Nationalrat auf Draht für ORF

Parteien einig über Web-Regeln

14. Juni 2010, 18:47
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    ORF-Chef Wrabetz (re.) will seinen Landesdirektoren den Weg zu regionaler TV-Werbung freimachen: Karlheinz Papst (Burgenland), Siegbert Stronegger (S), Norbert Gollinger (NÖ), Helmut Obermayr (OÖ), Wolfgang Burtscher (V).

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    Geht es nach den Parteien dann ist die ORF-Futurezone schon bald Vergangenheit.

SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und BZÖ nehmen die nächste Hürde zum ORF-Gesetz: Neue Onlinebeschränkungen sind akkordiert. Der ORF hofft noch auf regionale TV-Werbung. Die FPÖ sorgt für "Rat auf Draht"

Wien - Das "Gulasch aus dem Kübel ohne Löffel" ("mmhh lecker") ist gerettet. Auch das "Menstruationsquiz", "der Penis und sein Aussehen" sowie sachdienliche Hinweise zu Tattoos und Piercings. Die FPÖ hat sich dafür beim ORF-Gesetz durchgesetzt: Der ORF darf seine verdienstvolle Ratgeberplattform rataufdraht.orf.at (und andere Sozialangebote) weiter betreiben, wo auch Gulasch und Menstruation behandelt werden. Nur der Facebook-Link dort muss verschwinden - der ORF darf weder Social Networks starten noch zu diesen ständig verlinken.

Verbote für Futurezone von ORF.at und die Instyle-Seite von Ö3 blieben Montag in der Vorlage. Darauf und über die übrigen Onlineregeln für den ORF einigten sich Montag die Mediensprecher der Parlamentsparteien. ORF.at lädt sie für Dienstag 9 Uhr zur Betriebsversammlung gegen die geplanten Beschränkungen. Auch ORF-Chef Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Richard Grasl sind geladen.

Präzedenzfall für Special-Interest-Portale

Dieter Brosz, ORF-Sprecher der Grünen, erinnert den Küniglberg: "Wenn der ORF sich der Themen auch in anderen Medien annimmt, kann er darüber sendungsbegleitend berichten." Die Futurezone ist Verlegern als Präzedenzfall für Special-Interest-Portale des ORF ein Dorn im Auge.

Ebenfalls neu: Poster auf ORF-Seiten müssen sich nun zwar registrieren, müssen aber nicht unter ihrem Namen schreiben.

Pro Landesstudio werden online 80 Regionalmeldungen pro Woche (statt zehn pro Tag) erlaubt.

Web-Werbelimits

Die Mediensprecher einigten sich auch auf neue Web-Werbelimits für den ORF: Bis zu drei Prozent seiner Gebühreneinnahmen darf er gleich mit Onlinewerbung verdienen. Derzeit schafft er rund zwei Prozent, zehn Millionen Euro. Ab 2013 liegt die Grenze bei vier Prozent, ab 2016 bei fünf.

Knapp wird es für den ORF-Wunsch nach TV-Werbung in "Bundesland heute". Die Parteien machen Druck in die Richtung: Sie fordern Verleger und ORF auf, eine Regelung zu finden. Andernfalls kündigen sie einen Entschließungsantrag an Kanzler Werner Faymann an, ORF und Verleger dazu an einen Tisch zu bringen. Mögliche Lösung: Ankündigungen öffentlicher und gemeinnütziger Stellen und Firmen zu festgelegten Themen wie Kultur, Bildung, Verkehr werden erlaubt.

