SparkleShare: Freie Dropbox-Alternative zum einfachen Dateitausch

Andreas Proschofsky, 14. Juni 2010 15:05
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    grafik: sparkleshare

Open-Source-Projekt vorgestellt - Soll sich mit Linux, Mac und Windows integrieren - Basiert auf Mono und Git

Im Rahmen eines in London abgehaltenen Usability-Hackfests wollte man sich beim Linux-Desktop GNOME vor einigen Monaten eigentlich ganz auf die kommende Generation der eigenen Software konzentrieren - immerhin soll GNOME3 bereits im Herbst veröffentlicht werden. Doch jenseits von User-Interface-Änderungen diskutierte man dabei auch über mögliche Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den DesignerInnen des Projekts, eine Konversation die nun in ein neues Projekt gemündet ist.

Sparkles

Mit SparkleShare hat der hauptberuflich bei Intel an MeeGo arbeitende GNOME-Entwickler Hylke Bons eine freie Alternative zu File-Sharing-Clients wie Dropbox präsentiert. In der Vergangenheit hätten die DesignerInnen die Vorzüge von Dropbox zu schätzen gelernt, heißt es in der Ankündigung, allerdings habe das Service auch zwei entscheidende Nachteile: So ist es nicht möglich Dropbox auf eigenen Servern zu betreiben, auch sind weite Teile der Software proprietär - selbst bevorzugt man natürlich eine Open-Source-Lösung.

Austausch

Entsprechend hat sich Bons an die Arbeit gemacht und mit SparkleShare eine Anwendung entwickelt, die die Vorzüge von Dropbox mit den eigenen Ansprüchen verbinden soll. Zur Synchronisierung verwendet man das Versionskontrollsystem Git, das Programm selbst ist mit Mono und Gtk+ entwickelt. Ähnlich wie Dropbox integriert es sich direkt mit dem Desktop der NutzerInnen, Dateien, die in einem speziellen Verzeichnis abgelegt werden, werden automatisch mit einem Server - und den Rechnern anderer autorisierte NutzerInnen - abgeglichen. Ein wesentlich besserer Weg um Artwork und Design-Ideen auszutauschen als diese umständlich über Mails oder Webserver zu verstreuen, betont Bons das eigene Interesse an der Software.

Umgang

Die Daten werden dabei verschlüsselt übertragen, die Versionskontrolle sorgt dafür, dass leicht auf einen älteren Stand einer Datei zurückgekehrt werden kann. Über Veränderungen werden die NutzerInnen mittels des Benachrichtigungsbereichs des Desktops informiert.

Entwicklung

Derzeit befindet sich SparkleShare noch in einer frühen Entwicklungsphase, wer das Ganze ausprobieren will, muss sich den Code also direkt aus dem Code-Repository besorgen. Fürs erste konzentriert man sich auf die GNOME/Linux-Version der Software, später sollen aber auch Mac und Windows-Clients folgen. (apo, derStandard.at, 14.06.10)

Kommentar posten
22 Postings
leaping frog
16.06.2010 15:46
ich hoffe sie nehmen TeamDrive als vorblid.

funktioniert super mit webdav und somit braucht man keine server-software.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
15.06.2010 14:13

was denn, gar keine mono-hateposts heute?

motd
17.06.2010 12:37
mono öffnet ein Fenster zur dunkeln Seite der Macht ;-)

hth

fritz _van_tom
15.06.2010 16:05

sch... mono!
bist jetzt zufrieden?

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
15.06.2010 21:49

naja. und du?

melhor
15.06.2010 08:33

Freu mich schon darauf! Wollte schon beinahe selber damit beginnen einen auf git basierten Dropbox-Clone zu schreiben ;)

nick779
14.06.2010 22:56
iFolder

benutze iFolder seit ca. 4 Jahren unter Linux/MacOsX. kann ca. das was Dropbox kann und ist OpenSource.

http://www.ifolder.com/

todi
15.06.2010 13:36

wenn man nicht gerade Suse verwendet hat man keine leider keine Chance iFolder zu installieren. Und von leichtgewichtig kann man bei diesem Monster auch nicht gerade sprechen. Ist für Privatanwender also leider nicht sehr geeignet.

melhor
15.06.2010 08:26

Allerdings gibt es bei iFolder nur RPM-builds. Nicht mal mit Alien kann man die auf einem Debian-System installieren

Leech
14.06.2010 15:38

und woher kommt der ganze storage bei der freien lösung?

rpk
14.06.2010 16:34

Da das Ganze auf GIT passiert, kommt brauchts keinen eigenen Storage. Jeder hostet eine komplette Umgebung aller Daten. Was du damit eigentlich erreichst, ist einen modernen schnellen Synchronisationsclient für spezifische Daten.

