"Zensurbalken" bei bet-at-home-Kampagne

14. Juni 2010, 14:48
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Nach dem Aufruf des Werberats zum Stopp der Kampagne modifizierte gantnerundenzi die Spots

Nach der Aufforderung des Österreichischen Werberates, die aktuelle Werbekampagne
von bet-at-home.com zu stoppen, hat gantnerundenzi die Spots verändert. Zumindest zwei, der dritte Spot mit dem Polizisten, der in Zidane-Manier einen Kopstoß verabreicht bekommt, dürfte nicht mehr zum Einsatz kommen.

Laut der Agentur kommt es so "im österreichichen Werbefernsehen zu einer Premiere": Die ersten Werbespots mit Zensurbalken seien zu sehen, heißt es in einer Aussendung.

"Nur der ORF hat vom ersten Augenblick an den Kontakt zum Auftraggeber gesucht und war um eine Kompromisslösung sehr bemüht", kritisiert die Agentur. Markus Enzi: "Als Teil der Werbewirtschaft muss es einem doch zu denken geben, wenn es die Medien nicht der Mühe Wert finden, mit ihren Kunden nach Lösungen zu suchen."

Aus Programm genommen

Bei SevenOne Media waren die Buchungen bereits ausgelaufen, "IP und ATV haben die wenigen verbleibenden Spots ohne Rücksprache aus dem Programm genommen".

Enzi weiter: "Die Agentur spricht übrigens in diesem Zusammenhang deshalb von Zensur, da die Kampage ursprünglich ausnahmslos von allen Sendern on Air gebracht wurde." Es bleibe allen Medien unbenommen, Sujets anzunehmen oder abzulehnen: "Aber einen Vertrag nach über einem Monat Laufzeit auf Grund einer nicht rechtsverbindlichen Aufforderung einseitig zu kündigen läuft unserem Rechtsempfinden zuwider."

Laut gantnerundenzi hatten die Spots bis dato insgesamt rund 250.000 Clicks auf youtube.com. (red)

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