Verhaltenstherapie bei Depression erfolgreich

14. Juni 2010, 13:39
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    foto: universität mainz/hartmann

    Die Therapie dauert durchschnittlich eineinhalb Jahre

Symptome gehen auch unter Normalbedingungen der Therapie zurück - 35 Sitzungen dauert die Therapie einer Depression im Schnitt

Mainz - Depressive Störungen lassen sich durch Verhaltenstherapien gut behandeln. Das konnten Wissenschafter der Universität Mainz nun auch in Routinetherapien des Praxisalltages bestätigen. Bisher gab es Zweifel, ob Erfolge von in künstlichen Therapiesettings erstellten Studien auch für Normalbedingungen Aussagekraft haben. "Auch wenn nicht gleich hohe Effizienz erreicht wird, konnten wir eindeutig bestätigen, dass Verhaltenstherapie bei Routinetherapien hilfreich ist", so Studienleiter Amrei Schindler.

Untersucht wurden 229 Patienten, die zwischen 2001 und 2008 wegen Depressionen in der Mainzer Hochschulambulanz behandelt wurden. 174 davon haben die Therapie regulär abgeschlossen, wozu sie durchschnittlich 35 Therapiesitzungen in der Ambulanz absolvierten. "Die Therapie dauerte somit durchschnittlich eineinhalb Jahre", so Schindler. Erfasst wurden Daten zu drei Erhebungszeitpunkten - bei der Anmeldung, bei Beginn und bei Ende beziehungsweise Abbruch der Therapie.

Psychopharmaka wenig Wirkung

Die depressiven Symptome als auch die allgemeine psychische Belastung gingen im Verlauf der Behandlung mit Verhaltenstherapie signifikant zurück, konnten die Forscher bestätigen. 61 Prozent der Teilnehmer erreichten eine Verbesserung der Symptome jenseits der 50 Prozent, verwendet man das bei Depressionen übliche Inventar nach Beck. Ob gleichzeitig zur Therapie Psychopharmaka genommen wurden oder nicht, machte dabei offensichtlich keinen Unterschied.

Fünf Monate dauerte die Wartezeit zwischen Anmeldung und Therapiestart im Durchschnitt. Die Depressionswerte veränderten sich in dieser Wartezeit kaum. "Die Verbesserungen gehen somit tatsächlich auf die Behandlung zurück, nicht oder nicht allein auf Psychopharmaka oder Spontanremissionen", so Schindler. Selbst bei Therapieabbrechern gab es markante Verbesserungen, wenngleich nicht in demselben Maße wie bei abgeschlossenen Therapien. (pte)

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13 Postings
gastrosoph
40
15.6.2010, 08:23
Erfolgreich

nicht wegen der Therapie, sondern trotz ihr. Interessant dabei wäre zu wissen, welche neurologischen Störungen vorlagen - ob nur Irritationen oder Gehirnerkrankungen.

Clemens Schwarz
11
15.6.2010, 22:55
ich kann sie nicht verstehen.

wieso trotz ihre. im eingang wird gesagt, dass die wartezeit von 5 monaten keine besserung brachte. auch trotz mediaktion.

irritation und neurolgische störungen liegen bei einer depression im normalfall nicht vor. wenn doch würde es nicht depression heißen sondern: "psychische störung aufgrund einer neurologischen erkrankung oder körperlichen erkrankung"

und glauben sie mir, sie dürfen die österreichischen psychotherapeuten nicht mit den deutschen vergleichen. in der regel können die österreichischen therapeuten keine diagnostik durchführen, da sie keine psychologen sind und müssen auch nicht in der psychiatrie gearbeitet haben. wenn sie "glück" haben sehen sie nicht mal einen psychisch schwer kranken.

gastrosoph
00
16.6.2010, 06:12
Im Prinzip

bin ich bei Ihnen. Nur: Eine 'Psyche' wie Seele oder Geist existiert nicht im Sinne einer Verifizierung, allein das Gehirn als Organ. Und wenn da was nicht in Ordnung ist, ist es eine organische Erkrankung. Mit Irritation meine ich eine Instabilität der Botenstoffe, was in der Regel der häufigste Fall ist. Die Ursachen respektive die Akzeptanz dafür liegen im gesellschaftlichen Umfeld des Betroffenen. Leider wird zu schnell nach Medikamenten gegriffen, respektive nach Alkohol und anderen Drogen. Die gesellschaftliche Toleranz ist hier in der Regel das Eingeständnis einer Hilflosigkeit. Aber zum Glück hilft ja Schwester Vera...

