Religionswissenschafter Kurt Lüthi gestorben

14. Juni 2010, 13:12
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Schweizer Theologe stark in der Friedensbewegung engagiert

Wien - Der Schweizer Religionswissenschafter und evangelische Theologe Kurt Lüthi ist 86-jährige gestorben, wie das Wiener Friedensbüro am Montag mitteilte. Der vormalige Ordinarius für Systematische Theologie (Helvetisches Bekenntnis) an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien hatte sich stark in der Friedensbewegung engagiert. Er trat für eine theologische Ethik ein, die den Versuch macht, die "Zeichen der Zeit" zu deuten, als "Manifestationen des Bösen" sah er Holocaust, Hiroshima und die zusammenstürzenden Türme des 11. September 2001 in New York.

Kurt Lüthi wurde am 31. Oktober 1923 in Rohrbach im Kanton Bern geboren. Er studierte in Bern und Basel evangelische Theologie und stand unter dem Einfluss von Karl Barth, Martin Buber und Dietrich Bonhoeffer. Er wirkte 15 Jahre lang als reformierter Pfarrer in seinem Heimatkanton. Habilitiert hat er sich mit der Arbeit "Gott und das Böse". 1964 kam er an die Wiener Universität, wo er bis zu seiner Emeritierung 1991 lehrte. (APA)

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