Hinter Silvestermord steckte Mordkomplott

14. Juni 2010, 12:28
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Das Motiv ist eine angebliche Vergewaltigung der Verlobten des 20-jährigen mutmaßlichen Täters

Wien - Hinter dem Mord an einem 35-jährigen Wiener Billardspieler, der in der Silvesternacht durch einen gezielten Schuss in den Mund getötet worden war, steckte ein filmreifes Mordkomplott. Ein 20-jähriger Installateurslehrling plante die Tat monatelang und ließ sich von drei Komplizen ein Alibi verschaffen. Das Motiv ist eine angebliche Vergewaltigung der Verlobten des 20-Jährigen im Mai des vergangenen Jahres.

Die Ermittlungen diesbezüglich wurden von der Wiener Staatsanwaltschaft eingestellt. Der Lehrling forschte sein Opfer durch Beobachtungen aus, verkleidete sich als Paketzusteller, um ihn mit einer Kugelschreiberkamera zu filmen und um sich von seiner Verlobten als vermeintlichen Täter identifizieren zu lassen. Danach besorgte er sich auf der Donauinsel eine Waffe, um den 35-Jährigen in der Silvesternacht umzubringen.

Er hoffte so, durch den Schuss keine Aufmerksamkeit zu erregen. Währenddessen fuhr einer der Komplizen mit dem Auto des 20-Jährigen durch Radarfallen. Um allen Beteiligten ein Alibi zu verschaffen, führte er sämtliche Mobiltelefone der Verdächtigen mit. Ein weiterer Komplize fuhr das Fluchtfahrzeug zur Wohnung des Billardspielers, ein anderer läutete an der Tür, damit das Mordopfer öffnete und der 20-Jährige den Schuss gezielt abgeben konnte. Alle vier Verdächtige befinden sich in Haft und sind teilweise geständig. (APA)

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