Deutsche Anlagen-Beipackzettel in der Kritik

14. Juni 2010, 15:47
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Berlin - Die Verbraucherzentralen dringen auf gesetzliche Vorgaben für "Beipackzettel" von Geldanlagen. Mit den bisherigen freiwilligen Informationsblättern verschiedener Geldinstitute seien Vergleichbarkeit und Übersichtlichkeit nicht zu erreichen, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband am Montag in Berlin mit.

In einer Untersuchung von zwölf Info-Blättern von acht Anbietern habe sich unter anderem gezeigt, dass Angaben häufig nicht verständlich seien. Produktangaben würden mit verkaufsfördernden Informationen vermischt, positive Angaben breiter dargestellt als jene zu Risiken und Kosten.

Die detusche Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hatte Anfang Mai angekündigt, einen einheitlichen "Beipackzettel" per Gesetz einführen zu wollen. Hintergrund sei, dass sich ein Teil der Branche einer gemeinsamen Lösung verweigert habe. Aigner hatte 2009 ein Info-Blatt vorgeschlagen, auf dem Risiken und Kosten einer Finanzanlage stehen. (APA)

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