Clemens Schwarz
00
16.6.2010, 08:49
das es eine psyche gibt oder nicht ist auch eine hypothese

nur weil ich es nciht sehen kann ist keine ausreichende erklärung. da ein blinder auch nicht farben sehen kann und es gibt sie trotzdem - so gauben wir zumindest.

diese diskussion ist eine hypothetische.

wenn die annahme oder denken eines gedankens oder einer annahme den zusatnd verbessert und dadurch niemand scchaden leidet, so ist er in meinen augen legitim.

bei negativen gedanken lassen wir es meistens zu, im sinne, jemand sagt 1000 x: "du bist ein depp". das glauben wir dann, aber "es gibt etwas, dass eine sinnvolle ordung hat und dir immer hilfreich zur seite steht", wir als spinnerei hingestellt. entweder sie lassen beides zu oder schliessen beides aus. der witz an der sache, sie führen beide zum selben ergebniss.

gastrosoph
00
16.6.2010, 09:22
Naturwissenschaft

ist falsifizierbar - Glaube nicht. Und Farbensehen ermöglicht unser Sehsinn - Augen, nicht die anorganische Natur selbst. Botenstoffe sind messbar und können bestimmten Emotionen zugeordnet werden, die im Detail individuell empfunden werden. Jedoch Grundsätzliches lässt sich bestimmen, wie Trauer, Freude... sonst könnten bestimmte Medikamente oder andere Drogen nicht wirken. Viele Wege führen nach Rom - aber keine Sackgasse.

Clemens Schwarz
00
16.6.2010, 08:44
die instabilität der botenstoffe wurde nie beobachtet

ist eine hypothese

bei gabe von medikamente stellt sich der selbe spiegel in den synapsen nach ein paar wochen ein. trotzdem kommt es zu einer besserung.

die veränderung bassiert demnach nicht auf eine veränderung der botenstoffe im spalt.

Aussteiger1
03
14.6.2010, 17:16
Nochmals ich: Beim Durchstöbern des Standardarchivs....

.............. fand ich den nahezu exakt gleichen Artikel über Depressionen vom 27 Mai 2010:

derstandard.
Weg aus der Depression.
27. Mai 2010, 12:31.

Seltsam!

Aussteiger1
01
14.6.2010, 17:08
Da hab ich ein Glück gehabt!

Meine Psychologin hat einen Test mit mir gemacht, der hat ergeben (in der vierten Stunde) wo meine Stressoren liegen!

Von da an war es relativ leicht, die Probleme zu behandeln!

Das waren richtige Aha-Effekte!

Ich würde einmal sagen, dass meine Depressionen um geschätzte 50 % zurückgegangen sind!

Die Psychologin hat aber auch gemeint, dass es wohl ein Zufallstreffer war, weil ich so reflektiert bin und dies das Arbeiten ungemein erleichterte!

platz, hirsch!
00
14.6.2010, 23:36
gratuliere, mein reflektierter :-)

bist auch bis heute sichtlich stolz darauf *gg

liebe grüße und noch viel erfolg für die restlichen 50%

nomad13
22
14.6.2010, 21:27

Reflektieren - Wie darf man das verstehen?
3Kugelschreiber im linken oberen Eck -die Kaffetasse einen Fingerbreit daneben und der Briefbeschwerer knapp darunter

Ich sag dir - ab jetzt darfst du deine Tasse überall hinstellen - und da brauchts keine Tante dafür - war übrigens gratis - jetzt sind wir bei 100 Prozent

Clemens Schwarz
00
15.6.2010, 22:57
wenn sie reflektiert hören, sehen sie sicher einen rückspiegel vor sich ;-)

nomad13
00
16.6.2010, 14:31

...so ist es- Kleiner - man hats nicht nötig - in der Vergangenheit zu schwelgen - das machen Ameisen auch nicht - aber im Gegensatz zu Ameisen - sofern man es geschickt anstellt - kann man sich nach ~halber Lebenszeit an einem schönen Ort niederlassen.

Zur Zeit stell ich die Tasse noch auf den Schreibtisch - aber in ein paar Jahren dann - auf den Boden. Was lernen wir daraus?

Clemens Schwarz
00
16.6.2010, 15:29
ernst gemeint - ich sehe sie haben potential zum komiker

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