Sandro Rosell zum neuen Barca-Chef gewählt

14. Juni 2010, 11:31
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Mehrheit von über 61 Prozent - die Amtszeit beträgt sechs Jahre

Barcelona - Sandro Rosell ist der neue Präsident des spanischen Fußball-Meisters FC Barcelona. Rosell war von 2003 bis 2005 Vizepräsident der Blau-Roten. Er gewann die Wahl am Sonntag im Stadion Camp Nou in der katalanischen Hauptstadt Barcelona nach Vereinsangaben mit einer Mehrheit von über 61 Prozent der abgegebenen Stimmen. Rosells Amtszeit beträgt sechs Jahre, er ist der 39. Präsident.

Seine Mitbewerber Marc Ingla, Agusti Benedito und Jaume Ferrer, Favorit des scheidenden Präsidenten Joan Laporta, waren chancenlos. Abstimmungsberechtigt waren die 118.665 Mitglieder des Traditionsvereins, 35.021 der abgegebenen Stimmen gingen an Rosell. Der 46-jährige Unternehmer im Sportmarketingbereich gilt als Verfechter eines Sparkurses und setzt auf ein effektives Management. "Ich will ein Präsident für alle sein. Ich weiß, das ist eine verantwortungsvolle Position, ich werde Sie nicht enttäuschen", sagte Rosell.

Joan Laporta, dessen Amtszeit Ende Juni abläuft, hat in seinen sieben Jahren an der Spitze der Blau-Roten auf sportlichem Gebiet mit dem FC Barcelona fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nun zieht es Laporta, der am 29. Juni 48 Jahre wird, in die Politik. Der Anwalt will Kataloniens Regierungschef werden. "Ich habe bei Barca unter Beweis gestellt, dass ich eine Regierung führen kann", sagte Laporta. "Ich gehe in die Politik, weil ich selbst regieren will." Er durfte nach zwei Amtszeiten als Barca-Präsident nicht erneut kandidieren.

Als Clubchef hatte er bei den wichtigsten Entscheidungen das Glück auf seiner Seite. Die Verpflichtung von Ronaldinho und Trainer Frank Rijkaard sowie später von dessen Nachfolger Josep Guardiola erwiesen sich als Volltreffer. Barca gewann in Laportas Amtszeit nicht nur Titel, sondern pflegte auch einen offensiven, herrlich anzusehenden Stil. Obendrein stammen Stützen der Elf wie Lionel Messi, Xavi, Carles Puyol oder Andres Iniesta aus dem eigenen Nachwuchs. (APA/dpa/Reuters)

 

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    Sandro Rosell

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