Mitteleuropa – "objektiv" betrachtet

14. Juni 2010, 23:20

"Kulturführer Mitteleuropa 2010" im Zeichen von Fotografie und Film

Wien - Mitteleuropa, sozusagen objektiv betrachtet: Der Fotografie und dem Film widmet sich der Kulturführer Mitteleuropa 2010 des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM). Als Titelheldinnen figurieren drei prominente Künstlerinnen: Inge Morath, Valie Export und Lisl Ponger. Kurt Kaindl, selbst bekannter Vertreter der Branche, Medienwissenschafter und Buchautor, begleitet Inge Morath auf ihren fotografischen Donau-Reisen. Kurt Klader, Mitarbeiter der Galerien Miryam Charim (Wien/Berlin), beleuchtet das Werk Valie Exports in kompakter Form. Und Hakan Gürses, Wiener Politologe, Philosoph, Cartoonist und Musiker mit Migrationsbiografie, nähert sich mit schrägem Blick, auch selbstkritisch, Lisl Pongers mehrfach ausgezeichnetem Film Phantom Fremdes Wien (1991).

Weitere Beiträge, etwa über den Stummfilm im Ungarn der 1910er-Jahre, die Zentren ungarischer Fotografie oder über Authentizität und Austauschbarkeit mitteleuropäischer Städte als Filmdrehorte, machen das Heft für Kenner der Genres wie für interessierte Laien sehr lesenswert. Dazu kommen Buchtipps und ein Veranstaltungskalender mitteleuropäischer Filmfestivals. (jk/DER STANDARD, Printausgabe, 15.6.2010)

Der "Kulturführer Mitteleuropa 2010"  ist gegen Übernahme des Portos gratis beim IDM, Hahngasse 6/1/24, 1090 Wien, oder per E-Mail (idm@idm.at) zu beziehen.

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