheitere laut Grossmann "an der ÖVP, die es einfach nicht schaffe, die Bedürfnisse unserer Kinder in den Mittelpunkt der Bildungspolitik zu stellen". Die Landesrätin will "in einem gemeinsamen steirischen Schulterschluss bundesweit die ÖVP-Blockade durchbrechen".

"Landesbildung" sammelt Unterschriften für Entschließungsantrag

Seit Wochen sammelt die "Landesbildung" der SPÖ Steiermark und ihr Vorsitzender Schwarz Unterschriften: "Diese Unterschriften werden wir dann in den Nationalrat einbringen", so Schwarz. Auch im Landtag will man einen Entschließungsantrag einbringen. Für die "Neue Mittelschule" sprach sich auch der Klubobmann und Bildungssprecher der steirischen SPÖ, Walter Kröpfl aus. In der Änderung des Dienstrechtes für Lehrer sieht er den "Schlüssel für die österreichische Bildungspolitik". "Junge Generation"-Vorsitzende Claudia Kürzl forderte, dass bereits im Jahr 2013 "allen 10 bis 14-Jährigen in ganz Österreich diese Schulform als Basisausbildung zugänglich ist". (APA)

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