Maßnahmen gegen Nashorn-Wilderei in Nepal

14. Juni 2010, 13:49
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Politische Unruhen verschärfen die Bedingungen für Wildtiere

Kathmandu - Im Kampf gegen die Wilderei von Nashörnern hat die nepalesische Regierung eine Untersuchung angeordnet. In den vergangenen elf Monaten seien 28 der vom Aussterben bedrohten Panzernashörner getötet worden, sagte ein Beamter am Montag. Ministerpräsident Madhav Kumar Nepal und Umweltminister Deepak Bohara hätten am Sonntag neben Umweltschutzbeamten auch Polizei- und Militärchefs zu einer Sitzung einberufen, um eine Strategie zu entwickeln, mit der die Wilderei gestoppt würde.

Heute gibt es nach Schätzungen nur noch 2.500 Panzernashörner (Rhinoceros unicornis) in freier Wildbahn, 2008 lebten 435 davon in Nepal. Der größte Teil der Populationen lebt heute in indischen Nationalparks, die Spezies ist als bedroht eingestuft.

In Nepal stehen Panzernashörner , die im Norden Indiens und Süden Nepals heimisch sind, unter dem besonderen Schutz der Regierung. Die Wälder, in denen sie leben, werden von Sicherheitskräften bewacht. Aufgrund zunehmender politischer Unruhen und Gewalt in dem Land sind einige der Sicherheitskräfte in städtische Gebiete versetzt worden. In Zeiten politischer Probleme steige die Wilderei von Tieren, sagte der Beamte Megh Bahadur Pandey. (APA/apn)

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