Am Donnerstag soll der Nationalrat das ORF-Gesetz beschließen. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 15.6.2010)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 127
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Sturmwind
01
15.6.2010, 23:52
Nebenbei

Ich plädiere für eine ORF-Sendung wie Zapp vom NDR .. mit Schwerpunkt VÖZ-Mitglieder ...

niketn
00
15.6.2010, 23:00
Qualität FuZo <> VÖZ

Ich persönlich habe noch kein Portal gefunde, welches auch nur annähernd an die Qualität der ORF-Futurezone herankommt! Sämtliche anderen Portale die ungefähr die gleichen Themen aufgreifen liefern als jeden 5. Beitrag Werbung für Tuningprogramme als seriösen Artikel verpackt, oder Informationen die keinen Menschen interessieren drei Tage zu spät! Zugegeben war die Fuzo-Redaktion auch nicht gerade die schnellste, aber wenigstens objektiv und zum großteil kompetent.

Weder Standard, Presse, Krone, Kurier (bei dem fellner-klopapier weiß ichs ehrlich gesagt nicht) können, oder schlimmer wollen, so eine Qualität liefern wie die Fuzo! Die Einstellung dieser Seite führt nicht dazu, dass die Menschen scharenweise zu den Portalen der VÖZ laufen!

Cerv_antes
00
15.6.2010, 20:42
Futurezone

in der blogosphäre befasst man sich auch schon mit dem neuen orf-gesetz und der "abschaffung" der futurezone

http://zurpolitik.com/2010/06/1... rnalismus/

Ma Pa
00
15.6.2010, 18:58

Nur so nebenbei könntens auch gleich ihre Rundfunkinhalte, die sie im Worl Wide Web anbieten, per User-Account schützen und somit den reinen PC-NutzerInnen die weder TV und Radio besitzen nicht länger mit ihren Gebührenwahnsinn auf die Nerven gehen.

Niemand sonst kann etwas ins Internet stellen und dann von Haushalt zu Haushalt marschieren und Gebühren einheben, blos weil der Inhalt theoretisch empfangbar ist.

Rent a Democracy
01
15.6.2010, 18:26
Danke, derStandard.at,

schließlich seid Ihr Mitglied im VÖZ und habt damit das Ganze mit verbrochen.

Um die FuZo ist es ewig schade.

Dass Ihr mein Posting zu diesem Thema zensiert habt, in dem ich geschrieben habe, warum ein privates Medium diese Qualität nicht produzieren kann und wird, passt gut ins Bild.

Dirty_Harry
13
15.6.2010, 17:46
EUR 276,-- pro Jahr


Der ORF sollte komplett abgeschafft werden, das ist doch nur mehr eine Volksverblödungsmaschinerie.

In Wien würde ein Haushalt pro Jahr EUR 276,- sparen.

Pom Bär
00
15.6.2010, 17:55

offensichtlich ist er die verblödungsmaschine nicht ganz freiwillig. ich glaub nicht, dass der orf die fuzo freiwillig her gibt.

tgaog
00
15.6.2010, 16:42

gerade bei der orf futurzone gibt es ab und dann einen interessanten artikel den ich mir gerne durchlese

bravo

Bodypainter
02
15.6.2010, 16:27
warum macht der orf nicht einfach eine sendung namens "futurezone" und schon "darf" er die futurezone weiterleben lassen?

würde sich doch gut in der zib machen...

Miklova Zala
 
00
15.6.2010, 16:31
etwas ähnliche gibt es schon auf ö1

hat nichts geholfen

MesserSchleifer
00
15.6.2010, 15:17
noch ein grund mehr warum ich auch hier nicht zur zahlenden gemeinde gehöre

noch nicht...der vorschlag wurde vorm ministerrat ja schon eingebracht das nicht mehr jeder angemeldete tv gucker gis bezahlt sondern grundsätzlich jeder steuerzahler seinen beitrag dazu leisten muss,egal ob orf empfangbar ist od nicht.denn es ist die pflicht des österreichischen steuerzahlers das öffentlich rechtliche am leben zu erhalten
jo genau....in meinen augen ist unser heimatsender zu einem soap,wiederholung,komplettumsonstgerede kastl mutiert.wo bleibt denn der bildungsauftrag des öffentlich rechtlichen fernsehens??ab 23uhr,wenn der grossteil der steuerzahler schon brav im bett liegt u sich sorgt um geld,kinder, kredit,auto im oasch etc.wir müssten eigentlich geld von der gis zurückbekommen für die sau..ei zw 9.00 u 24uhr

RoWaDo
02
15.6.2010, 15:13
futurezone.derstandard.at

na los gehts leibe Standard Rekateure - nichts leichter als das abzukupfern :-)

Ganymede
34
15.6.2010, 14:50
ORF ersatzlos schliessen.