Im Prinzip ist das Ganze ein Frontend, welches den ganzen GIT Hokuspokus vor dem Benuzer versteckt.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
15.06.2010 14:03

auch git gehört auf server, siehe github & co. sonst könnte man ja nur sharen, wenn alle online sind...

rpk
15.06.2010 15:20

Github agiert hier als zusätzlicher Teilnehmer in Ihrem GIT Repository. Nicht jedoch als Server. Git ist ein dezentrales Versionssystem. Das bedeutet schlicht und einfach, es gibt keinen zentralen Server, jeder hostet eine Kopie des GESAMTEN Repositories.

Services wie github agieren, wenn man so will, als zentrale Koordinationsstelle in Development Teams. Sie sammeln Versionsstände. Weil ein Problem haben Sie mit dezentralen Systemen, Sie haben keine Chance Releases festzumachen an einer bestimmten Version. Jeder Entwickler hat seinen eigenen Versionsbaum, und dementsprechend ist R62 beim einen, ein anderer Versionsstand als beim Anderen.

Koordiniert wird daher immer über sogenannte Tags, sowie den PUSH Requests.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
15.06.2010 15:51

und wo liegen dann die repositories? nur auf den entwickler-PCs? sie liegen eben AUCH auf github.

ich weiß schon dass git dezentral ist, aber es braucht in der praxis halt doch zum. 1 server, der immer erreichbar ist. dass entwickler auch ihre lokalen repos gegenseitig pushen können ist cool, aber nicht ausreichend.

das ist ähnlich wie mit groove (das ding, dass MS totgekauft hat). peer to peer, aber es gibt eben auch einen optionalen server, der dafür sorgt dass ich auch 2 notebooks syncen kann, die nie gleichzeitig online sind.

rpk
15.06.2010 16:06

Wenn die beiden Notebooks nie gleichzeitig online sind, gebe ich dir Recht, dann kann in diesem Falle github als "Server" Instanz agieren.

Allerdings ist das trotzdem nicht wirklich ein Server. Es wäre lediglich ein 3. Entwickler, und die beiden Notebook Entwickler synchronisieren Ihre Repositories mit ihm.

Nochmal, der wesentliche Unterschied ist eben, dass jeder über ALLE Daten verfügt, und auch alles am lokalen System durchführen kann, wofür er bei SVN zum Beispiel einen Server benötigt.

In der Praxis braucht es keinen Server, sondern einen Maintainer. Mit dessen Repository gleiche ich mich ab. Wenn ich github als reinen Server mißbrauche, sollte ich mich fragen, ob ich nicht besser SVN nutzen sollte.

Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
15.06.2010 21:53

du erklärst mir die ganze zeit dinge, die ich schon weiß. aber auch der maintainer wird, wenn er gscheit ist, nicht seinen PC dafür verwenden, sondern ein repository auf einem server anlegen. dass das technisch theoretisch gleichberechtigt ist stimmt zwar, tut aber in dieser frage nichts zur sache. die frage war nämlich "woher kommt der storage", und den wird wohl tatsächlich jemand zur verfügung stellen müssen, außer ma beschränkt sich wirklich auf reines p2p.

suka
14.06.2010 15:46

Von einem eigenen Server oder irgendeinem Anbieter, der SparkleShare für sein eigenes Service nutzt.

STOPPT DEN ZENSURWAHN DER POLITIKER - JETZT!
14.06.2010 15:30
dropbox ist so wie so komisch

da würde ich lieber einen (s)ftp server irgendwo aufsetzen und mounten.

schnell, einfach und 100% sicher.

birdy15
14.06.2010 19:20

Das ist mir viel zu langsam. Synchronisation vereint die Vorteile von Online und Offline echt super. Wer allerdings Dropbox nicht traut, kann es natürlich nicht verwenden.

Und ganz toll bei Dropbox - es funktioniert unter Win, OSX und Linux. Sogar auf einigen SmartPhones.

Ich bin schon gespannt, ob SparkleShare und OwnCloud ähnlich gut funktionieren werden.

suka
14.06.2010 15:48

Reicht zwar sicher für viele Leute, aber die Funktionalität von Dropbox / SparkleShare erreichst du damit nicht. Versionsmanagement, kolloboratives Arbeiten, Benachrichtigungen etc.

Fame
14.06.2010 15:47

in der heutigen "always on" Zeit wohl tatsächlich die bessere Lösung.. blöd is halt dann wenn man eine Datei braucht und dann doch grad nicht online ist (mit Laptop unterwegs + kein WLAN + kein mobiles Internet)

eclecticon
15.06.2010 00:32

aufpassen: die daten sind immer auf ihrem computer und sie verändern zuerst mal nur die lokale kopie

nur dann geht das system her, spielt die letztgültige version auf den server, und verteilt sie von dort an etwaige mitbenutzer (auch wieder lokal abgelegt)

d.h. offline daten bearbeiten ist überhaupt keine sache
problematisch könnts nur werden, wenn zwei benutzer an der gleichen datei gleichzeitig offline arbeiten und dann jeweils synchronisieren wollen,
aber das muß dann halt die versionskontrolle abfangen

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