Allergiegefahr im Urlaub

15. Juni 2010, 08:40
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Viele Reisende sind verunsichert - Allergietagebuch bringt Sicherheit

Melkof - Wie gefährlich wird mein Urlaub? Das fragen sich kurz vor Beginn der Sommerferien wieder viele Allergiker. Eine Umfrage des deutschlandweit größten Allergienetzwerkes myallergo.de unter Allergikern ergab jüngst, dass viele Allergiker tatsächlich stark verunsichert sind, ob der teuer gebuchte Urlaub wirklich zum erhofften Jahreshöhepunkt wird. „Wenn ein Allergiker allerdings ein paar grundlegende Dinge beachtet, dürfte nicht viel schief gehen", ist sich der Experte und Fachbiologe von myallergo, Arne Menzdorf, sicher. Sein Rat: Allergiker sollten sich in jedem Fall im Vorfeld über die Allergiegefahren am Urlaubsort erkundigen. 

Urlaubsort mit Bedacht wählen

An der See, auf Hochseeinseln oder im Gebirge mit mittleren Höhen von 1500 bis 2000 Metern herrscht ein allergikerfreundliches Klima. Hier besteht ein geringer bis gar kein Pollenflug und auch die sonstigen Allergenbelastungen sind gering. „Da es ab 1500 Meter Höhe keine Hausstaubmilben mehr gibt, eignet sich das trockene und kühle Klima dort für Hausstaubmilbenallergiker am besten", so Menzdorf. Beim Aufenthalt im Hochgebirge sollte aber wegen der geringeren Luftfeuchtigkeit mit einer stärkeren Austrocknung der Haut gerechnet werden. Trockenes und mildes Schonklima, wie es auf den Kanaren oder den Balearen zu finden ist, ist für Menschen mit Infektasthma oder chronischer Bronchitis sehr zu empfehlen. „Neurodermitiker fühlen sich an Ost- oder Nordsee sehr wohl, weil die salzhaltige Luft und der Sonnenschein ihrer Haut gut tut", erklärt der Fachbiologe. Sehr gut geeignet sind dafür die Strände von Mecklenburg-Vorpommern - sie versprechen dazu auch noch viel Sonne. Der Aufenthalt sollte allerdings mindestens 14 Tage dauern. 

Allergietagebuch bringt Sicherheit

Schon vor der Reise sollte ein Allergiker seine Allergien in einem Allergietagebuch festhalten und beispielsweise bei myallergo hinterlegen. Dies ist kostenlos möglich und auch der Arzt am Urlaubsort kann darauf zugreifen. Allergische Reaktionen können im Tagebuch einfach dokumentiert werden, so dass sie später auch unkompliziert nachzuverfolgen sind: Die Wahl des nächsten Urlaubsortes fällt dann leichter. Die heimische Apotheke kann zudem vor der Abreise Auskunft darüber geben, ob es die benötigten Medikamente auch im Urlaubsland gibt. Darüber hinaus sollten sich Allergiker vor der Abreise ihre Medikamente in ausreichender Menge verordnen lassen und Tabletten, Nasenspray und weitere wichtige Utensilien griffbereit in der Handtasche aufbewahren. „So vorbereitet wird der Urlaub auch für den Allergiker zum Jahreshöhepunkt", ist sich Arne Menzdorf sicher. (red)

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