Politiker sollen ihre schöngefärbte Propagana aus den Mitteln der Parteienförderung bezahlen.

Ausgaben für technische Fachmagazine, sollen doch besser aus Bildungsmitteln bestritten werden.

"Futurezone" berichtete ja immer wieder über den Aufbau eines IT gestützten Überwachungsstaates in AT nach DDR Muster. Schon klar, dass die AT- und EU-Nomenklatura solche Kräfte mit allen Mitteln bekämpft.

Karl Berger
10
15.6.2010, 14:34
pervers

der orf ist eine rot-grüne pestbeule. das stimmt. aber wie unsinnig ist es einem staatsunternehmen zu verbieten ein special-interest portal zu führen. nur weil einige verleger konkurrenz befürchten. ekelhaft diese politisiererei!

reservebuddha
02
15.6.2010, 16:34
*g*

Immer wieder lustig, wie doch die Rechten den ORF links schimpfen und die Linken den ORF rechts schimpfen.

Geht beides an der Realität vorbei.

daarth
011
15.6.2010, 13:52
"Für die Teilnahme an Foren oder Chats müssten sich User unterdessen künftig mit ihrer GIS-Teilnehmernummer registrieren lassen."

http://derstandard.at/127604356... Futurezone

Damit werden alle Poster aus dem Ausland automatisch von jeglichem Diskurs ausgeschlossen.

Von welchem Teufel wurden all jene geritten, die sich diesen Mist ausgedacht haben???

Rent a Democracy
00
15.6.2010, 18:30

Da muss aber auch hinzugefügt werden, dass der Ton im Forum bisher katastrophal ist. Bisher wurde halt zensiert wie blöd. Eine ideale Lösung gibt es nicht, aber wenn über die Postings jeder ORF-Gebührenzahler einer politischen Richtung zugeordnet werden kann, ist das natürlich ein Wahnsinn. Bananenrepublik Österreich. Was will man von diesem Land auch erwarten.

sleepersservice
 
01
15.6.2010, 15:42

Damit ist es leichter die user zu identifizieren, wenn sie Unbequemes posten sollten.

peace & love
00
15.6.2010, 15:00
vom provinzteufel.

peace & love
00
15.6.2010, 13:49
werbeverbot.

attac
01
15.6.2010, 14:33

wurschtsalat

Muster Hans
07
15.6.2010, 13:41
die ORF Futurezone muss bleiben!

Die Politiker entscheiden am Bürger vorbei, wieder einmal. Ich bin für die Beibehaltung der Futurezone. Die entsprechenden Onlineangebote der Verleger sind kein adäquater Ersatz.

Ole
00
15.6.2010, 13:30
Typisch ORF

Ich glaube, der ORF ist das erste und einzige Medium, wo man zukünftig nur posten kann, wenn man seinen ECHTEN NAMEN und seine POSTADRESSE bei der Registierung angibt. Ich werde gleich mal meinen Account bei denen löschen! Die spinnen!

Spitz auf Augartenspitz!
00
15.6.2010, 13:41
Äh, Artikel gelesen?

Baer8
01
15.6.2010, 12:19
Die Poster haben es den Politikern angetan...

Man möchte halt so gerne wissen wer hinter den Kommentaren steckt. Den kann man sich dann in aller Ruhe hintenherum vornehmen damit er nicht etwas schreibt was den Herrschaften nicht in den Kram paßt.

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